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Wenn Einsamkeit krank macht

 

„Die Fachtagung hat mich begeistert. Die Referate waren fundiert und humorvoll. Die Podiumsdiskussion hatte einen persönlichen Charakter mit Herzblut. Der Workshop war interessant und inspirierend. Als Draufgabe bringt so ein Tag noch viele Gelegenheiten für Begegnung und interessante Gespräche.“, so bringt es eine Teilnehmerin in ihrer schriftlichen Rückmeldung zum Ausdruck.

 

Tagung Einsamkeit

 

Über 160 TeilnehmerInnen nahmen mitte November 2019 an dieser hochkarätig besetzten Fachtagung teil. Neun ausgewiesene ExpertInnen gaben ihr Wissen und ihre Erfahrungen über die Formen krankmachender Einsamkeit weiter. Gleichzeitig zeigten sie Wege auf, wie die Gesellschaft aber auch jede/r Einzelne sozialer Isolation entgegenwirken kann. 

Nach einem erfüllten Tag fuhren die TeilnehmerInnen sehr bereichert weg. Die Veranstalter (Telefonseelsorge, Notfallseelsorge, SelbA und Altenpastoral) wurden in vielen positiven Rückmeldungen angeregt, auch zukünftig derartige Angebote zu setzen.

 

Eröffnet wurde die Tagung mit einem fachlichen Input des Leiters des Institutes für Psychosomatik, Psychotherapie und Gesundheitsvorsorge WMVO-Privatklinik in Hallein, Primar Dr. Olaf Rossiwall. Im Zentrum seiner Ausführungen stand die die Tatsache, dass Einsamkeit nicht per se krankmachend sein muss. Es kann im Leben eines Menschen auch bewusst gewählte Zeiten des Alleinseins geben, die zur inneren Orientierung, Sammlung oder Schärfung der Sinne genutzt werden. Ein bewusst gewählter Weg zu sich selbst in innerer tiefer Verbundenheit: All –Eins - Sein.
Dem gegenüber steht das Getrennt sein. Dieses Gefühl stellt die subjektiv negativ bewertete Erfahrung des inneren Getrenntseins von anderen, von sozialen Bindungen und Benötigt werden, vom eigenen Ich und von subjektiv bedeutsamen Sinnbezügen (Lebenssinn) dar. Dauert diese Form der Einsamkeit an, kann es ebenso zu gesundheitlichen Schäden komm, als würde man 15 Zigaretten täglich rauchen. Studien zeigen auch, dass psychischer und sozialer Schmerz die gleichen Reaktionen im Gehirn auslösen wie körperlicher Schmerz.
Sehr interessant war der Aufbau des Vortrages über den Zugang künstlicher Ausdrucksformen wie Musik, Lyrik und Bilder. 

 

 Primar Dr. med. Olaf Rossiwall


Ein weiteres Faktum ist der Wandel der engen sozialen Beziehungen.  Familien werden kleiner, Geschwister werden weniger. Nachbarschaftliche Beziehungen werden aufgrund der hohen Mobilität schwächer. Eine funktionierende Nachbarschaftshilfe muss - so die Erfahrungen - jedoch frühzeitig organisiert und gepflegt werden. Zur Aufrechterhaltung freundschaftlicher Beziehungen außerhalb des beruflichen Kontextes bleibt oft wenig Zeit. Ein wichtiges Netzwerk, auf das zurückgegriffen werden könnte, geht verloren. 

Die gute Nachricht: Eine Grund¬erkenntnis der Einsamkeitsforschung besteht darin, dass die Qualität von Beziehungen wichtiger ist als deren Quantität.

 

Tagung Einsamkeit

Univ. Prof. Dr. Franz Kolland


Alle Aktivitäten, die zu sozialen Beziehungen führen, sind ein Schutz gegen Einsamkeit. Das kann sein einem Verein beizutreten, sich einer Wandergruppe anschließen, Bildungsangebote nutzen genauso, wie religiöse Aktivitäten oder sich in der Freiwilligenarbeit zu engagieren. (z.B. bei SelbA, der Telefonseelsorge, in der Altenpastoral, Bibliothek, der Caritas usw.)

In der Podiumsdiskussion wurden diese Ideen aufgegriffen, erweitert und angeregt diskutiert.

 

Unterlagen zum Download finden Sie hier.

 

v.l.n.r.: Mag.a. Silvia Breitwieser, Univ. Prof. Dr. Franz Kolland, Primar Dr. med. Olaf Rossiwall, Maria Hofstadler, MBA


Am Nachmittag wurden den TeilnehmerInnen spannende Workshops mit weiteren FachexperInnen angeboten.

 

1. Das Lebenshaus - Lebensformen einmal anders

Referentin: Elisabeth Freundlinger Initiatorin des Lebenshaus Oberneukirchen, Kindergartenpädagogin, Opernsängerin, Personalverantwortliche im Unternehmen „freundliche Maler“

http://www.lebenshaus.at

 

2. Was tun, wenn plötzlich etwas fehlt im Leben? Vom Umgang mit Verlusterfahrungen 

Referent: Jörg Fuhrmann MSc (palliative-care) Diplom. Gesundheits- und Krankenpfleger, Trauer & Krisenintervention, Sachwalter & Clown

 

3. Vitalität im Alter - Strategien gegen Einsamkeit

Referent: Univ. Prof. Dr. Franz Kolland Soziologe und Sozialgerontologe, Vorstandsmitglied der österreichischen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie

 

4. Sucht im Alter 
Refrerent: Primar Dr. med. Olaf Rossiwall FA f. Psychiatrie/Neurologie/Psychotherapie, Institut f. Psychosomatik, Psychotherapie u. Gesundheitsvorsorge EMVO-Privatklinik Hallein 

 

5. Kriseninterventionen für Menschen mit Demenz

Referentin: Ilse Seufer-Wasserthal, MAS Demenztrainerin, Demenzberatung, Koordinatorin Krisenintervention RK Vöcklabruck

 

6. Erzählcafé … weil das Erzählen guttut 

Referentin: Birgit Aigner Erfahrene Erzählcafé-Gesprächsleiterin, SelbA Trainerin
 

7. Suizidprävention im Alter 

Referent:  Dr. med. Claudius Stein Arzt für Allgemeinmedizin, Psychotherapeut, Ärztlicher Leiter des Kriseninterventionszentrum Wien

Unterlagen zum Dowload finden Sie hier.

 

8. Mehr Zeller Nachbarschaft Inklusion – Begegnung im Quartier 

Referent: Michael Zwölfer Koordinator „Mehr Zeller Nachbarschaft“
 

9. Smarte Assistenz – ja bitte! - Erleichterung durch Technische Hilfsmittel im Alter

 Referent:  Dipl. Ing. Martin Morandell Gründer und CEO von  Smart in Life e. U., internationale Erfahrung in Anwendung, Lehre,  Forschung und Entwicklung 

 

 

 

 

 


 

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