Friday 27. November 2020
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    Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung und Betriebsseelsorge

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29. Februar: "Santa Precaria" ­– Beschützerin aller prekär Beschäftigten

FAIR statt PREKÄR ­– Alle haben ein Recht auf GUTE ARBEIT

Wir beobachten eine stetige Veränderung des österreichischen Arbeitsmarktes: Unsichere, a-typische Beschäftigungsformen nehmen kontinuierlich zu und führen mehr und mehr Menschen in prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse. Prekär bedeutet: schwierig, unangenehm, misslich, unsicher ... 

Bereits 2008 wurde daher in Österreich die "Santa Precaria" mit ihrem Gedenktag am 29. Februar ins Leben gerufen. Sie ist zu verstehen als symbolische Schutzpatronin für all jene Frauen und Männer, die unter prekären Arbeitsbedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.

Die moderne Symbolfigur "Santa Precaria" steht für WIDERSTAND gegen die menschenfeindlichen Strukturen der Wirtschaft, für den GLAUBEN, dass positive Veränderungen möglich sind und für den MUT, gute Arbeitsbedingungen für alle Menschen einzufordern.

 

A-typisch ist schon normal

Rund ein Drittel aller Beschäftigten in Österreich arbeitet inzwischen in a-typischen Beschäftigungsformen, von den erwerbstätigen Frauen sogar mehr als die Hälfte. Im Durchschnitt werden a-typisch Beschäftigte um 25 Prozent schlechter bezahlt und viele von ihnen sind auch rechtlich schlechter gestellt als Beschäftigte, die unbefristet in Vollzeit arbeiten. Rund 300.000 Beschäftigte gelten als „working poor“, als arm trotz Arbeit.

A-typische Beschäftigungsformen haben in den letzten Jahren österreichweit stark zugenommen, z. B. Teilzeit um etwa 100 Prozent von 2000 bis 2018:

Teilzeit 2000: 603.700 16,4% der Erwerbstätigen 4% bei Männern 32,3% bei Frauen
Teilzeit 2018: 1.217.200 28,2% der Erwerbstätigen 11,2% bei Männern 47,5% bei Frauen

Auch bei Leiharbeit und den Neuen Selbstständigen gibt es Steigerungen jenseits der 100 Prozent. (Quelle: Statistik Austria)


A-typische Beschäftigungsformen können, müssen aber nicht prekär sein. Prekarität ist nicht messbar, sie ist vielmehr die Summe verschiedener Faktoren:

 

Kennzeichen prekärer Arbeit

  • Flexibilisierung auf Kosten der Freizeit
  • Niedriges, nicht kontinuierliches Einkommen
  • Unkalkulierbare Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • Ungenügender sozial- und arbeitsrechtlicher Schutz
  • Mangelnde Einbindung und Mitbestimmungsmöglichkeiten 

Je nach Art der a-typischen Beschäftigungsform (Leih- und Zeitarbeit, Teilzeit, Praktikum, Freies Dienstverhältnis …) können diese Faktoren in unterschiedlicher Ausprägung vorliegen und haben negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage, die familiäre Situation, die soziale Sicherheit, die Gesundheit und längerfristig auf Familiengründung und Alterssicherung der a-typisch Beschäftigten.

 
Sowohl Gewerkschaft als auch KAB & Betriebsseelsorge sehen dringend die Notwendigkeit, der Ausweitung prekärer Beschäftigungsformen entgegen zu treten!

 

Forderungen gegen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen

  • Eine solide soziale Absicherung
  • Lebenssichernde Einkommen & Honorare
  • Das Recht auf Weiterbildung
  • Das Recht auf Mitbestimmung
  • Das Recht auf Lebensperspektive
  • Das Recht auf Planungssicherheit
  • Die Koppelung der Vergabe öffentlicher Gelder für Firmen an die Einhaltung kollektivvertraglicher Mindeststandards

'Santa Precaria' in der AK Linz, Februar 2020

Zwischen 21. und 28. 2. 2020 steht die „Santa Precaria“ im Foyer der Arbeiterkammer Linz, um auf die Problematik prekärer Beschäftigungen aufmerksam zu machen.

 

Flyer - Informationen zu " Santa Precaria" kompakt zusammengefasst.

Mobbingtelefon der Betriebsseelsorge OÖ
www.mobbingtelefon.at
Solidaritätsfonds der KAB/KAJ

Solidarität weltweit - Solidaritätsfonds

Solidarität für eine gerechtere Welt

Der Solidaritätsfonds ist eine Einrichtung der KAB und KAJ Oberösterreich. Wir treten ein für den Aufbau einer menschenwürdigen, gerechten Gesellschaft und stehen für ein gesellschaftspolitisches Engagement auf christlichem Hintergrund.

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Telefon: 0732/7610-3641
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