Wednesday 30. September 2020

Neues aus Rurrenabaque

„Gemeinsamer Topf“ gegen den Hunger

Sr. Margret Obereder MSsR sorgt sich um Menschen in Bolivien

Aktualisierung vom 9.7.2020:

 

"Sr. Oksana hat heute wieder eine Summe nach Rurrenabaque überwiesen, weil die Schwestern anscheinend am nächsten Montag die Möglichkeit haben, Geld von der Bank abzuholen. Es herrscht ja wieder strengste Quarantäne. Mittlerweile fehlt es auch an den einfachsten Medikamenten wie Aspirin und Paracitamol etc.... Vor ein paar Tagen ist der erste Coronakranke in Rurrenabaque verstorben.

 

So ist jede Hilfe, die wir weitergeben können, wirklich sehr hilfreich - der Hunger bleibt immer noch das größte Problem, sagen unsere Schwestern - und ein Ende ist nicht abzusehen." 

 

Sr. Margret Obereder

 

 

 

 

Seit April 2016 ist Sr. Margret Obereder Generaloberin der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser. Die Ordensgemeinschaft, deren Zentrale sich in der bayrischen Gemeinde Unterreit befindet, hat heute in Japan, Chile, Bolivien, Deutschland, Österreich und der Ukraine Niederlassungen. Sr. Margret stammt aus Attnang-Puchheim und hatte über mehrere Jahre die Gemeinschaft in der Ukraine vor Ort aufgebaut.

 

Besuch in Rurrenabaque_2019; Sr. Margret re.

 

Große Sorge bereitet der Generaloberin aktuell die Lage in Bolivien wegen der strengen Ausgangssperren bedingt durch die Corona-Pandemie. In Rurrenabaque im Urwaldgebiet des Rio Beni, wo die Schwestern leben und wirken, gibt es viele Leute, die normalerweise von Tag zu Tag arbeiten und mit diesem täglichen Verdienst ihre oft kinderreichen Familien versorgen und ernähren. Die Krise hat nun viele Familien in existentielle Schwierigkeiten gebracht. Deshalb bitten immer mehr Menschen bei den Schwestern um Hilfe.

 

Aus der Not heraus wurde nun in verschiedenen Dörfern der Gemeinde eine Initiative gestartet, welche sich „Gemeinsamer Topf“ nennt. In einem großen Topf wird eine Mahlzeit gekocht, die dann an arme Familien verteilt wird, die nichts mehr zu essen haben. Zudem erhalten sie auch nötige Hygieneartikel. Der Bedarf ist sehr groß.

 

Mittlerweile ist auch das Militär behilflich, die Güter zu verteilen und an entlegene Orte zu bringen. Der Vorteil dieser Zusammenarbeit für die Schwestern ist auch, dass sie dadurch eine offizielle Genehmigung bekommen, das Kloster trotz Ausgangssperre zu verlassen und so - erlaubt - helfen können.

 

Sr. Margret Obereder und die Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser wollen den Menschen nahe sein, sie an den Orten besuchen, wo sie gerade leben und arbeiten, ihnen den Wert christlicher Gemeinschaft vermitteln durch gemeinsame Feiern oder aber auch durch konkrete Hilfe in verschiedenen Notsituationen.

 

Sr. Margret: „Was ich in all dem, was jeden Tag neu auf mich zukommt immer wieder neu lernen möchte, ist in einem Wort des seligen Redemptoristen P. Kaspar Stangassinger gut ausgedrückt: `Tun, was der Tag verlangt!´“

 

 

Einkauf der Lebensmittel
Familien sind oft kinderreich
Gemeinsamer Topf
Keine Arbeit - leere Teller
Helfende Hände
Es köchelt am offenen Feuer
Der Topf soll nicht leer bleiben
Das Militär hilft mit

 

12.05.2020

 

 

Aktualisierung 29.05.2020:

 

In Rurrenabaque läuft die Aktion "Gemeinsamer Topf" inzwischen auf Hochtouren.

Nun wurden auch mit dem Boot entlegene Dörfer entlang des Rio Beni besucht. Die Schwestern waren zusammen mit einigen Helfern unterwegs und konnten überdies einen Arzt gewinnen, sie zu begleiten.

 

 

Das Militär hilft mit
Helfer mit den Hilfsgütern
In einem Dorf am Rio Beni
Mit dabei ein Arzt
Das Militär hilft mit
Beim Beladen der Boote

 

 

Euro 30,00 werden bei der Initiative „Gemeinsamer Topf“ benötigt, um einen Menschen einen Monat lang mit lebensnotwendigen Mahlzeiten zu versorgen.

 

Video in spanischer Sprache

 

 

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(ar) 10.07..2020

 

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