Mittwoch 17. Oktober 2018
  • mensch & arbeit

    Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung und Betriebsseelsorge

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Ist Urlaub mehr als bloß Erholung?

An den Urlaub werden unterschiedlichste Erwartungen gestellt: Erholung, Ruhe, Zeit für Hobbies, Abenteuer, Exotik, das Kennenlernen neuer Orte und Kulturen oder im Gegenteil, die jährliche Rückkehr an einen Ort, an dem man sich wie zuhause fühlt, sowie das Auffrischen und Knüpfen von Beziehungen.

Doch jede/jeder möchte das Beste aus dieser Zeit machen, bevor er oder sie wieder in den Alltag zurückkehrt. Eine gelungene Auszeit soll die Sehnsucht nach Abstand und nach der perfekten Erholung erfüllen. Kann das gelingen und wenn ja, gibt es darüber hinaus vielleicht Gelegenheit, das „Hamsterrad“ der Arbeit einmal grundsätzlich zu überdenken?

 

Zeit für Reflexion

Ist Urlaub mehr als bloß Erholung?Seit einigen Jahren schon geht der Trend von einer längeren Auszeit (Stichwort Sommerfrische) hin zu mehreren Kurzurlauben. Wer dennoch Gelegenheit findet, die Seele baumeln zu lassen, ob in drei Wochen oder an den verlängerten Wochenenden, kann sich meistens intensiver mit seinem Leben auseinandersetzen, als es normalerweise im Alltag der Fall wäre. Die Beziehungen können unter die Lupe genommen werden, die täglichen Gewohnheiten, die Arbeit und das, was einen glücklich macht. Oder glücklich machen könnte.

 

Was etwa macht für mich gute Arbeit aus?

Kann meine Arbeit Lebenssinn stiften? Oder dient sie mir eher nur zum Lebensunterhalt? Was wäre z. B., wenn ich gleich montags den vor mir liegenden Aufgaben zuversichtlich entgegenblicken würde, anstatt innerlich dem Sonntag hinterher zu trauern? Freue ich mich darauf, liebe KollegenInnen wiederzusehen? Oder gibt es jemanden, der oder die öfters Anlass zum Ärgern gibt? Was kann ich dagegen tun und inwiefern kann ich selbst zu einem guten Miteinander beitragen?

Welche Bedingungen müssten für mich und die anderen erfüllt sein, damit die Arbeit Freude macht? Wie steht es mit dem Arbeitsweg, bin ich alleine unterwegs, muss ich früh aus den Federn – überlege ich ernsthaft, etwas daran zu ändern? Ist meine Arbeit manchmal mühselig oder kann ich selbst der fadesten Routinetätigkeit noch etwas abgewinnen? Bin ich gern in dem Unternehmen oder fühle ich mich manchmal am falschen Platz?

Mit etwas Abstand kann ich mir auch tiefergehende Fragen stellen: Ist es das, was ich mir für mich einmal erträumt hatte, bin ich in meinem Element? Spüre ich trotzdem den Druck, immer mehr leisten zu müssen in immer kürzerer Zeit? Muss ich mir Sorgen machen, dass meine Stelle in absehbarer Zeit abgebaut werden könnte? Überhaupt: Wird mir die Digitalisierung die Arbeit erleichtern oder wird sie mich eines Tages ersetzen? Wäre es gescheit, mich fortzubilden? ... Wie die Arbeitswelt zukünftig aussehen wird, ist nicht leicht vorherzusagen.

Für die Lebenszufriedenheit lohnt es sich aber, wenigstens diejenigen Dinge zu verändern, die in der eigenen Hand liegen. Die Urlaubszeit könnte dazu den Anstoß geben, wenn wir uns nur die Zeit nehmen, unser (Arbeits)leben zu überdenken und anfangen, Träume in die Tat umzusetzen.

Katharina Kaar


Der Text ist ein Auszug aus dem gleichnamigen Artikel in INFORMATION-DISKUSSION "Arbeits*Träume - Visionen von guter Arbeit", Ausgabe 304, Juli 2018

Mobbingtelefon der Betriebsseelsorge OÖ

Mobbingtelefon

Sie fühlen sich an Ihrem Arbeitsplatz schikaniert ???

Bis zu 300.000 Menschen in Österreich sind an ihrem Arbeitsplatz von Mobbing betroffen. Wer von Mobbing betroffen ist, braucht Hilfe!

Solidaritätsfonds der KAB/KAJ

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Der Solidaritätsfonds ist eine Einrichtung der KAB und KAJ Oberösterreich. Wir treten ein für den Aufbau einer menschenwürdigen, gerechten Gesellschaft und stehen für ein gesellschaftspolitisches Engagement auf christlichem Hintergrund.

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