Friday 27. November 2020
  • mensch & arbeit

    Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung und Betriebsseelsorge

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Pastorales Handeln in der Welt der Arbeit

Abschluss und Zertifikatsverleihung des ersten „hingehen“-Ausbildungskurses

8 Frauen und 6 Männer aus vier Diözesen absolvierten zwischen November 2017 und Juni 2019 diesen ersten Ausbildungskurs für Seelsorge & christliches Engagement in der Arbeitswelt. Am 13. Juni 2019 präsentierten die TeilnehmerInnen im Linzer Cardijn Haus ihre Lernerfahrungen und konnten ihr Zertifikat entgegennehmen.

Wie kann Pastoral in der Arbeitswelt – durch Betriebsseelsorge, KAB, auch Pfarren – in einer sich rasant verändernden Welt wirksam werden? Die aktuellen Herausforderungen sind andere als vor 50 oder auch 20 Jahren und es gab seit Jahren in Österreich keine adäquate Ausbildung mehr für Seelsorge und Christliches Engagement in der Arbeitswelt. So konzipierten die BetriebsseelsorgerInnen Michaela Pröstler-Zopf (OÖ) und Karl A. Immervoll (NÖ) einen neuen, berufsbegleitenden Lehrgang, in Trägerschaft des Cardijnverein und in Kooperation mit KABÖ, ksoe und Betriebsseelsorge Österreich.

 

Fokus auf „Hinausgehen“

18 Monate lang vermittelte der Kurs Werkzeuge und Kenntnisse für Begegnung in der Welt der Arbeit, immer in klarer Option für Benachteiligte. Dazu gehörte das Wissen über Entwicklungen in der Gesellschaft und deren Auswirkung auf die Menschen. Weiters wurde auf der Grundlage der Soziallehre der Kirche gemeinsam eine heutige Theologie der Arbeit und deren Anwendung im pastoralen Handeln entwickelt. Der überwiegende Teil passierte in Praxis und deren Reflexion, dazu kamen Workshops und Vorträge. Neben den sachlichen Themen ging es auch um Persönlichkeitsbildung. Die TeilnehmerInnen dieses ersten Lehrgangs erlebten die Ausbildung als bereichernd und stützend in der Findung ihres Weges. Neben Theorie und Praktika waren für sie das Voneinander-Lernen in aller Unterschiedlichkeit der Ansatzpunkte, das Einüben von Haltung im Berufsfeld und die Frage: „Wer bin ich da?!“ wichtig. Ein Teilnehmer aus Oberösterreich erzählt dazu: „Einmal haben wir mit verschiedenen Rollenkarten gearbeitet, Eröffner_in, Querdenker_in, Zuhörer_in, Dranbleiber_in usw., insgesamt etwa 50 Möglichkeiten. Das hat mir sehr geholfen, mein Hineingehen in Arbeitssituationen und Begegnungen zu reflektieren und in die zu mir passende Rolle und Haltung zu finden.“

Durch die Ausbildung fühlen sich die Frauen und Männer gut gerüstet für ihre Arbeit in den jeweiligen Feldern der Pastoral und auch gestärkt und ermächtig, spezifische ArbeitnehmerInnen-Pastoral anzubieten.

 

Ausbildung, die weiterwirkt

Im Rahmen der Zertifikatsverleihung drückten VertreterInnen der entsendenden Diözesen ihre Freude über die Inspirationen aus, die der Ausbildungslehrgang bei den Teilnehmenden ausgelöst hat und es gibt auch diözesane Erwartungen und Wünsche, wie sich die Lernerfahrungen nachhaltig in der Arbeit der jeweiligen Diözese auswirken mögen.

Veronika Prüller-Jagenteufel (Wien) betonte im Hinblick auf die geleisteten Praktika: „Es hat mich beeindruckt, wie stark die Praxiszeit der Ausbildung nachwirkt. Wie ein Adrenalinschub, der gleichzeitig ein Realitätsschub ist.“

 

Beppo Mautner (Salzburg) sieht den Zusammenhang der ArbeitnehmerInnenpastoral mit der ‚Option für die Armen‘: „Es bedarf der Gerechtigkeit und der Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Die politische Partizipation gehört auch in der Kirche eingefordert.“

 

Hans Wimmer (St. Pölten) spricht den exemplarischen Charakter von ArbeitnehmerInnenpastoral an: „Erfolgsgarantie für Seelsorge? – Auch Jesus war sehr punktuell unterwegs – quasi ein homöopathischer Zugang statt eines Breitbandantibiotikums. Deshalb ist auch die Betriebsseelsorge punktuell in der Begegnung mit Menschen unterwegs und der Ruf der Kirche verbreitet sich hoffentlich damit.“

 

Edeltraud Addy-Papelitzky (Linz) betont die Wichtigkeit des Hingehens zu den Menschen um mit ihnen unterwegs zu sein: „Mit Blick in die Zukunft geht es darum, dass TheologInnen alle sind, die mit andern über Gott zum Reden kommen. Es geht darum, mit ihnen auf den Spuren Gottes suchend zu sein – und nicht wissend!“

 

Der nächste „hingehen“-Ausbildungslehrgang startet im November 2019.

Informationen bei der Kursleitung oder unter www.mensch-arbeit.at/hingehen
Die Anmeldung ist bis Ende September 2019 möglich.

 

Abschluss "hingehen"-Ausbildungslehrgang am 13.6.2019 im Linzer Cardijn Haus
Zertifikatsverleihung
Absolventinnen und Kursleitung hingehen 2017-2019
Der "rote Faden" begleitete die Absolventinnen durch den gesamten Kurs
Die AbsolventInnen aus OÖ mit der Kursleitung und Edeltraud Addy-Papelitzky

 

AbsolventInnen des ersten „hingehen“-Ausbildungskurses 2017 - 2019

Christian Haslauer, Katharina Karl, Christine Plank, Kathrin Riedel, Franz Sedlmayer (Diözese St. Pölten)

Anna Bräuer, Viktoria Habenschuß, Cornelia Kienberger, Martin Loishandl, René Prinz-Toifl, Ursula Putz, Stefan Robbrecht-Roller (Diözese Linz)

Verena Mandl (Diözese Salzburg)

Markus Pories (Diözese Wien)

 

 

 

 

Mobbingtelefon der Betriebsseelsorge OÖ
www.mobbingtelefon.at
Solidaritätsfonds der KAB/KAJ

Solidarität weltweit - Solidaritätsfonds

Solidarität für eine gerechtere Welt

Der Solidaritätsfonds ist eine Einrichtung der KAB und KAJ Oberösterreich. Wir treten ein für den Aufbau einer menschenwürdigen, gerechten Gesellschaft und stehen für ein gesellschaftspolitisches Engagement auf christlichem Hintergrund.

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