Freitag 17. August 2018

Die Osterriederkrippe

Krippe im Linzer Mariendom

 

Gegenüber dem Kapellenraum der Krypta steht die Linzer Domkrippe. Sie gehört weltweit zu den größten Krippen, die es gibt. Die Fassung stammt von Franz Klambauer in Linz, das Krippenhaus wurde von Max Schlager entworfen, die Krippenbauten wurden vom Tischler Franz Koch und vom Bildhauer Karl Mayr gefertigt.

 

Die Figuren wurden vom Münchner Künstler Sebastian Osterrieder 1907 bis 1909 geschaffen. Er war ins Heilige Land gereist, um einer naturalistischen Abbildung nahe zu kommen. Dies zeigt sich in der Darstellung der Grotte und der Stadt Bethlehem. Der beleuchtete Stern mit vierzehn Zacken links hinten erinnert an den Stern in der Geburtskirche in Betlehem.

 

Die Krippe wird in der Weihnachtszeit umgebaut. Am Tag des Weihnachtsfestes sehen wir eine Maria mit einem Jesuskind, das wie ein Neugeborenes aussieht. Bei der Dreikönigsfiguration ist Maria mit dem zweijährigen Jesuskind zu sehen.

 

Auch eine theologische Deutung wurde in das Geschehen miteinbezogen: Über Maria und dem Kind schweben drei Engel mit Kreuz, Dornenkrone und Kelch als Symbol für das spätere Geschick und Leben dieses Neugeborenen. Oben hängt ein großer Strahlenkranz mit musizierenden Engeln als Darstellung des Himmels. Christus kam vom Vater, lebte als Mensch, ist gestorben und zum Vater erhöht worden. So ist eigentlich in dieser Krippe nicht nur das Weihnachtsgeschehen dargestellt, sondern durch die Symbolik das ganze Christusgeschehen.

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