Mittwoch 13. Dezember 2017

Kleine „Steinmetz-Lehrlinge“ verewigten sich im neuen Altar des Mariendoms

Steinmetzmeister Gerhard Fraundorfer mit seinen kleinen GehilfInnen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.

Als „Steinmetze auf Probe“ durften sich Kinder aus der Linzer Dompfarre versuchen: Unter der fachkundigen Anleitung von Domhüttenmeister Gerhard Fraundorfer halfen sie beim Einmeißeln des letzten von fünf Kreuzen in den neuen Altar, der am 8. Dezember 2017 feierlich geweiht wird.

Im Mariendom finden die letzten Arbeiten im Zuge der Innenraum-Neugestaltung statt. Der Bereich der Vierung, in dem die neue Altarinsel errichtet wurde, ist BesucherInnen daher noch nicht zugänglich – normalerweise. Am Sonntag, 19. November 2017 machte Dompfarrer Maximilian Strasser für die kleinen und großen BesucherInnen des Familiengottesdienstes eine Ausnahme. Nach der Messe in der Kirche der Kreuzschwestern versammelten sich etwa 20 Kinder und ihre Eltern im hinteren Bereich des Mariendoms. Dompfarrer Strasser öffnete die Absperrung und führte die Gruppe in die Vierung des Doms zur Altarinsel, wo schon Steinmetzmeister und Domhüttenmeister Gerhard Fraundorfer wartete. Bevor der neue Altar, ein Monolith aus Jura-Kalkstein und etwa 7 Tonnen schwer, am 8. Dezember 2017 um 10.00 Uhr beim Festgottesdienst von Bischof Manfred Scheuer feierlich geweiht wird, sind noch fünf Kreuze einzumeißeln, die an jedem Altar zu finden sind. Sie stehen für die fünf Wundmale Christi und sein Leiden am Kreuz.


Vier Kreuze hat der Meister selbst bereits eingearbeitet, beim fünften durften nun die Kinder der Dompfarre mithelfen. Die Idee dazu kam von Dompfarrer Maximilian Strasser, dem es ein Anliegen war, die Kinder einzubinden: „Die Kinder sollen nachher sagen können: Ich war dabei, ich habe etwas beitragen können“, so Strasser, dem es wichtig ist, für die Kinder den neu gestalteten Feierraum spürbar zu machen.

 

Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.
Kleine Steinmetz-Gehilfen beim Einmeißeln des Kreuzes in den neuen Altar.

© Diözese Linz / Krenn


Die Begeisterung bei den Kindern war groß, alle wollten das Meißeln ausprobieren. Bei aller Freude und Aufregung herrschte eine gespannte und konzentrierte Stille – alle Beteiligten spürten das Besondere dieses Moments. Mitten im dunklen Dom, das auf dem Stein vorgezeichnete Kreuz nur von einer Tischlampen-Konstruktion beleuchtet, konnten sich die Kinder im neuen Altar „verewigen“. Manche konnten gar nicht genug bekommen. „Darf ich noch einmal?“, wurde der Steinmetz mehrmals gefragt, als alle einmal drangekommen waren. „Aber sicher! Alles, was du machst, muss ich nicht machen“, freute sich Fraundorfer über jede Unterstützung. Eine Getränkekiste diente als Podest, damit die „Steinmetz-Lehrlinge“ auch in der richtigen Höhe arbeiten konnten. Behutsam führte Fraundorfer die kleinen Hände, die sehr ehrfürchtig mit Hammer und Meißel umgingen. Auch einige Erwachsene bearbeiteten mit großem Respekt den Stein, stellten sich aber bei weitem nicht immer so geschickt an wie die Kinder. „Mama, du machst das falsch“, kam auch postwendend die Belehrung durch die kleinen „Profis“.

 

Ines Schaupp-Steinhäusl beim Meißeln
Erika Kirchweger mit Hammer und Meißel.
Ein begeisterter "Steinmetz-Lehrling"

© Diözese Linz / Krenn


Auch Dompfarrer Strasser ließ sich nicht lange bitten und leistete seinen handwerklichen Beitrag zum fünften Kreuz, während Dombaumeister Architekt Wolfgang Schaffer lieber „weiterhin in der Dombauhütte übt“, wie er schmunzelnd meinte. Steinmetzmeister Fraundorfer vollendete schließlich das Werk: In den Altar sind nun alle fünf Kreuze eingemeißelt. Nun wird der Steinquader wieder sicher verpackt – bis zum großen Fest am 8. Dezember.

 

Auch Dompfarrer Maximilian Strasser verewigte sich im Altar.
Steinmetzmeister Gerhard Fraundorfer vollendete das fünfte Kreuz.
Steinmetzmeister Gerhard Fraundorfer vollendete das fünfte Kreuz.
V. l.: Dompfarrer Maximilian Strasser, Domhüttenmeister Gerhard Fraundorfer und Dombaumeister Architekt Wolfgang Schaffer
V. l.: Dompfarrer Maximilian Strasser, Domhüttenmeister Gerhard Fraundorfer und Dombaumeister Architekt Wolfgang Schaffer

© Diözese Linz / Krenn


Das Programm rund um den 8. Dezember zum Nachlesen

 

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