Monday 30. November 2020

Ein Stern führt uns nach Betlehem

Adventsonntage daheim feiern

Adventimpuls für zuhause, zum Auflegen in der Kirche, zum gemeinsamen Feiern.

 

Grüß dich Gott, ich bin der Melchior. Ich bin ein Sterndeuter. Ich und meine Freunde – Kaspar und Balthasar – beobachten die Sterne in der Nacht. Sie sagen uns etwas über den Lauf der Welt. Ich will euch mitnehmen auf unsere Reise dem Stern nach.
Jeden Sonntag gebe ich euch einen Reisebericht.

 

Adventsonntage daheim feiern

 

Dieser Reisebericht eignet sich für das Feiern daheim – zum Auflegen in der Kirche oder als Link auf der Homepage. Aber auch als Element im Advent-Sonntagsgottesdienst, wenn das gemeinsame Feiern wieder möglich ist.

In den Texten sind Impulse und Rätsel enthalten. Zu jedem Sonntag gibt es auch einen Impulstext für ältere Kinder und Erwachsene (grün).

Im Anschluss an die Texte finden Sie einen kurzen Ablauf einer möglichen Feier.

 

Erster Adventsonntag

Ein Stern führt uns nach Betlehem – Seid wachsam!

Adventsonntage daheim feiern

Grüß euch Gott, ich bin der Melchior. Ich bin ein Sterndeuter. Ich und meine Freunde – Kaspar und Balthasar – beobachten in der Nacht die Sterne. Wir tragen jeden einzelnen Stern in eine Karte ein, damit wir etwas über den Lauf der Welt sagen können. Wir werden auch die drei Weisen genannt, weil wir schon viel von der Welt gesehen haben und viel über sie nachdenken.

 

Letzte Nacht haben wir auch wieder in die Sterne geschaut. Diese Nacht ist uns besonders dunkel vorgekommen. Vielleicht weil wir das Gefühl haben, dass es in der Welt gerade dunkler wird, auch in den Herzen der Menschen. Alle machen sich nur Sorgen um sich selber und sehen nicht, dass eigentlich alles zusammenhängt. Wir haben uns gefragt, ob Gott uns vergessen hat. Kaspar hat dann gemeint, dass eher die Menschen Gott vergessen haben …

 

Da ist plötzlich etwas ganz Eigenartiges passiert. Auf einmal war da ein Licht am Himmel, ein helles Licht, ein Stern. Was war das? Das Licht wurde größer und größer … Da waren wir uns einig: Das muss ein Zeichen sein. Das ist kein gewöhnlicher Stern, er hat einen riesigen, langen Schweif! Baltasar eilte zum Bücherregal und sah nach, ob er darin etwas über ein solches Zeichen finden konnte.

 

Rätsel: Balthasar fand Folgendes über einen besonderen Stern mit Schweif: tleW red thciL. Hast du eine Idee, was das heißen könnte?

 

Kaspar war ganz begeistert von diesem schönen, hellen Glanz. Er hatte noch nie etwas so Wunderschönes gesehen und er war sich sicher, dass das nur etwas Gutes bedeuten konnte.

Irgendwann sind wir dann doch schlafen gegangen und da hatte ich einen Traum. Ich träumte genau von dem Stern! Der Stern ist im Traum erschienen und eine Stimme hat gesagt: Ihr werdet das Licht der Welt finden, das allen Menschen Frieden bringt. Der Stern wird euch hinführen. Macht euch bereit für eine lange Reise. Und seid wachsam auf dem Weg. Das Licht der Welt könnt ihr überall finden. Auch dort, wo ihr es nicht erwartet. Seid wachsam!

 

Jetzt war für uns klar: Der Stern ist ein Zeichen! So haben wir beschlossen, das Licht der Welt zu suchen und wachsam zu sein, wie es die Stimme im Traum gesagt hatte. Wir haben wieder in den Himmel geschaut und da ist der Stern plötzlich weitergezogen. Schnell haben wir unsere Sachen gepackt und sind aufgebrochen zu dieser Reise.

Wachsam müssen wir sein, damit wir das Licht der Welt nicht aus den Augen verlieren. Kommt ihr mit? Wollt ihr euch auch auf den Weg machen zum Licht der Welt?

 

(Nach einem Text von Renate Hinterberger-Leidinger, https://www.dioezese-linz.at/site/bibelwerk/bibelangebote/bibelarbeit/kinder/article/9242.html)


Impulstext:

 

DEIN STERN

Du musst
deinen Kopf heben
deinen Blick weiten
himmelwärts schauen
deine Augen an die Dunkelheit gewöhnen
um die Sterne zu sehen

Du musst
deinen Kopf frei bekommen
die Zeit anhalten
deine Aufmerksamkeit nach innen richten
der Stimme deines Herzens Gehör schenken
den Blick hinter deine Netzhaut richten
um deinen Stern zu finden

und wenn du ihn gefunden hast
verlier keine Zeit
mach dich auf den Weg
folge deinem Stern
damit du ankommst
bei dir selbst
bei Gott

Ingrid Penner

 

 

Lösung: Licht der Welt!

Zweiter Adventsonntag

Ein Stern führt uns nach Betlehem – Bereitet dem Herrn den Weg

 

Adventsonntage daheim feiern

Grüß euch Gott, ich bin es wieder, Melchior. Letzten Sonntag hab ich euch vom Stern erzählt, diesem wunderbaren Zeichen am Himmel und von meinem Traum vom Licht der Welt. Dann haben wir uns auf den Weg gemacht …

In der Nacht war der Stern ja gut zu sehen, aber am Tag leuchten Sterne ja normalerweise nicht – weil die Sonne so hell ist. Doch als es Morgen wurde, war der Stern immer noch klar und deutlich am Himmel zu sehen. Das war wirklich ein Wunder!

Stellt euch vor, eines Tages kamen wir in einen Sandsturm. Wir sahen gar nichts mehr. Plötzlich hörten wir eine Stimme: Kaspar, Kaspar, wo bist du?

Da kam ein kleiner Hirtenjunge auf uns zu. Er sah aus, als würde er etwas suchen. Kaspar war ganz verwundert, denn er kannte den Jungen nicht. Er fragte ihn: „Hallo Kleiner, kennen wir uns?“ Doch auch der Junge war ganz verdutzt. Er erklärte, dass er sein Schaf gerufen hatte, weil es im Sandsturm verschwunden war. Und das Schaf hieß auch Kaspar! Lustig, oder?

Balthasar und ich wollten weitergehen, damit wir den Stern nicht aus den Augen verlieren, damit wir das Licht der Welt finden. Aber Kaspar überredete uns, dem Hirtenjungen zu helfen. Kaspar meinte: Dem Hirtenjungen zu helfen würde mehr Licht und Freude in die Welt bringen, und darum ginge es ja bei unserer Reise.

 

Rätsel: Hilfst du uns, das Schaf Kaspar zu finden?

Adventsonntage daheim feiern

So nahm ich den kleinen Jungen an der Hand und zu viert suchten wir das Schaf Kaspar. Plötzlich hörten wir es rufen. Es hatte sich in einer großen Distel verfangen. Gemeinsam befreiten wir das kleine Schaf.

Voll Freude ist es dem Jungen in die Arme gesprungen. Das war wirklich schön mit anzusehen und wir alle freuten uns mit.

Und der Stern…? Ja, der Stern leuchtete für einen kurzen Moment noch etwas heller, so kam es mir zumindest vor. Ob er wirklich heller scheint, wenn durch uns mehr Freude in die Welt kommt? Das wollen wir auf unserem Weg dem Stern nach noch weiter ausprobieren. Helft ihr uns dabei?

 

Nach einem Text von Renate Hinterberger-Leidinger, https://www.dioezese-linz.at/site/bibelwerk/bibelangebote/bibelarbeit/kinder/article/9242.html)
 

Impulstext:

So viele,
die auf dem Weg sind,
ohne Aussicht auf ein Ziel.

So viele,
die auf der Straße leben,
ohne Hoffnung auf eine Bleibe.

So viele,
die im Dunkeln stehen,
ohne Durchsicht auf ein Licht.

So viele,
die auf einen Stern hoffen,
auch durch uns.


Franz Küllinger, aus: Voll guter Hoffnung. Advent/Weihnachten. Hauskirche 2017.

 

Lösung: Da ist es ja! Genau, zwischen erstem und zweitem Blatt der Distel von links.…

Dritter Adventsonntag

Ein Stern führt uns nach Betlehem –

Fürchtet euch nicht, das Licht der Welt ist nahe

 

Adventsonntage daheim feiern

Grüß euch Gott, ich bin es wieder, Melchior. Ich habe euch ja schon vom Stern erzählt, diesem wunderbaren Zeichen am Himmel und von unserem Aufbruch. Wir haben inzwischen schon einige Abenteuer erlebt. Wir sind in einen Sandsturm geraten und haben einem kleinen Hirtenjungen geholfen, sein Schaf wieder zu finden. Mitten im Sandsturm sind wir draufgekommen, dass der Stern heller leuchtet, wenn wir jemandem eine Freude bereiten.  

 

Aber stellt euch vor, was uns noch passiert ist! Eines Nachts, nach einem anstrengenden Tagesritt durch die Wüste, sahen wir auf einmal den Stern nicht mehr. Wir saßen beim Lagerfeuer. Balthasar versuchte mit seiner Sternenkarte einen Hinweis auf den Weg des Sternes zu finden. Kaspar blickte durch sein Fernrohr. Aber es war nichts zu erkennen. Ich war ganz verzweifelt und dachte mir: Der Stern ist zu weit weg, den holen wir nie wieder ein. So werden wir das Licht der Welt niemals finden. Wir wussten nicht, wie es weitergehen sollte. War die lange Reise ganz umsonst gewesen?

 

Da erschien plötzlich ein großes Licht mitten in der Dunkelheit. Was war das? Irgendwie machte uns das Angst. Am liebsten wären wir weggelaufen, aber wir waren starr vor Angst und zitterten am ganzen Körper.

Da erschien aus dem Licht eine Gestalt, ein Engel. Wir konnten es kaum glauben und fielen vor Staunen auf die Knie. Da sagte der Engel: „Fürchtet euch nicht! Ich bin gekommen, um euch eine frohe Botschaft zu bringen. Nicht weit von hier wird eine Frau bald ein Kind zur Welt bringen, den Sohn Gottes. Er wird König sein und das Licht in die Welt bringen. Geht also weiter, nicht weit von hier wartet der Stern auf euch. Dort werdet ihr auch dieses Kind, das Licht der Welt, finden.“ 

 

Dann war der Engel wieder weg und wir saßen allein am Lagerfeuer. Wir waren ganz aufgeregt. War das ein Traum?, fragten wir uns. Nein, wir spürten es ganz deutlich im Herzen: Das Licht der Welt ist nahe. Der Engel und das Licht vertrieben die Angst und machten uns wieder Mut.

Da nahm Kasper sein Fernrohr zur Hand genommen und schaute Richtung Westen, Richtung Jerusalem. Und plötzlich rief er voll Freude: „Der Stern! Ich sehe den Stern!“ Ganz aufgeregt schauten wir immer wieder durch das Fernrohr. Tatsächlich – da war er, der Stern, der heller leuchtete als je zuvor.

So haben wir wieder Mut gefasst und unser Ziel vor Augen sind wir weitergezogen.

 

Nach einem Text von Renate Hinterberger-Leidinger, https://www.dioezese-linz.at/site/bibelwerk/bibelangebote/bibelarbeit/kinder/article/9242.html)

Ins Gespräch kommen: Was macht dir Mut? Wer oder was ist für dich ein Engel?

 

Impulstext:

Bist du mein Engel?

der mich plötzlich lachen lässt mitten im Ernst des Alltags

der mich staunen lässt über die wunderbaren Kleinigkeiten des Lebens

ein Blatt, ein Lichtstrahl, ein Herzstein

der mich Atem holen lässt und mich zum Innehalten einlädt

der des Tages Lauf unterbricht

eine Umarmung, ein tiefsinnige Frage, ein Lächeln

der meinen Blick in eine neue Richtung weist

weiter, tiefer, gelassener

voller Liebe

du mein Kind

du mein Mann

du meine Freundin

du Mensch an meiner Seite

du Gott

 

Michaela Druckenthaner

Vierter Adventsonntag

Ein Stern führt uns nach Betlehem – Geht nach Betlehem

 

Adventsonntage daheim feiern

Grüß euch Gott, ich bin es wieder, Melchior. Letztes Mal hab ich euch erzählt, dass wir den Stern aus den Augen verloren haben, ganz mutlos waren wir und voller Angst. Aber da war ein leuchtender Engel, der uns erzählte, dass ein Kind auf die Welt kommen soll – der Sohn Gottes, er wird König sein und Licht in die Welt bringen.

Und dann entdeckten wir auch den Stern wieder – über Jerusalem. So machten wir uns auf den Weg nach Jerusalem. In Jerusalem gab es einen König und es schien uns ganz logisch: Wenn ein König zur Welt kommen soll, dann wird er auch in einem Königspalast geboren werden. Wir glaubten also, dort diesen neugeborenen König des Friedens zu finden.

 

Und weil auch der Stern wieder da war, war ich mir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir gingen also zum Palast. Wir wollten Herodes, dem großen König, unsere Geschenke überreichen. Genau für eine solche Begegnung hatten wir kostbare Schätze aus unserer Heimat in unseren.

 

Rätsel: Ich hatte Gold mitgebracht, aber die anderen zwei? Weißt du das zufällig? War es

  • Weihrauch und Majoran?
  • Weihrauch und Myrrhe? oder
  • Wein und Misteln?

Wir verbeugten uns vor dem König, und Herodes fragte uns: Was führt euch zu mir? Wir erzählten ihm alles – von unserer Reise, dem Stern und was der Engel zu uns gesagt hatte.

Herodes fragte uns, wo denn dieser neugeborene König sei. Da wunderten wir uns: War das Kind denn nicht hier im Palast? Wir fragten deshalb: „Ist Euch denn kein Sohn geboren worden?“ Herodes sagte nein, aber er war sehr interessiert und wollte alles genau wissen. Wir sollten ihm berichten, wenn wir das Kind gefunden hätten.

Ich fragte mich, wie das sein kann. Hat sich der Stern geirrt? Oder hat sich der Engel geirrt? Doch dann ist Balthasar aufgefallen, dass der Stern weitergezogen war. Wir waren also noch nicht ganz am Ziel. Uns wurde klar, dass der neugeborene König nicht hier in Jerusalem war. Vielleicht war er ja noch nicht einmal geboren?

So packten wir unsere Geschenke wieder ein und machten uns wieder auf den Weg.

Kommt ihr mit? Wir folgen dem Stern. Er führt uns Richtung Betlehem!

 

Nach einem Text von Renate Hinterberger-Leidinger, https://www.dioezese-linz.at/site/bibelwerk/bibelangebote/bibelarbeit/kinder/article/9242.html

 

Impulstext:

hoffnungsfunke

 

ein licht durchstrahlt

die dunkelheit der nacht

wenn in die stille der verlorenheit

der klang des lebens dringt

im staunen erwacht

ein hoffnungsfunke

mittendrin im sehnsuchtsmüden herzen

und entfacht in jeder faser

eine ahnung Deiner liebe

 

Renate Hinterberger - Leidinger
 

Lösung: Gold, Weihrauch und Myrrhe

Ablauf einer kleinen Feier Zuhause an den Sonntagen daheim

So können Sie miteinander eine kleine Feier gestalten:

  • Beginn mit dem Kreuzzeichen
  • Kerzen am Adventkranz entzünden: Als Zeichen, dan ss Gott in unserer Mitte ist, zünden wir die Kerze(n) am Adventkran an.
  • Lied singen: Wir sagen euch an
  • Evangelium: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/
  • Impuls mit der Geschichte
  • Lied: Mache dich auf und werde licht
  • Fürbitten: Wer oder was liegt uns heute besonders am Herzen? Ein Teelicht für jede Bitte anzünden
  • Vater unser
  • Segen:
    Bitten wir um Gottes Segen:
    Guter Gott,
    du schenkst uns Licht im Advent.
    Segne und behüte uns in dieser besonderen Zeit.
    Mach unser Herz weit,
    dass du bei uns ankommen kannst.

Im Namen des Vaters… Die Eltern und die Kinder zeichnen sich gegenseitig ein Kreuz auf die Stirn. Dazu kann auch Weihwasser verwendet werden.

Alle: Amen.

Download als pdf

1. Adventsonntag

1. Adventsonntage

 

2. Adventsonntag

3. Adventsonntage

3. Adventsonntage 

4. Adventsonntage

 

4. Adventsonntage 

4. Adventsonntage

 

Rohfassung gesamt

 

Adventkranz segnen zuhause

 

Wenn ihr König Melchior auch täglich begleiten wollt, dann schaut euch den digitalen ADVENTKALENDER an!

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