Donnerstag 16. August 2018

Kinderliturgiekreis in der Pfarre

Der Kinderliturgiekreis einer Pfarre sorgt sich um eine kindgemäße Gestaltung von Gottesdiensten.

Werkmappe Fachausschuss Liturgie und Kinderliturgie (download)

Der Kirche kann es nicht gleichgültig sein, wo und wie Kinder in ihren Gemeinden Auf- und Annahme finden. In den Gottesdiensten können Kinder erleben, dass religiöse Erfahrungen – über die Familien hinaus - Platz haben und nicht reine Privatsache sind.

Wenn die Beteiligung der Kinder am Gottesdienst kindgemäß (und nicht kindisch) und altersgerecht sein soll, dann muss sich der Gottesdienst immer wieder inhaltlich, sprachlich und in der Gestaltung am Entwicklungsstand der Kinder und ihrer Welt orientieren.

  • Wer mit Kindern Gottesdienst feiert und diesen gestaltet, sollte sich für die Situation der Kinder interessieren und eine gute Beziehung zu ihnen aufbauen können.
  • Gottesdienste mit Kindern sollen sinnenhaft gestaltet werden, da Kinder die Welt über ihre Sinne wahrnehmen und die Sinne wesentlich zum religiösen Erleben gehören.
  • Das eigene Tun ermöglicht, dass Kinder etwas wirklich verinnerlichen und verstehen können.
  • Die Sprache im Kindergottesdienst muss konkret und anschaulich sein, weil die Kinder abstrakte theologische Begriffe oder Symbole weniger verstehen können als Erwachsene.

Arbeitsweise eines Kinderliturgiekreises

  • Ausgangspunkt für jede Vorbereitung sollte die jeweilige Bibelstelle sein. Anschließend werden konkrete  Möglichkeiten der Gestaltung gesucht.
  • Gefeierte Gottesdienste reflektieren. Mögliche Fragen für die Reflexion: Was ist gelungen, was weniger? Gab es einen roten Faden durch den Gottesdienst? Kommunikation und Zusammenarbeit unter den Beteiligten (Vorbereitende und Leitende, Musik, LektorInnen, MesnerIn,...)?
  • Jahres-oder Halbjahresplanung machen, auch in Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Liturgie

Farbenkreis 

 

Mögliche MitarbeiterInnen:

Eltern, ReligionslehrerInnen, (Ehemalige) GruppenleiterInnen der Katholischen Jungschar, SeelsorgerInnen. Eltern, die ihrem Zugang zu Glaube und Kirche öffnen wollen, können oft für die Mitarbeit gewonnen werden. Es ist gut, wenn „Betroffene“ sich um ihre Sache sorgen und damit einen Dienst für alle leisten und nicht einige perfekte SpezialistInnen, die anderen „versorgen“.

Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Liturgie und dem Pfarrgemeinderat

 

Sehr wichtig ist die Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Liturgie und dem Pfarrgemeinderat, um die verschiedenen Anliegen und Vorhaben abstimmen zu können.

Außerdem wird es von Zeit zu Zeit wichtig sein, sich im Pfarrgemeinderat darüber zu verständigen, welche Absichten und Ziele der Kinderliturgiekreis hat, mögliche Konflikte zu bereden und die unterschiedlichen Zugänge zu Liturgie und Bedürfnisse zur Sprache zu bringen.

Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Fachausschüssen und Gruppen in der Pfarre sollte gesucht werden: FA Ehe und Familien, Jungscharleitungskreis, FA Kinder (-und Jugend)pastoral, usw.

 

 

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