Donnerstag 24. Januar 2019

Katholische Schulen als Biotope des Vertrauens

Schultag mit Prof. Paul M. Zulehner

Der Pastoraltheologe Paul M. Zulehner sieht Katholische Schulen als Biotope des Vertrauens inmitten einer Kultur der Angst.

Vorleben, was Gott mit uns allen vorhat


Prof. Zulehner sprach in seinem Vortrag von der Berufung Katholischer Schulen heute. Er machte auf den Perspektivenwechsel aufmerksam, der nach dem Konzil stattgefunden habe. Bekannte man sich vorher zu einem exklusiven Heilspessimismus - Wer nicht getauft ist, hat keine Chance auf Rettung -, so ist nach dem Konzil von einem inklusiven Heilsoptimismus die Rede. Es besteht die Hoffnung, dass alle gerettet werden. Das hoffen wir, trauen wir Gott zu. Die Kirche ist Licht und Salz zur Rettung aller Menschen. „Wir nähern uns dem biblischen Normalfall“, so Zulehner. Das Reich Gottes kommt nicht irgendwann, sondern kommt schon jetzt auf die Erde, in Spuren wenigstens. „Die Sendung der Kirche heute, die Sendung als Christinnen und Christen, die Sendung von Ordensschulen  besteht darin, vorzuleben, was Gott mit uns allen vorhat: dass wir liebende Menschen werden, persönlich und solidarisch Liebende werden.“ Wir müssten katholisch sein im besten ursprünglichen Wortsinn, den Blick auf die ganze Welt wedergewinnen. „Wir Christen sind nicht auf der Welt, um in den Himmel zu kommen, sondern dass der Himmel schon jetzt zu uns kommt“, zitierte Zulehner Bischof Klaus Hemmerle von Aachen.

 

Prof. Paul M. Zulehner


Gottes Enthüllungsagentur


Zulehner entfaltete danach die beiden Worte von Licht der Welt und Salz der Erde. Als Licht der Welt gelte es, etwas sichtbar zu machen. Der Referent las den Hymnus vom kosmischen Christus aus dem Kolosserbrief vor und folgerte aus diesem Text: Die ganze Schöpfung reift hinein in die Vollendung. Als Kirche, als Christinnen und Christen, als Ordenssschulen sind „wir Gottes Enthüllunsgsagentur, eine Lesehilfe, was Gott mit uns allen vorhat: die Vollendung in Christus“. Das sei der Grundauftrag der Kirche, an dem die Schulen teilhaben. Das lasse fragen: „Welche Kultur leben wir in unseren Schulen? Erfahren die jungen Menschen Anerkennung, Respekt, keine Diskriminierung, Ermächtigung, Beheimatung? Sind wir ‚signifikant andere‘ Vorbilder, die liebende Solidarität zu leben versuchen, auch im schulischen Alltag? „Was tun Sie, damit die ihnen anvertrauten Menschen liebende, solidarisch liebende und politische Menschen werden?“


Biotope des Vertrauens inmitten einer Kultur der Angst.


Zum Wort vom Salz der Erde nannte der Pastoraltheologe als die großen weltweiten Herausforderungen heute: Ökologie, Ökonomie, Digitalisierung, Migration. „Sind das Themen in Ihrer Schule? Findet dazu ein sozialer, kultureller und geistiger Dialog statt? Diese Themen gehen uns alle an, egal wo etwas passiert.“ Hinter all diesen Challenges stecke die Angst, entweder die Angst, es wird mir zuviel oder ich habe zu wenig. Diese Urangst stecke in jedem von uns, von Anfang an. Die Frage sei: Wie kommen wir aus dieser Urangst zu einem Urvertrauen, das auch von Anfang an in uns steckt. „Wie können junge Menschen ihre Ängste verstehen  und in ihren Ängsten bestehen (lernen)?“, sei die entscheidende Frage. Als Beispiel für eine Sprache der Angst nannte Zulehner die Migrantenfrage. Da ist von Flüchtlingswelle, Flüchtlingslawine, abschotten, Festung Europas, Islamisierung, Bedrohung die Rede. Man könnte auch von Schutzsuchenden, Willkommenskultur, Bereicherung sprechen und so Angst nehmen. Mit der Angst werde Politik gemacht. „Wir müssen wach sein in den Schulen“, so Prof. Zulehner. Die Aufgabe von Schulen bestehe darin, Vertrauen aufzubauen. Angst entsolidarisiere, beschädige Menschwerdung. Wer vertraue, könne in der Angst bestehen und glauben, hoffen und lieben lernen. Zulehner: „Ordensschulen als Salz der Erde sind Biotope des Vertrauens inmitten einer Kultur der Angst. Es braucht also eine Schulkultur, die Vertrauen, menschliche Reifung und gesellschaftliches und politisches Engagement fördert.“ Das geschehe freilich schon früher: im Elternhaus, durch Freund- und Partnerschaften, in der politischen  Bildung, durch Begegnungen, Gesichter und Geschichten. Das Hauptgeschenk sei Gottvertrauen. „Wenn es besonders hart wird, spüre ich göttlichen Rückenwind“, habe ihm eine Frau einmal gesagt, erzählte Zulehner. Mit diesem Urvertrauen, mit Jesus, der mit Gott dauerhaft in Verbindung war, in Berührung zu kommen, sei das Beste, was überhaupt geschehen könne.

 

Quelle: Medienbüro der Ordensgemeinschaften
Bild: Magdalena Schauer

 

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Grafik.

Statistikdaten zu den Katholischen Schulen

Der Anteil der Katholischen Privatschulen am Schulwesen in OÖ beträgt 6,6%.
Derzeit werden an den 45 Katholischen Schulen in OÖ 12654 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

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Privatschulgesetz

Bundesgesetz, das die Einrichtung und Führung von Privatschulen regelt.

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