Sunday 9. May 2021

Kinderfeier am 24.12.2020

Stand: 5. Dez. 2020
 

Jede Pfarrgemeinde wird für sich entscheiden müssen, in welcher Form sie heuer die Gottesdienste am Heiligen Abend gestaltet - in der Hoffnung, dass dann ein gemeinsames Feiern wieder möglich sein wird. 

Die Kinderfeiern am Nachmittag des Heiligen Abends zählen zu den bestbesuchten Gottesdiensten im ganzen Jahr. Mit diesen Angeboten erreichen wir viele Menschen, darunter viele, mit denen wir sonst wenig Kontakt haben. Daher gilt es, geeignete Formen für diese Feiern zu finden – unter Einhaltung der gültigen Corona-Schutz-Verordnungen und der Rahmenordnung der österreichische Bischofskonferenz. Die aktualisierte Rahmenordnung gilt 7. Dezember 2020 bis vorerst 6. Jänner 2021, zusätzliche Konkretisierungen für Weihnachten auf Basis dieser Rahmenordnung werden noch verlautbart!


Auch die räumlichen Besonderheiten jeder Pfarre müssen bedacht werden und viele weitere regionale und pfarrliche Traditionen. So gibt es keine Patentlösung. In dieser Zusammenstellung wollen wir einige Hinweise liefern und Ideen geben, damit Sie für Ihre Pfarre die bestmögliche Lösung finden.

Grundsätzliche Hinweise zum Feiern von Kinderliturgie in Coronazeiten mit den derzeit gültigen Verordnungen finden Sie hier
 

Folgende Fragen stellen sich1:

  • Zielgruppenorientierung: Können mehrere Feiern stattfinden, damit sich die Menschenströme etwas aufteilen bzw. größere Menschenansammlungen vermieden werden?
    Ist es möglich, eine Feier für die Kindergartenkinder anzubieten, für die Volksschulkinder, für die größeren? Haben wir die Ressourcen für mehrere Feiern hintereinander bzw. gleichzeitig?
    Sehr sinnvoll erscheint die Trennung der Feiern für Kinder und SeniorInnen.
     
  • Ort: Wo wollen wir feiern? Gibt es größere Räume, auf die ausgewichen werden und in sicherem Abstand gefeiert werden kann? (Vielleicht kann ja ein Bauer eine große Scheune zur Verfügung stellen – was würde besser am Heiligen Abend besser passen?)
    Können/wollen wir eine Feier im Freien anbieten? Gibt es eine Schlechtwetter-Alternative dazu? Bzw. gibt es einen überdachten bzw. geschützten Platz?
    Bei Gottesdiensten im Freien muss ein Abstand von 1,5 m zu Personen eingehalten werden, die nicht zum eigenen Haushalt gehören und ein MNS getragen werden.
     
  • Zeit: Welche Beginn-Zeiten sind sinnvoll? Soll die Uhrzeit eventuell verändert werden, damit die Menschen darauf aufmerksam werden, dass heuer etwas anders ist? Welche Angebote setzen wir insgesamt in der Advents- und Weihnachtszeit? (z.B. offene Kirchen mit Angeboten im Advent). Grundsätzlich ist auch für den Gottesdienst die Ausgangssperre zwischen 20:00 und 6:00 einzuhalten. 
    Auch am 25. und 26. Dezember finden Weihnachtsgottesdienste statt, die kindgerechte gefeiert werden können (Kinderelemente, Kinderpredigt, Kinderüberraschungstüte mit Ausmalbild und kindgerechtem Evangelium,...).
     
  • Wie stellen wir sicher, dass die mögliche Zahl der Mitfeiernden nicht überschritten wird und alle die Möglichkeit haben, mitzufeiern? Soll es eine Anmeldung geben bzw. Platzkarten? Ein Alternativprogramm für jene, die auf den nächsten Gottesdienst warten müssen

  • Besondere Aufmerksamkeit auf Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation: Die veränderten Bedingungen brauchen ein hohes Maß an Kommunikation: Wie kommunizieren wir das geänderte Angebot,eine etwaige Anmeldung,… auch jene, mit denen wir nicht in Kontakt stehen? (Über Religionslehrende, Gemeindeblätter, Tipps, Schaukasten, Homepages (Pfarre/Gemeinde), große Plakatständer, Spiegel-Gruppen,….)
     
  • Präventionskonzept und Kontaktpersonenmanagment: In der Rahmenordnung der österreichischen Bischofskonferenz vom 9.10.2020 wird unter den einmaligen Feiern für die ein Präventionskonzept verpflichtend notwendig ist, die Feier der Kindererwartung bzw. die Weihnachtsmette nicht genannt, dh. es ist kein verpflichtendes Präventionskonzept notwendig. Nichtsdestotrotz ist es sinnvoll, sich die Regelungen gut anzusehen und für die Feiern am 24.12. anzupassen.
     
  • Auch wenn derzeit das gemeinsame Singen im Gottesdienst nicht möglich ist, soll die musikalische Gestaltung angemessen sein. Derzeit ist kein Chor- oder Gemeindegesang möglich, der/die KantorIn übernimmt die wichtigsten liturgischen Gesänge, anstelle der übrigen Gesänge tritt Instrumentalmusik. 
     
  • Mitarbeitende: Die meisten Eltern mit kleinen Kindern haben am Heiligen Abend wenig Zeitressourcen. Vielleicht können Sie Jungschar-GruppenleiterInnen, jugendliche MinistrantInnen, „ehemalige“ Kinderliturgie-MitarbeiterInnen oder aus dem Fachausschuss Kinder/Jugend Menschen gewinnen, die heuer eine begrenzte Zeit des Heiligen Abends für die Kinder in der Pfarre zur Verfügung stellen.
     
  • Vom Willkommensdienst am Kircheneingang wird - im Blick auf die Anmeldungen zu Gottesdiensten mit beschränkter Platzkapazität - eine hohe Sensibilität und Resilienz gefordert sein. Es muss möglicherweise damit gerechnet werden, dass Menschen weggeschickt werden müssen. Hilfreich kann dabei ein kleiner Weihnachtsgruß der Pfarre, eine Hilfestellung zum Feiern daheim, eine Kerze…
     

Möglichkeiten

 

Alternativen Feierformen und Modelle:

  • Weihnachts-Weg oder Weihnachsts-Schatzsuche (könnte auch mehrere Tage stehen bleiben – zum Beispiel 24.12 – 27.12.): Stationen, bei denen die Familien einzeln zeitunabhängig am Heiligen Abend sich besinnen und einstimmen, feiern können.
    Bei der Gestaltung der Stationen ist vieles möglich: Stand-Krippen-Bilder, Szenen, Musik hören, Geschichte hören, Beten, mithilfe von QR-Codes online mit Smartphones oder live. Zum Beispiel Auf de Weg zur Krippe
  • Mitmachkrippe: leere Krippe, wo man für eine Weile den Platz Maria, Josefs, des Kindes, des Esels, der Hirten… einnehmen kann… (mit Utensilien/Figur, Anleitung zum sich in die Rolle einfügen)
  • Krippenspiel: Aufgrund der derzeitigen Regelungen ist das Proben schwierig: Können einzelne Szenen auf Familien aufgeteilt werden? Ist es möglich, das "Krippenspiel" spontan zu spielen als Mitmachtheater? Kann bei Proben mitgefilmt und dann als Film online zur Verfügung gestellt werden? oder: Das Weihnachtsstück findet nicht wie gewohnt auf einer Bühne statt. In diesem Jahr werden die Szenen an verschiedenen in „Dauerschleife“ gespielt. Die ZuschauerInnen besuchen im Einbahnstraßenprinzip alle Stationen und sehen so das ganze Stück. Das Krippenspiel muss ohne Chor- und Gemeindegesang auskommen. 
  • Kombination von Feiern in und vor der Kirche:
    Vor der Kirche: Geistliches Material für zu Hause oder auch Stationen wie eine Mitmachkrippe, Kerzenanzünden (im Glas, überdacht), wenn gengügend Platz ist. Ein offenes Happening, Singen, Punsch, Gespräche, … ist dzt. nicht möglich, Menschenansammlungen vor der Kirche sollen vermieden werden.
    In der Kirche: Andachten, Erwartungsfeiern, Krippenspiel mit festen Zeiten (und ggf. Anmeldung im Vorfeld)

 

Mit Kindern den Hl. Abend feiern - ein Impuls zm Feiern zuhause.


Weihnachten zu Hause – Hauskirche für Menschen, die nicht mit anderen zusammenkommen wollen oder können ist es sinnvoll Materialien und Feiervorschläge zur Verfügung zu stellen bzw. Informationen zu den Online- und Fernsehangebote. Siehe auch Netzwerk Gottesdienst

  
Auch gibt es zum Feiern daheim ein Heft aus der Diözese, das verteilt werden kann, Bestellung
 

Ein Hinweis zum Schluss: „Oh du fröhliche. Eine kluge Beschränkung auf das lustvoll Machbare schützt vor Frust und Überarbeitung und verbreitet vorweihnachtliche Freude auch bei den Mitarbeiter*innen.“ (vgl. Fussnote 1)

 

Michaela Druckenthaner mit dem Arbeitskreis Kinderliturgie der Diözese Linz
Infos: 0732/7610-3340 oder 0676/8776-3340.

 

1. Danke an unsere Geschwisterkirche für die Ideen und Hinweise: Vgl.  https://gottesdienstkultur-nordkirche.de/liturgien/gottesdienste-zu-advent-und-weihnachten-2020/

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