Wednesday 29. June 2022
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Theologisch-pastorale Leitlinien

Vorbild: "Entgrenzte Kirche"

Herausforderung: "Entgrenzte Solidarität"

 

Die Citypastoral der Diözese Linz orientiert sich am Vorbild einer „entgrenzten Kirche”:


„So sind auch die übrigen in der ganzen Welt verbreiteten Religionen bemüht, der Unruhe des menschlichen Herzens auf verschiedene Weise zu begegnen, indem sie Wege weisen: Lehren und Lebensregeln sowie auch heilige Riten. Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet. Unablässig aber verkündet sie und muss sie verkündigen Christus, der ist "der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat.”

(NA 2 Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen "Nostra aetate")


„Wir können aber Gott, den Vater aller, nicht anrufen, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche [geschwisterliche] Haltung verweigern.”

(NA 5) (Vgl. Kreutzer, A., Die Kunst, nicht auszuschließen, in :ThPQ 161 (2013) 69-81.)

 

Sie stellt sich der Herausforderung einer "entgrenzten Solidarität":


„Da nämlich Christus für alle gestorben ist und da es in Wahrheit nur eine letzte Berufung des Menschen gibt, die göttliche, müssen wir festhalten, dass der Heilige Geist allen die Möglichkeit anbietet, diesem österlichen Geheimnis in einer Gott bekannten Weise verbunden zu sein.”

(GS 22 Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute "Gaudium et spes")


„Heute ganz besonders sind wir dringend verpflichtet, uns zum Nächsten schlechthin eines jeden Menschen zu machen und ihm, wo immer er uns begegnet, tatkräftig zu helfen, ob es sich nun um alte, von allen verlassene Leute handelt oder um einen Fremdarbeiter, der ungerechter Geringschätzung begegnet, um einen Heimatvertriebenen oder um ein uneheliches Kind, das unverdienterweise für eine von ihm nicht begangene Sünde leidet, oder um einen Hungernden, der unser Gewissen aufrüttelt (…).”

(GS 27) (Vgl. Kreutzer, A., Die Kunst, nicht auszuschließen, in :ThPQ 161 (2013) 69-81.)


Sie ist „in Bezug auf die Glaubensverbreitung im alten Sinn des Wortes absichtslos”:


„Christen und Christinnen zeigen, dass es gut ist und guttut, dass es Ressourcen und Kräfte schenkt, vor allem für die Solidarität über die eigenen Grenzen hinaus, an einen solchen Gott glauben zu dürfen. Auf Anfrage geben […] die Gläubigen, davon Rechenschaft und schließen auch nicht die Türen zu jenen Räumen, wo sie beten und die Sakramente der Kirche feiern, und sie lassen alle, wenn sie daraufhin neugierig werden, an diesem Glauben teilhaben. Aber es gibt keine nötigenden und zwingenden Gründe, glauben zu müssen, um das Heil zu erlangen. Kein Mensch muss glauben, um von Gott geliebt zu werden, dies ist ohnehin der Fall. Der Glaube ist nicht die Bedingung der Liebe Gottes, sondern der Beginn ihres Bewusst- und Innewerdens.” […]


„Die christliche Gemeinschaft "glaubt zwar, dass Gott für Heil und Himmel aller Menschen notwendig ist, aber nicht daran, dass der Glaube daran die Bedingung für das Wirklichwerden dieser Notwendigkeit ist. Deshalb sind weder die Kirchen- noch die Glaubensgrenzen mit den Heilsgrenzen identisch. Genau das ist ein unveräußerlicher Inhalt des christlichen Glaubens selber, dass Gott alle Menschen unerschöpflich in sein Heil aufnimmt.”

(Fuchs, O., Wer’s glaubt wird selig … Wer’s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel, Würzburg 2012, 114 + 120.)


Sie wendet sich der Stadt in positiver Grundhaltung zu und begibt sich mit ihr in den Wandel:


„Lass mich dich lernen, dein Denken und Sprechen, dein Fragen und Dasein, damit ich daran die Botschaft neu lernen kann, die ich dir zu überliefern habe.”

(Hemmerle, Spielräume Gottes und der Menschen, 1996, 329.)


„Wenn wir überhaupt unsere Zeit verstehen und auf sie eingehen wollen, müssen wir lernen, sie in ihrer unaufhaltsamen Säkularisierung zu lieben.”

(Cox, Im Herzen der Städte, 2000, 33.)


Sie nimmt sich der Menschen in ihrer aktuellen Verfasstheit an. Sie tritt für die an den Rand Gedrängten ein.


„Das Leben in den Metropolen […] ist stark geprägt von Mobilität und ihren sozialen Folgelasten. Wer den Menschen, die diese Lasten nicht mehr tragen können, beistehen will, muss selbst mobil sein, um sie überhaupt zu erreichen.”

(John, Grundtypen der Citpastoral, PThI 2008-2, 49f.)


„Das Gewand der Citypastoral sollte aus zwei Fäden gewebt sein: aus dem Glanz der Geschäfte und aus dem Schmutz der Straßen.”

(Sellmann, M., Touch an go – Ein urbaner Blick auf die Welt in der wir leben, Vortrag 2006, 8.)

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