Monday 26. July 2021

Spiegel Elternbildung erhält Integrationspreis des Landes OÖ

für die Ausbildung zur Leiterin einer interkulturellen Eltern-Kind-Gruppe

 

Die Spiegel-Elternbildung hat beim OÖ Landespreis für Integration und Zusammenleben 2021 mit dem Projekt „Ausbildung zur Leiterin einer interkulturellen Eltern-Kind-Gruppe“ den Sonderpreis in der Kategorie Zusammenleben gewonnen.

 

LAbg. Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Ausbildungs-Teilnehmerin Zenah Alkarafi und ihre Tochter Tamara Almadfai, Spiegel-Leiterin Ulrike Kneidinger-Peherstorfer,Elisabeth Frommel von der SPES Zukunftsakademie, Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) und Chr
Preisverleihung im Landhaus am 22. Juni 2021
Preisverleihung im Landhaus am 22. Juni 2021
Integrationslandesrat Stefan Kaineder
Preis für Integration
Urkunde

 

Stefan Kaineder, Landesrat für Integration und Zusammenleben, hat den Preis am Dienstag, 22. Juni 2021, im Steinernen Saal des Linzer Landhauses verliehen.

 

Informationen zum Sieger-Projekt:

Ausbildung zur Leiterin einer interkulturellen Eltern-Kind-Gruppe

 

Als Teil des Landespreises bekamen wir auch diesen Imagefilm über das Projekt. Vielen Dank, darüber freuen wir uns sehr!

 

 

Spiegel Elternbildung ist ein Geschäftsfeld des Katholischen Bildungswerkes OÖ und bietet seit 27 Jahren Ausbildungen für Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen an. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung wurde die Elternbildungseinrichtung von der SPES Zukunftsakademie eingeladen, am Integrationsprojekt NIF 2 (Netzwerk Integration von Familien) die Ausbildung der Frauen mit Migrationshintergrund zu Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen einzubringen.

 

„Die Ausbildung richtet sich an Frauen, die aus nicht EU-Ländern zu uns nach Österreich gekommen sind und sich in ihrer Gemeinde engagieren und als Brückenbauerinnen Familien bei der Integration unterstützen wollen. Gerade Familien mit sehr jungen Kindern sind schwer erreichbar und finden Anschluss in Gruppen, die sich wöchentlich treffen, gemeinsam spielen und austauschen“, sagt Ulrike Kneidinger-Peherstorfer, Leiterin von Spiegel-Elternbildung.

 

Was lernen die Frauen in der Ausbildung?

 

Wie plane und leite ich eine Gruppe? Was mache ich, wenn ein Konflikt auftritt? Warum sind immer wiederkehrende Rituale wichtig für Kinder? Bis hin zum Einsatz von Kniereitern, Fingerspielen, Reime und Geschichten, Bilderbüchern.

 

stolze Absolventinnen
Ausbildung
Ausbildung

 

Theoretisches Hintergrundwissen, Austausch und Selbstreflexion bilden die Basis für die persönliche Bereicherung der Teilnehmerinnen.

 

Umfang der Ausbildung

 

Die Ausbildung umfasst 101 Unterrichtseinheiten in fünf Modulen. Dazwischen sind Peergrouptreffen vorgesehen. Für jedes Themengebiet ist eine Expertin als Referentin im Einsatz.

 

20 Frauen aus zwölf Nationen

 

„In der Ausbildung für Frauen mit Migrationshintergrund sind derzeit 20 Frauen aus zwölf Nationen. Es entstehen Freundschaften über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg – es zählt das voneinander Lernen, die Vielfalt wird als Reichtum wahrgenommen. Es machen Frauen mit, die in ihrer Heimat einen Universitätsabschluss haben genauso wie eine Frau, die mit dem Abschluss der Ausbildung das erste Zertifikat in ihrem Leben in Händen hält“, so Peherstorfer.

 

Die österreichischen Werte vor allem in Bezug auf Erziehung und Begleitung kennenlernen, die Liebe zu Kindern und das Bedürfnis, Familien aus ihrer Heimat zu begleiten und ihnen die Eingewöhnung in der neuen Heimat zu erleichtern, das ist ihnen allen gemeinsam.

 

Über den Landespreis für Integration und Zusammenleben

 

Oberösterreich ist ein buntes und vielfältiges Land, in dem Integration in vielen Bereichen aktiv gelebt und gestaltet wird. Der 2021 zum dritten Mal stattfindende Landespreis für Integration soll dieses besondere Engagement im Bereich Integration und Zusammenleben würdigen und auszeichnen. Die Siegerprojekte wurden aus mehr als 100 Einreichungen ausgewählt.

 

„Viele tragen mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz in den verschiedenen Bereichen dazu bei, dass durch proaktives Gestalten ein inspirierendes, nachhaltiges und positives Zusammenleben zwischen in Österreich und anderswo geborenen Menschen möglich ist. Mit dem Preis werden bestehende Leistungen gewürdigt und es soll sichtbar gemacht werden, welche Auswirkungen gelungene Integration auf das Leben aller Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher hat“, so Integrations-Landesrat Stefan Kaineder.

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