Montag 17. Dezember 2018

Die Zukunft der Spiritualität

Die Gallneukirchner „Plattform Zukunft“ (DiAK, KBW, EBW und KAB) lud am 6. Dezember 2017 zu einem Informations- und Diskussionsabend mit Katharina Ceming zum Thema „Die Zukunft der Spiritualität“ ins Pfarrzentrum St. Gallus ein.

Katharina Ceming, Doktorin der Theologie und Philosophie, sprach in ihrem Input von zwei Formen der Spiritualität: der traditionell religiösen und der säkularen Spiritualität. Während die religiöse Spiritualität von einer guten Begegnung mit sich und einer Transzendenz, etwas Größerem ausgeht, bleibt die säkulare Spiritualität bei sich selbst und dem Erleben der Umwelt.
Das Ziel beider Ausprägungen ist ein Öffnen für die Welt. Sich zu wandeln, indem man seine Tiefen im Positiven, aber auch seine Schatten kennenlernt und annimmt. Damit besteht die Chance, zu einem „besseren“ Menschen zu werden.


Verbindung ins Heute
Die religiöse Spiritualität findet man oft in Gemeinschaften mit kirchlichem Bezug. Die meist alten Traditionen und Rituale können verstören in unserer Moderne. Daher ist es notwendig zu sehen, aus welcher Zeit stammen diese Traditionen aus aller Herren Länder. Eine Verbindung ins Jetzt und Hier ist eine wichtige Maßnahme, um sie zu verstehen und neu mit Inhalt füllen zu können. Gottesbilder sind geprägt von den Menschen, die in der jeweiligen Zeit gelebt haben. 
Die Schattenseiten bilden sicherlich die Hierarchie in kirchlichen Institutionen, die enge Verstrickung zwischen Lehrer und Schülern, die Macht, Manipulation, Abhängigkeiten und Missbrauch in vielerlei Hinsicht hervorbringen können. Religiöse Spiritualität sollte sich nicht nur bei der Suche im eigenen Raum hängen bleiben, sondern mit dem Außen zu tun haben. In der Haltung zur Welt wird der Geist wirksam. Das Leben in der Welt ist Teil der Spiritualität.


Spiritualität ohne Transzendenz
Die säkulare Spiritualität hat kein Interesse an religiösen Fragen, kein Interesse an Transzendenz. Sie verzichtet auf Tradition, greift aber auf die Übungen der Suche nach sich selbst zurück. Es geht darum, sich etwas Gutes zu tun und auch offen zu werden für die Welt. Felder sind Orte, die für Spiritualität nicht üblich sind, wie z.B. Unternehmen oder Tourismus. Es tut uns gut, es bereichert unser Leben, sich mit einem selbst auseinander zu setzen. In unserer Zeit des Stresses, des unglaublichen Tempos tut es uns gut, inne zu halten, zu entschleunigen. Es sind in diesem Fall keine Inhalte gefragt. Es geht darum etwas zu tun, damit das Leben besser gelingt. Die Gefahr dabei besteht, dass man sich zurückzieht, um fitter ins Hamsterrad zurückkehren zu können.
Für die Kirchen und Religion in unseren Breiten zeichnet die Vortragende ein eher düsteres Bild, weil die Traditionen, die religiösen Inhalte nicht mehr weitergegeben oder nicht mehr angenommen werden.

Sie schafft aber den Spagat, die beiden Ausformungen der Spiritualität wertungsfrei zu vergleichen. 
Im Anschluss gab es für die 80 TeilnehmerInnen Gelegenheit, mit der Katharina Ceming zu diskutieren und sich Bücher signieren zu lassen. 

 

Christian Leonfellner / Fotoquelle: rk Pfarre Gallneukirchen

 

                    Die Zukunft der Spiritualität

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