Samstag 20. Oktober 2018

Lasst die Kinder zu mir kommen… (Mk 10,13-16)

Mädchen und Buben sind Teil einer lebendigen Pfarrgemeinde. Damit sie gerne kommen und einen guten Platz in der Feiergemeinschaft finden können, müssen wir sie konkret ansprechen und ins Feiern mit einbeziehen.

Sie „verdienen die besondere Sorge der Kirche“! 

(Direktorium für Kindermessen, Nr.1) 

 

Kinder haben einen Platz im Gottesdienst

Damit wir Kindern das Mitfeiern ermöglichen, braucht es Elemente und Feiern, die dem religiösen Verständnis und der Entwicklungsstufe der Kinder angepasst sind. Wichtig erscheint mir, dass es in jedem Sonntagsgottesdienst zumindest ein Element speziell für die Kinder gibt, und wenn es die Einladung an die Mädchen und Buben ist, zum Vater unser einen Kreis um den Altar zu bilden.

 

Kinder haben ein Gespür für das Religiöse

Wir dürfen den Mädchen und Buben einen Raum eröffnen, wo sie ihren schon vorhandenen „Draht zu Gott“, ihre eigene Begabung für das Religiöse entfalten können. Wenn wir Kinder in ihrem Glauben begleiten wollen, dann müssen wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass Glaube ein fest verschnürtes Paket von Wahrheiten ist, das einfach übergeben wird und unter möglichst professioneller Anleitung geöffnet werden muss. Glaube – auch Kinderglaube – ist letztlich unverfügbar.

 

Wir können den Mädchen und Buben ermöglichen, in die reiche Tradition unseres jahrtausendealten Feierns hineinzuwachsen. Das meint aber nicht, ihnen nur Erwachsenengebete und -lieder zu lernen oder sie manchmal kurze Texte lesen zu lassen.

 

Beteiligung mit allen Sinnen und dem ganzen Sein

Ein Hineinwachsen gelingt nur dann, wenn die Kinder verstehen können, was im Gottesdienst passiert, wenn sie innerlich mitkommen, wenn sie persönlich angesprochen sind – mit Hirn, Hand und Herz. Das heißt auch, dass sie möglichst aktiv beteiligt sind am gemeinsamen Feiern. Kinder sind gleichwertige Mitfeiernde und brauchen andere Formen des Feiern und Betens als wir Erwachsene. Mit Kindern verwandelt sich das Feiern, es muss sich die Sprache im Gottesdienst verändern, es werden andere Lieder gesungen, es wird mehr Wert auf Gesten und Zeichen und die sinnenhafte Wahrnehmung gelegt, die Länge des Gottesdienstes der Aufmerksamkeitsspanne der Kinder angepasst.

 

Wenn sich eine Pfarre auf die Kinder im Gottesdienst einlässt

Wenn wir wollen, dass auch Kinder den Gottesdienst als „Quelle und Mittelpunkt ihres Lebens“ erfahren (2. Vat), dann müssen Kinder erfahren, dass sie jenseits vorzeigbarer Leistung angenommen sind. Sie brauchen das Wohlwollen der Pfarrgemeinde und der Gottesdienstgemeinde.

 

Wenn sich eine Pfarre auf die Kinder im Gottesdienst einlässt, dann ist sie in guter Gesellschaft: „Jesus stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ (Mk 9, 36.37a). Es geht nicht darum, mit dieser Bibelstelle jegliche Diskussion über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des gemeinsamen Feierns zu untergraben, aber es ist ein guter Leitspruch für die Auseinandersetzung.

 

Lasst die Kinder zu mir kommen… 

 

Wenn sich eine Pfarre auf die Kinder im Gottesdienst einlässt, dann kommt sie oft als Ganzes in Bewegung. Diese Bewegung verursacht natürlich Reibungsflächen und es kommen unterschiedliche Verständnisse von dem, was und wie Gottesdienst zu sein hat, zum Vorschein. Ebenso wie verschiedene Theologien und verschiedene Erziehungsstile aufeinander prallen. Es ist verlockend, dem Gespräch aus dem Weg zu gehen, indem man die Gottesdienstgemeinden möglichst trennt. Für eine Trennung der verschiedenen Gottesdienstgemeinden sprechen auch noch andere Gründe: das Andachtsbedürfnis der einen, der Bewegungsbedürfnis der Kinder, dem Schutz der Kinder (und Eltern) vor weniger wohlwollenden Gemeindemitgliedern, Empfindlichkeiten bzgl. der Lautstärke,… Dennoch soll deutlich werden: Es ist EINE Gemeinde, die da miteinander feiert und diese soll nicht völlig auseinander fallen.

 

Denn Gott ist dort, wo die Kinder bei uns sind, wo sie fragen, zappeln und spielen.

Michaela Druckenthaner, nach einem Text von Monika Heilmann.

 

Wenn sich eine Pfarre auf die Kinder im Gottesdienst einlässt, dann ist sie in guter Gesellschaft: „Jesus stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ (Mk 9, 36.37a). Es geht nicht darum, mit dieser Bibelstelle jegliche Diskussion über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des gemeinsamen Feierns zu untergraben, aber es ist ein guter Leitspruch für die Auseinandersetzung.

Kinderliturgie ist ein weiter Begriff

Es gibt Familienmessen, Kinderwortgottesdienste und Formen des Sonntagsgottesdienstes, wo die Kinder einen Teil gemeinsam mit den Erwachsenen feiern und einen Teil alleine für sich.

 

„Denn Gott ist dort, wo die Kinder bei uns sind, wo sie fragen, zappeln und spielen.“ Im Gottesdienst erleben wir, dass Kinder „da“ sind. Durch ihre Anwesenheit fordern sie zurecht Verständnis und Aufmerksamkeit. Eltern, engagierte MitarbeiterInnen, Priester und Verantwortliche in den Pfarren machen sich deshalb für die Kinder im Gottesdienst stark, weil sie sie als gleichwertige Mitfeiernde ansehen und sie andere Formen des Betens und Feierns brauchen als Erwachsene.

 

Wenn Kinder wirklich dabei sind, dann ändert sich der Gottesdienst: z.B. die Sprache und die Liederauswahl. Es wird mehr Aufmerksamkeit auf Gesten, Zeichen und sinnliche Wahrnehmung gelegt. Auch Erwachsene gehen manchmal aus diesen Gründen gerne in den Kindergottesdienst.

 

Sich auf Kinder im liturgischen Feiern der Gemeinde einzulassen, bedeutet eine große Bereicherung für die gesamte Gemeinde. Denn Gott ist dort, wo die Kinder bei uns sind, wo sie fragen, zappeln und spielen, mit uns singen und beten.

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