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Katholische Kirche in Oberösterreich (Startseite)

Auferstehungsbild

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Kirchenraum Kreuzweg Auferstehungsbild

Eine große Glasplatte – unregelmäßig gebrochen und wieder zusammengesetzt, die Bruchlinien vergoldetet – gehalten von vier Holzwürfeln mit der Flächengröße der Kreuzwegtafeln: Das ist das Aufer­stehungsbild der Kirche von Treffling.

Auch wenn wir es gerne so hätten: Das Leben ist nicht glatt wie eine Acrylglas­scheibe und die Lebenswege verlaufen nie so gerade wie ein Strich gezogen mit dem Lineal. Jeder Lebensentwurf kennt Brüche. Unregelmäßig, unerwartet, ungeplant brechen hoffnungsvoll begonnene Weg urplötzlich ab. Unberechenbar entwickelt sich kaum Beachtetes zum unüberwindbaren Hindernis. Scherben gehören dazu zum „Bauplatz Leben“.

Freilich zeigen wir das nicht gerne her. Wir vertuschen das lieber, weichen aus, verhängen die Brüche mit diesem und jenem, lenken davon ab. Unser Aufersteh­ungsbild konfrontiert uns mit der Brüchigkeit des Lebens in glasklarer Deutlichkeit. Da gibt es kein Entfliehen. Ganz markant ziehen sich die Bruchlinien wie tiefe Furchen durch das geglättete Kunstglas.

Doch das Bild liefert auch einen gläubigen Hoffnungsstrahl mit: Der, der den Holz­balken hinaus getragen hat nach Golgotha, hält unser gefährdetes Leben. Wie im weit aufgespannten Kreuz, umfängt er es liebevoll. Nichts ist mehr verloren. Nichts ist umsonst und wertlos. Die Brüche sind dadurch weder vertuscht noch verharmlost. Aber sie sind im Letzten vom Kreuz der Liebe umfangen.

Und ganz kühn fügt der Künstler noch hinzu: gerade in den Bruchlinien des Lebens leuchtet das Gold der Vollendung durch – das Gold auf den Bruchlinien ist das einzige Gold im ganzen  Kirchenraum! Gerade die schweren Zeiten können zu Wegstrecken besonderer Tiefe und inneren Wachstums werden.