Saturday 14. December 2019

„Helft mir danken für alles Gute, das Gott durch mich tun konnte“

P. Alfred Spießberger OFM verstarb am 12. November 2019 in Santa Cruz, Bolivien

Santa Cruz trauert um P. Spießberger, den Gründer der `Kinderdörfer Padre Alfredo´.

Die Zeugnisse seiner Selbstlosigkeit und Liebe, die er während seiner jahrelangen Dienstzeit gab, sind unzählbar, sagen seine Mitarbeiter/innen unisono.


Sein Leben hat sich vollendet, sein Werk der Kinderdörfer bleibt bestehen.

 

Beerdigt wird P. Alfred auf dem Generalfriedhof im Franziskanermausoleum in Santa Cruz.

 

 

Nachruf der Franziskanerprovinz Austria (download)

 

Nachruf der Erzdiözese Santa Cruz

 

Als Kinderdorfvater wird Padre Alfredo in Erinnerung bleiben

 

 

Nachruf in der Regionalzeitung von Santa Cruz El Deber

 

Santa Cruz trauert um Pater Alfredo, einen Missionar, der die Waisenkinder beschützte.

Johann Spiessberger ist gestern im Schlaf eines natürlichen Todes gestorben. Er war 82 Jahre alt, er war der Gründer der "Kinderdörfer Padre Alfredo", seine Werke wurden hauptsächlich in Santa Cruz und San José gebaut, wo seine sterblichen Überreste ruhen werden.

 

Es ist ein Christ von uns gegangen, der in Santa Cruz ein Werk gepflanzt hat, das Hunderte von Kindern vor Verlassenheit und Armut bewahrte. Das ist das Bild, das denen eingeprägt bleibt, die Johann Spiessberger (* in Alt Münster, Österreich, 27. März 1937) kennenlernen durften, besser bekannt als Pater Alfredo, der gestern am Morgen eines natürlichen Todes gestorben ist, während er geschlafen hat und im Kinderdorf der Hauptstadt Santa Cruz betreut wurde, das seinen priesterlichen (sic! Gemeint: Ordens-) Namen trägt.

 

Nach der Bestätigung seines Todes im Spital Caja Petrolera de Salud Guaracachi kamen die Leute, die Teil seines Vermächtnisses waren, in die Kapelle des Kinderdorfs (ein Areal von 11 Einfamilienhäusern, in denen 120 Kinder untergebracht sind), wo seine sterblichen Überreste aufgebahrt wurden. Sie weinten und hingen jeder Erinnerung nach, die Pater Alfredo seit seiner Ankunft in Bolivien im Jahr 1965 hinterlassen hat.

In diesem Jahr bestieg er ein Schiff mit 1.000 Passagieren und überquerte den Atlantik. Er betrat den Kontinent durch Argentinien. Zusammen mit einem anderen Missionar traf er in Santa Cruz de la Sierra ein und reiste am 29. Juni nach San José de Chiquitos. Er begann an Türen zu klopfen, um Kindern auf unterschiedliche Weise Schutz zu geben.

„Ich war sieben Jahre alt, als ich ihn traf. In einem Bereich der Kirche, „Jugendecke“ genannt, verteilte er Hafer. Es war eine seiner Arten, Gutes zu tun während er ein Kinderdorf in San José baute. Dieser Ort begann mit drei Häusern und neun Kindern. Das war meine erste Verbindung zu Pater Alfredo “, erinnert sich Martha Fernández.

Jahre später, als sie erwachsen war, wurde Fernández eine der Mütter des Kinderdorfes in Santa Cruz, ein weiteres Werk, das durch einen Kindergarten, eine Schule, eine gr. Turnhalle, ein Zentrum für alleinerziehende Mütter, eine Residenz für Burschen und eine Schreinerei und eine Bäckerei ergänzt wird. Der Ordensmann war der Schutz von mehr als 1.000 Kindern.

So behalten sie ihn in Erinnerung

„Pater Alfredo war ein Mann, der den Mut hatte, seine europäische Heimat zu verlassen, um uns das Wort Gottes zu bringen, und mit den Kinderdörfern, die er gründete, gelang es ihm, Hunderte von Kindern vor Elend und Drogen zu bewahren. Seine Arbeit im Dienste der Obdachlosen/Schutzlosen ist monumental. In den 70er Jahren war er sogar in sehr schwierigen Zeiten Bürgermeister in San José“, sagt der Journalist Oswaldo Ramos, eines seiner geistigen Kinder.

Die Taten dieses Franziskaners spiegelten sich auch in anderen Bereichen wider. Lola Balta, eine ihrer Mitarbeiterinnen, weist darauf hin, dass die Zeugnisse seiner Selbstlosigkeit und Liebe, die er während seiner jahrelangen Dienstzeit gab, unzählbar sind.
"Pater Alfredo predigte durch seine Werke", sagt sie. Zum Beispiel seine Beiträge als Mentor für die Kirche María Reina de la Paz im Stadtteil Guaracachi, die Zeiten, als er Lebensmitteln im Hospiz (= Kloster) San Francisco verteilte, die Begleitung und Leitung des Gymnasiums „Seminario“ von San Ignacio oder der Moment, als er sich seiner Kleidung beraubte, um einen Obdachlosen zu schützen.

Die Schwester von Pater Alfredo, Maria Pesendorfer, sagte, der letzte Wille des Ordensmannes bestehe darin, in dem Land auszuruhen, in dem er als Missionar aufgenommen wurde. Seine sterblichen Überreste werden heute um 6:00 Uhr nach San José gebracht.

Der Totenwache und die Beerdigung werden in der Kirche zum göttlichen Kind stattfinden, einem weiteren Werk, das er erbaut hat. In Erinnerung bleibt auch ein anderer Wunsch: dass die Menschen die Kinder ihres Kinderdorfes nicht im Stich lassen und ihnen helfen.

 

(Übersetzung v. P. Andreas Holl OFM, ehem. Missionar in Bolivien und Beirat der Missionsstelle)
 

 

Der Verstorbene wurde in der Kinderdorfkapelle verabschiedet, Totenwache und Requiem fanden im Konvent San Francisco in Santa Cruz de la Sierra statt.

 

 

Requiem in San Francisco
Verabschiedung in der Kinderdorfkapelle

 

 

 

 

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(ar) 14.11.2019

 

    

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