Thursday 4. March 2021
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    Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung und Betriebsseelsorge

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Die Situation ist schon sehr „zach“!

Lehrberuf "Fitnessbetreuer*in" – ein Interview mit Selvi Kobler über ihre derzeitige Arbeitssituation.

Anna Bräuer

Seit 2 Jahren macht Selvi eine Lehre im Fitnessstudio City Fit in Rohrbach-Berg.

Der Arbeitsalltag einer Fitnessbetreuerin ist in „normalen“ Zeiten sehr vielseitig. Die Aufgaben erstrecken sich von der Betreuung und Beratung von Kunden, damit diese ihre gewünschten Ziele erreichen, bis zum Erstellen von personalisierten Trainingsplänen. Im Fitnessstudio ist Selvi für das Zubereiten von Eiweiß-Shakes und den gesamten Infopoint zuständig, wo sie auch Anlaufstelle für die Anliegen von Kunden und die Verwaltung von Terminen ist. Darüber hinaus werden im Fitnessstudio regelmäßige Erfolgschecks mit den Kundinnen und Kunden durchgeführt, um ihre Fortschritte bestmöglich mitverfolgen zu können. Natürlich gehört das Anpassen der Trainingspläne zum umfangreichen Kundenservice.

 

Die Arbeit macht ihr sehr viel Spaß, denn sie ist durch und durch eine Sportskanone und hat Freude daran, ihre Begeisterung mit anderen zu teilen und sie damit anzustecken. Das Motivieren und Unterstützen der Kund*innen ist ihr ein großes Anliegen und es ist schön zu sehen, wenn jemand seine bzw. ihre Ziele erreicht.

 

Leider sind viele dieser genannten Tätigkeiten seit Corona nicht mehr in gewohnter Weise möglich. Vor allem der Kundenkontakt ist sehr eingeschränkt. Aber wie in jeder anderen Branche wurden auch hier kreative Lösungswege gesucht und gefunden. Das Fitnessstudio bietet nun vermehrt Online-Home-Workouts via MS Teams an. Die Kunden können sich für die Home-Workouts einen Link im Onlineshop des City Fits kaufen und so an den Online-Kursen teilnehmen. Seit Jänner ist auch Selvi wieder für einige Online-Kurse zuständig. Full Body Trainings, HIIT Trainings, Bauchattake sind ihre derzeitigen Angebote für die Kunden und Kundinnen des City Fits Rohrbach. Denn das ist derzeit die einzige Möglichkeit mit den Kund*innen in Kontakt zu bleiben und sie bestmöglich zu betreuen.

Selvi hält fest: „Wir sind bemüht, das Beste aus der derzeitigen Situation zu machen, um so gut wie möglich für unsere Kunden und Kundinnen da zu sein.“

 

Selvi KoblerLeider musste sie bis jetzt einen großen Teil ihrer Lehrzeit in Kurzarbeit verbringen. Im Februar 2020 startete sie mit der 1. Klasse Berufsschule. Die erste Hälfte konnte sie noch im Präsenzunterricht absolvieren, dann ging es für die restlichen 5 Wochen nach Hause vor den Computer. Genau so war es in der 2. Klasse Berufsschule, die sie von September bis November absolvierte. Selvi bedauert, dass sie in der Schule nur wenige bis keine Online-Konferenzen haben, sondern meist nur Arbeitsaufträge erhalten, die sie dann Zuhause selbstständig und alleine erledigen müssen. Das einzig Gute ist, dass es nur einen Turnus für Fitnessbetreuer*innen gibt und man so wenigstens die Schulkolleg*innen aus der 1. Klasse schon kennt. Zwischen den Berufsschulzeiten war sie immer in Kurzarbeit.

 

Ein Lichtblick und willkommene Abwechslung in diesen herausfordernden Zeiten ist ihre Familie. Vor allem die zwei Pflegegeschwister mit 2 und 4 Jahren sorgen für ausreichend Unterhaltung und halten die aufkommende Langeweile in Grenzen. Selvi hat insgesamt 7 Geschwister, 3 ältere und 4 jüngere. In so einer Großfamilie ist immer viel los.

Die gewonnene Zeit hat sie gut genutzt um Dinge zu erledigen, für die man sich sonst wenig Zeit nimmt, z.B. ihr Zimmer neu zu gestalten. In ihrer Freizeit treibt die junge Fitnessbetreuerin gerne Sport, darunter z.B. Paartanz. Leider ist auch dies gerade nicht möglich. Bis vor kurzem nahm sie auch Thai Box-Unterricht.

 

Die Situation, meint Selvi, ist schon sehr ‚zach‘. „Aber wir können leider alle nichts daran ändern, außer uns an die Maßnahmen halten und auf ein baldiges Ende der Corona-Krise zu hoffen“. Ihr ist es wichtig, in die Zukunft zu schauen und nicht in der Vergangenheit hängen zu bleiben.

 

Am Ende unseres Interviews äußerte sie noch den Wunsch, sobald wie möglich wieder einen normalen Alltag genießen zu können: Ausflüge ins Hallenbad oder Kino machen zu können, ohne Bedenken shoppen gehen zu können oder im Restaurant zu essen usw. Den Abschlußsatz von Selvi möchte ich noch hervorheben, er gilt wohl für den Großteil der Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen: „Natürlich wünschen wir uns auch, bald wieder fortgehen zu können, denn man ist ja im Leben nur einmal jung!“

 

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