Mittwoch 25. April 2018

Die Entwicklungs-Agentur „10envolvimento“ in Barreiras

Die Arbeit der Entwicklungs-Agentur „10envolvimento“ ist in das Programm der Sozial-Pastoral der nordostbrasilianischen Diözese Barreiras eingliedert.

 

 

Gegründet wurde sie auf Initiative von + Bischof Richard Weberberger OSB. Der aus Windischgarsten stammende Entwicklungshelfer Martin Mayr (seit dem Jahr 2002 Ständiger Diakon der Diözese Barreiras) hat die Leitung von „10envolvimento“ inne. Die Entwicklungs-Agentur ist der operative Arm des Vereins “Associação de Promoção do Desenvolvimento Solidário e Sustentável – ADES”, welcher die programmatische Linie der Organisation bestimmt und begleitet.

 

 

Mittlerweile gilt „10envolvimento“ als eine der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Organisationen in West-Bahia, welche sich für den Schutz des regionalen Lebens- und Naturraums „Cerrado“ einsetzen. Dabei gilt es vor allem, sich gegen die Dominanz des mächtigen Agrobusiness zu stemmen, welche den Cerrado und seine natürliche Ressourcen in riesige Anbau-Flächen und bloßes Wasser-Reservoir für intensive landwirtschaftliche Nutzung konvertiert. Das hat schlimme ökologische und soziale Folgen: Eliminierung der Artenvielfalt, Absenkung des Grundwasserspiegels, Vertreibung eingesessener Kleinbauerngemeinschaften, Land- und Einkommenskonzentration, Absiedlungen im ländlichen Bereich, ungeordnetes Städtewachstum. Viele Leute neigen dazu, sich fatalistisch den von außen aufgedrückten Entwicklungs-Vorhaben zu unterwerfen. „10envolvimento“ befindet sich deshalb in einer vom Papst Franziskus´ Lehrschreiben ‚Laudato Sí‘ inspirierten Dauer-Kampagne. Die Wertschätzung des Lebens- und Naturraums sowie die öffentliche Kritik an der dominierenden Agrar-Elite stärken die Widerstandskraft gegen Landspekulation, Umweltzerstörung und Marginalisierung der eingesessenen Kleinbauern-Gemeinschaften.

 

 

Zwar ist die Vorherrschaft des Agro-Business ungebrochen, doch konnten in den letzten Jahren auch Früchte der schwierigen, mitunter sehr spannungsvollen Arbeit geerntet werden. In einigen Land-Konflikten zwischen Kleinbauern-Gemeinschaften und Großgrundbesitzern hatten – was die Ausnahme ist – letztere das Nachsehen. Andere Landkonflikte sind soweit bekannt gemacht worden, dass eine kritische Öffentlichkeit die Entwicklung in diesen Fällen begleitet. Viele Konzessionen für Rodungen oder Wasser-Entnahmen wurden nicht genehmigt oder revidiert, weil „10envolvimento“ entsprechende Anzeigen gemacht hat. In vielen Gegenden haben die eingesessenen Kleinbauern-Gemeinschaften eine Vorreiter-Rolle im Umweltschutz übernommen. Vor allem hat sich das Netz an Organisationen, Einrichtungen und informellen Gruppen verstärkt, die sich für den Schutz des Natur- und Lebensraums „Cerrado“ einsetzen. „10envolvimento“ ist dabei zur wichtigsten Referenz-Organisation in der Region um Barreiras geworden.

 

 

 

„10envolvimento“ will zu einer sozial ausgewogenen und ökologisch vernünftigen Entwicklung in der Diözese Barreiras beitragen, mittels Forschung, Ausbildung und Umsetzung von Entwicklungsvorhaben, die das politische Selbstbewusstsein benachteiligter Gesellschaftsgruppen stärken, soziale Gerechtigkeit fördern und für ein umweltfreundliches Leben in den Naturräumen „Cerrado“ und „Caatinga“ eintreten.

 

 

 

FILM: GENERATIONEN IM GERAIS - NATURSCHUTZ UND LANDKONFLIKTE AM OBERLAUF DES RIO PRETO - BAHIA

 

Der Film entstand im Auftrag von 10envolvimento unter der Regie unseres Missionars Diakon Martin Mayr

 

 

 

 

http://10envolvimento.org.br/

 

 

(ar)  02.11.2017

 

 

 

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