Mittwoch 25. April 2018

Gymnasium Ort: SchülerInnen engagieren sich für Flüchtlinge

Sechs Schüler/innen haben sich in den vergangenen zwei Jahren mit Themen wie Migration, Flucht, Asyl und Integration beschäftigt. Dafür wurden sie ausgezeichnet.

Patrik Huber, Sophia La Marca, Viki Ohler, Lena Spitzbarth, Leni Vorwagner und Lisi Winsauer. Sechs Schüler/innen, die etwas verändern wollen. Sie absolvierten im Schuljahr 2012/13 die Ausbildung zu interkulturellen Peers.

 

Um ihre Anliegen - wie respektvoller Umgang miteinander, Auftreten gegen menschenfeindliche Haltungen, Auseinandersetzung mit den Themen Flucht, Asyl und Integration - am Gymnasium/ORG der Kreuzschwestern in Ort/Gmunden bekannt zu machen, organisierten sie zunächst "niederschwellige Projekte", wie Unterrichtssequenzen und Bewusstseinsarbeit durch Gratis-Armbänder.

 

Interkulturelle Peers - ausgezeichnet

 

Durch den Gmundner Integrationstag im Frühjahr 2013 richtete sich ihre Aufmerksamkeit auf Asylwerber/innen. Sie besuchten im darauffolgenden Herbst Flüchtlingsheime in Linz und Rittertal/Altmünster, um sich selbst ein Bild zu machen.

 

Konkrete Projekte mit Asylwerber/innen

Gemeinsam entwickelten sie Konzepte zur Unterstützung für Asylwerber. Konkret hieß das: Zwei Projekte auf die Füße stellen, die Finanzierung sichern, auf die Unterstützung der Schulgemeinschaft bauen.

 

Im Jänner 2014 schließlich starteten das "Reitprojekt" und das "Theater ohne Worte" - jeweils gemeinsam mit Asylwerber/innen aus dem Haus Rittertal in Altmünster.

 

Im "Reitprojekt" konnte bis zum Schulschluss 2014 durch die Arbeit mit den Tieren, das gemeinsame Pflegen der Pferde und das Reiten ein guter Kontakt zu den Asylwerber/innen gefunden werden. Die Nähe zu den Pferden hatte positive Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl der Teilnehmer/innen, Stress konnte so abgebaut, Ruhe und Entspannung gefunden werden.

 

Die Arbeit mit Pferden kann Wege zueinander eröffnen
Allgemeine Begeisterung für das Reitprojekt der interkulturellen Peers

 

Geschichten mit dem Körper erzählen, der - anders als gesprochene Worte - nicht lügen kann. Das Projekt "Theater ohne Worte" wurde von den Peers gemeinsam mit Dr. Domenico La Marca organisiert. Dabei entstand ein Stück ohne Drehbuch, dessen Inhalt sich aus der Dynamik der Treffen ergab. Ein gemeinsamer Abschluss des Projekts ist für Sommer 2015 in Planung.

 

Viel Ausdruck - ohne Worte
Action
Gute Begleitung
Auch ohne Worte kann man viel sagen

 

In ihrem zweijährigen außergewöhnlichen Engagement als Interkulturelle Peers gelang den Schüler/innen eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Flucht, Asyl und Integration. Eine Begegnung auf Augenhöhe mit den konkreten Personen, mit deren Lebenssituationen, Ängsten und Erwartungen förderte das Kennenlernen der Situation von Flüchtlingen über die mediale Berichterstattung hinaus - die Schüler/innen konnten dadurch zu einer differenzierten Meinungsbildung beitragen.

 

Dr. Gabriele Max, die Betreuungslehrerin der I-Peers freut sich gemeinsam mit den Schüler/innen über die Auszeichnung  im Rahmen des OÖ – Leistungspreises 2015, wo sie den ausgezeichneten 4. Platz erreichten. Herzliche Gratulation!

 

Quellenangabe:

Dr. Gabriele Max, Gymnasium Ort

www.gymnasiumort.at 

(mh)

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