Thursday 6. October 2022

Der stillere Advent am Linzer Domplatz

Advent am Dom / Mariendom Linz

ADVENT AM DOM

25. November bis 23. Dezember 2022

täglich außer Montag von 11.00 bis 20.00 Uhr

 

Von 25. November bis 23. Dezember 2022 lädt die Diözese Linz heuer erstmals zu einem Adventmarkt am Domplatz ein. Echtes Kunsthandwerk, ein hochwertiges kulinarisches Angebot und die beeindruckende Kulisse der größten Kirche Österreichs sind einige der Zutaten für eine wohltuende Auszeit im vorweihnachtlichen Trubel.

 

Advent ist die Zeit der Erwartung der Geburt Christi – diese Kernbotschaft der Vorweihnachtszeit soll bei Advent am Dom im Mittelpunkt stehen. Unter dem Motto „der stillere Advent am Linzer Domplatz“ wird den Besucherinnen und Besuchern dabei die Möglichkeit geboten, den Alltag hinter sich zu lassen, innezuhalten und die besondere Atmosphäre an einem der schönsten Plätze von Linz zu genießen. Mit spirituellen und pastoralen Impulsen und Aktionen, einem ansprechenden und abwechslungsreichen Rahmenprogramm für die ganze Familie und einer Vielfalt an hochwertigen Ausstellerinnen und Ausstellern sowie Produkten aus der Region bereichert Advent am Dom das vorweihnachtliche Angebot in Linz. „Eine moderne Hüttenarchitektur, stilvolle Beleuchtung, der Verzicht auf Dauerbeschallung und vor allem der Mariendom selbst als Mittelpunkt und Ruhepol des Marktes, aber auch als integrierter Bestandteil des Programms und der Adventbotschaft an sich – all das soll dazu beitragen, unseren neuen Adventmarkt zu etwas Besonderem für die Besucherinnen und Besucher zu machen.  Wenn es uns gelingt, dass die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „gestärkt“ nach Hause gehen, dann freut uns das“, so Mag.a Maria Gräf-Hieslmayr, Projektverantwortliche der Diözesanen Immobilien-Stiftung, die Advent am Dom veranstaltet.

 

Handgefertigtes und selten Gesehenes, Traditionelles und Zeitgemäßes

 

Qualität und Regionalität stehen bei Advent am Dom an erster Stelle. Glaskunst, Keramik- und Holzhandwerk, textile Unikate, Schmuck und Strickwaren, hochwertige Produkte wie Honig, Schokolade, Essig und Öl, Naturkosmetik, vieles davon in Bio-Qualität – das Angebot in den rund 25 Markthütten lädt die Besucherinnen und Besucher ein, Weihnachtsgeschenke einzukaufen oder sich auch selbst mit sorgsam gefertigten Produkten aus der Region zu verwöhnen. Dem Kerngedanken von Advent am Dom folgend gibt es auch liebevoll hergestellte und originelle Produkte aus sozialen Einrichtungen wie der Caritas oder Lebenshilfe Oberösterreich zu kaufen. So bieten ehemals obdachlose Männer vom Caritas Hartlauerhof Asten kunstvolle Krippen an. Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen, die bei invita Engelhartszell Unterstützung finden, bereichern das Angebot mit Tonwaren. Aus verschiedenen Ausbildungsprojekten für Jugendliche mit Beeinträchtigungen sind handwerkliche Produkte aus den Metall- und Nähwerkstätten im Sortiment. Weiters wird das neue Pius-Bräu, ein Bier, das in Kooperation mit der Privatbrauerei Max&Malz entstanden ist, zum Verkauf angeboten.  

 

Die Initiative Pro Mariendom ist mit einer Charity-Glögg-Hütte und dem Verkauf von domART-Produkten bei Advent am Dom vertreten. Der Reinerlös kommt dabei der Renovierung und Erhaltung des Gemäldefensters "Geburt Christi" zugute. Dieses muss im kommenden Jahr umfangreich restauriert werden.

 

Auch die kulinarischen Köstlichkeiten und Schmankerl werden ausschließlich von regionalen und lokalen Gastronomiepartnerinnen und -partnern angeboten und reichen von Klassikern wie Punsch und Bratwürsteln bis hin zu orientalischen Gerichten und hausgemachten Waffeln.

 

Der Qualitätsanspruch, den der neue Adventmarkt an sich selbst stellt, gefällt auch den Ausstellerinnen und Ausstellern. „Was mich als Ausstellerin bei Advent am Dom sofort angesprochen hat, ist, dass keine Standard-Handelswaren angeboten werden, sondern die Veranstalterin großen Wert auf selbstgefertigte Produkte und hochwertiges Kunsthandwerk legt. Auch das abwechslungsreiche Rahmenprogramm wird sicher viele Besucher anziehen“, hofft Karin Atzlesberger, die mit ihren textilen Lieblingsstücken am Markt vertreten sein wird. Helmut Tschautscher, pensionierter Pastoralassistent und Holz-Handwerker, legt großen Wert darauf, „dass meine Holzengel, die ich mit so großer Leidenschaft herstelle, auch in einem stilvollen und ansprechenden Umfeld präsentiert werden.“

 

„Da unsere Ausstellerinnen und Aussteller zum Teil wöchentlich wechseln, können die Besucherinnen und Besucher den Markt und sein Angebot immer wieder neu entdecken – öfter vorbeikommen zahlt sich also aus“, lädt Organisatorin Maria Gräf-Hieslmayr ein. „Das ermöglicht auch kleineren Ausstellerinnen und Ausstellern, die einen Markt nicht über ein Monat lang besetzen können, die Möglichkeit, ihre Produkte und Kunstwerke zu präsentieren“.

 

Abwechslungsreiches Programmangebot für die ganze Familie

 

Ein buntes und abwechslungsreiches Programm lädt Jung und Alt zum Verweilen bei Advent am Dom ein. Gleich am Eröffnungswochenende (25. und 26. November) bietet sich die Möglichkeit, beim gemeinsamen Adventkranzbinden mit Dompfarrer Maximilian Strasser kreativ in die Vorweihnachtszeit zu starten. Jeweils an den Samstagen und Sonntagen (14.00 bis 17.00 Uhr) findet in Kooperation mit der Katholischen Jungschar ein Programm für Kinder im und rund um den Mariendom statt. Die kleinen Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf Kreativstationen oder auch eine Rätselrallye freuen. Höhepunkt ist der Nikolausbesuch am 6. Dezember. An den vier Adventsonntagen können Familien und Kinder jeweils um 14.30 Uhr den Mariendom bei spannenden Kinderdom-Führungen mit allen Sinnen entdecken.

Ein Highlight für Kinder ist das Karussell der (Mariendom)Fundgegenstände. Ehemalige Schätze und vergessen geglaubte Alltagsgegenstände verwandeln sich durch behutsames Upcycling in ein drehendes Erlebnis, das rein durch Muskelkraft betrieben wird.

 

Beim EngelPhotoShooting können sich die Besucherinnen und Besucher mit Engelsflügeln fotografieren lassen und so bildlich zum Engel füreinander werden. Die Katholische Jugend lädt mit Lichtspuren im Dom ein, bei einer spannenden und kreativen Entdeckungsreise biblische und historische Lichtgestalten kennenzulernen.

 

Mit einer eigenen Hütte und täglich wechselnden Programmpunkten ist die Caritas Oberösterreich bei Advent am Dom vertreten. So gibt es beispielsweise am ersten Adventsonntag die Möglichkeit, das Help-Mobil zu besichtigen und einen Einblick in das Engagement für Obdachlose in Linz zu erhalten. Musikalisch präsentiert sich die Caritas mit dem inklusiven Ensemble „musica invita“, in welchem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam musizieren. Am 1. Dezember verschenken ehrenamtliche Caritas-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des mobilen Hospiz-Teams Sterne und erzählen von ihrer bewegenden Arbeit. Ein Höhepunkt ist die Feuer-Jonglage, wo Menschen mit Beeinträchtigung eine Feuerinterpretation der besonderen Art zeigen.

Für persönliche Gespräche stehen in der Hütte des Pastoralamts Linz Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telefonseelsorge zur Verfügung. Am Domplatz stimmen adventliche Impulse und Gedanken die Besucherinnen und Besucher auf Weihnachten ein. Mit den persönlichen Weihnachtswünschen der Menschen befüllt sich nach und nach der „Weihnachtswald der Herzenswünsche“ im Mariendom.

 

Der Mariendom als Mittelpunkt des Adventmarktes bleibt nicht nur Kulisse, sondern lädt als Ruhepol zum Innehalten ein. Bei spannenden Führungen können der Dom selbst und seine Kostbarkeiten erkundet und erlebt werden – sei es die neugotische Architektur, die prachtvollen Glasgemäldefenster oder die beeindruckende Innen- und Außengalerie.

 

Auch mit vielfältigen musikalischen Angeboten, sowohl am Domplatz als auch im Mariendom, können sich die Besucherinnen und Besucher bei Advent am Dom auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen. So präsentiert Domkapellmeister Andreas Peterl mit verschiedenen Ensembles an den vier Samstagen von 17.00 bis 17.45 Uhr vorweihnachtliche Musikstücke. Zu Orgeltönen, die zu Herzen gehen, laden Domorganist Wolfgang Kreuzhuber und Dommusikassistent Gerhard Raab an vier Adventsonntagen jeweils von 17.00 bis 17.30 Uhr ein.  

 

Das detaillierte und tagesaktuelle Programmangebot findet sich auf www.adventamdom.at sowie auf Facebook https://www.facebook.com/adventamdom/.

 

Adventkalender von der KUNST St. Pius

 

Die besondere inhaltliche Ausrichtung des neuen Adventmarktes wird auch in Form eines außergewöhnlichen Adventkalenders sichtbar gemacht. Fünf Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigung von der KUNST St. Pius am Caritas-Standort Peuerbach haben unter dem Titel „Stille – Warten – Ankunft“ 24 Bilder gemalt. Diese wurden vergrößert und auf 70 x 240 cm große, transparente Displays gedruckt. Dompfarrer Maximilian Strasser hat sich von den Bildern inspirieren lassen und sie mit Bibelzitaten versehen. Beginnend mit 1. Dezember wird täglich ein Kunstwerk auf einer Markthütte enthüllt und erleuchtet, sodass am 24. Dezember die Besucherinnen und Besucher der Weihnachtsgottesdienste durch das kunstvoll gestaltete Hüttendorf in den Mariendom gelangen.

 

Ein Teil der Bilder ist entstanden, nachdem der Dompfarrer in der KUNST St. Pius zu Besuch war und mit den Künstlerinnen und Künstlern über Geschichten aus der Bibel gesprochen hat. „Wir freuen uns, dass wir unsere Kunst präsentieren dürfen. Es ist für die Künstlerinnen und Künstler immer besonders berührend, wenn sie sehen, dass die Bilder in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Trotzdem war es eine gewisse Herausforderung, weil die Künstlerinnen und Künstler es nicht gewohnt sind, Auftragsarbeiten zu machen“, erzählt Caritas-Mitarbeiterin Theresia Klaffenböck, Leiterin der KUNST St. Pius. Gestaltet wurden die Bilder von Sabine Groß, Melanie Zuntner, Christian Mitterlehner, Franz Stadler und Andreas Kimberger.

 

Einzigartig: Krippe im Dom als virtuelles 3D-Erlebnis

 

Ein besonderes Erlebnis erwartet die Besucherinnen und Besucher in der Krypta des Mariendoms. Die 1913 fertiggestellte Krippe, ein Werk des Münchner Bildhauers und Künstlers Sebastian Osterrieder und mit acht Meter Länge und fünf Meter Tiefe eine der größten Krippenanlagen der Welt, wird erstmals virtuell erlebbar sein. Möglich wird das durch die in den vergangenen beiden Jahren realisierte Restaurierung der Krippe. Dabei wurden die farbgefassten Figuren und Stoffausstattungen, aber auch sämtliche Landschaftsaufbauten in mühevoller Handarbeit gereinigt, restauriert und ergänzt. Die drei großen Hintergrund-Leinwandbilder einer orientalischen Landschaft wurden ebenfalls restauriert.

 

Die Figuren sowie die gesamte Landschaftsarchitektur der Krippe wurden in Kooperation mit dem Ars Electronica Center Linz digitalisiert und die Weihnachtsgeschichte damit vor Ort in der Krypta des Mariendoms virtuell erlebbar gemacht. „Gerade in Oberösterreich spielen Krippen in Tradition und Brauchtum eine große Rolle“, so Dommeister Mag. Clemens Pichler. „Durch zeitgemäße Technologien haben unsere Besucherinnen und Besucher jetzt erstmals die Möglichkeit, auf eine ganz neue und außergewöhnliche Weise in die Weihnachtsgeschichte einzutauchen und den Figuren quasi auf Augenhöhe zu begegnen.“ Die Krippe im Dom kann im Advent täglich zwischen 11 und 17 Uhr besichtigt werden, alle Infos auf www.krippeimdom.at.

 

Advent am Dom als „Raum für achtsames und aufmerksames Warten auf die Ankunft Gottes zu Weihnachten“

 

Bischof Dr. Manfred Scheuer über den neuen Adventmarkt:

„Adventmärkte sind aus der vorweihnachtlichen Zeit nicht mehr wegzudenken. Für viele Menschen tragen sie wesentlich zur Prägung dieser vier Wochen bei. Man wärmt sich auf, es sind Orte des Austauschs, man kümmert sich um Geschenke und Aufmerksamkeiten. Für Christinnen und Christen ist der Advent in erster Linie eine Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, die von gespannter Erwartung und besinnlichem Zu-sich-selbst-Kommen geprägt ist. Ich denke mir, dass es mit Advent am Dom gelingt, beidem gerecht zu werden. Es wird Gelegenheit für Gespräche genauso wie kulinarische Stärkungen geben. Natürlich wird es auch einiges zu sehen geben, was vielleicht ein gutes Weihnachtsgeschenk wäre. Es wird aber zum anderen eine besondere Note gesetzt, die sich den Intentionen des christlichen Advents verpflichtet weiß: mit dem Begleitangebot des Marktes werden spirituelle Impulse gesetzt und ein abwechslungsreiches und für alle Altersgruppen geeignetes Programm geboten, das sich von herkömmlichen Märkten spürbar unterscheidet. Dem achtsamen und aufmerksamen Warten auf die Ankunft Gottes zu Weihnachten wird Raum gegeben. Ich bin sehr froh darüber, dass wir als Katholische Kirche in Linz dieses Angebot setzen.

 

Der Adventmarkt am Dom wirbt damit, „der stillere Advent“ zu sein. In Anbetracht des wahrnehmbaren vorweihnachtlichen Trubels und seiner lärmenden Begleit­erscheinungen ist es oft eine Kunst, eine ruhige und gelassene Vorfreude auf Weihnachten aufkommen zu lassen. Und die Vorfreude ist berechtigt: An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. Wir feiern aber auch die Ankunft Gottes bei uns Menschen hier und jetzt. Der Advent ist die Einladung, dieser großen Hoffnung auf der Spur zu bleiben und mit dieser Verheißung Gottes zu rechnen. Wenn das gelingt, werden die Menschen zu solchen, die hellhörig sind, für das, was andere wirklich zu sagen haben. Sie werden zu Menschen, die aufnahmefähig und bereit sind, selbst mitten im Lärm die leisen Botschaften mitschwingen zu hören. „Der stillere Advent am Domplatz“ will ein Ort sein, der genau das ermöglicht und fördert.“

 

Advent am Dom

25. November bis 23. Dezember 2022, täglich außer Montag von 11.00 bis 20.00 Uhr

 

Aktuelle Informationen:

www.adventamdom.at

https://www.facebook.com/adventamdom/

 

 

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