Saturday 17. April 2021

In der Familie feiern – Palmsonntag

Vom Jubel zur Trauer

Mit dem Palmsonntag beginnt nach den fünf Sonntagen der Fastenzeit die Karwoche und damit die „Heilige Woche“, die im Osterfest mündet.

Hintergründe zum Palmsonntag

 

 Wir ChristInnen feiern in lebendiger Erinnerung was Jesus vom umjubelten Einzug in Jerusalem bis zu seinem Tod am Kreuz erlebte. Im Feiern des Palmsonntags soll zeichenhaft sichtbar werden, was damals geschah: Wie sich der Jubel in Trauer verwandelt hat.

Machen wir uns mit Jesus auf den Weg – in diesem Jahr daheim in der Familie, aber verbunden mit allen, die ebenso daheim feiern. Wem es möglich ist, kann die Palmzweige im Freien, im Garten segnen. Danach gedenken wir des letzten Weges Jesu und seines Sterbens, wenn wir das Evangelium miteinander lesen und beten.

 

Und am Ende? Gerade jetzt und gerade mit Kindern ist es wichtig zu bedenken, dass die Trauer nicht das letzte Wort hat: Nach jeder Karwoche kommt ein Osterfest. Jesus hat den Tod besiegt!

Diese Frohbotschaft trägt unser Leben. Es ist gut zu wissen, dass Gottes Ja zum Leben stets siegt.

 

mit Kindern

 

 

Feiervorschlag in der Familie

 

Vorbereiten:

  • Palmzweige (Anleitung zum Binden von traditionellen Palmbuschen) Sie können aber auch jegliche grüne Zweige verwenden oder diese aus grünen Papier basteln oder zeichnen).
  • Weihwasser, wenn vorhanden
  • kleine Äste
  • Bast oder ein anderes Material, mit dem die Äste zu kleinen Kreuzen zusammengebunden werden können.

 

Beginn:

Mit dem Palmsonntag beginnt eine heilige Zeit, in der wir aufmerksam den Weg mit Jesus gehen. Seine Schritte führen ihn in die Stadt Jerusalem. Wir wollen ihn begleiten und seinen Weg zu unserem Weg machen. Es ist ein Weg des Jubels, der in Trauer umschlägt.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Alle: Amen.

 

Lied:

Jesus geht in die Stadt hinein, 1. Str. (T+M: Sepp Faist, Lob 755 oder Liederquelle Nr. 172)

 

Hinführung zum Evangelium:

Einzug in Jerusalem
Kinder haben dazu Palmzweige in der Hand und können winken.

Jesus zieht unter Jubel in Jerusalem ein, die Menschen setzen große Hoffnung in ihn, er soll das Land befreien. Es wird ihm sozusagen der „rote Teppich“ ausgerollt. Die Palmzweige stehen für diesen Jubel. Wenn wir jetzt die Frohe Botschaft von Jesu Einzug in Jerusalem hören, wiederholen wir die wichtigsten Sätze (Mit * gekennzeichnet) miteinander. Dazu halte ich den Palmzweig in die Höhe – das heißt dann – bitte nachsprechen!
 

Evangelium

* Jesus reitet auf einem Esel nach Jerusalem. *

Viele Menschen sind auf dem Weg zum Fest. Sie sehen Jesus auf dem Esel und denken:

* Ist das vielleicht unser König? *

Sie legen ihre Mäntel auf den Weg. Sie reißen Zweige von den Bäumen.
Die Menschen rufen laut:

* „Hosianna! Wir grüßen unseren König! *(…)

* Gott hat ihn geschickt. Gott segne ihn! *

* Gepriesen sei Gott in der Höhe!“ *

Text aus: Das große Bibel-Bilderbuch, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, mit freundlicher Genehmigung. (Vgl. Mt 21,1-11)

 

Segnung der Palmzweige:

Voller Erwartungen waren die Menschen in Jerusalem - voll Freude und Jubel über das Kommen Jesu in ihre Stadt. Mit unseren Palmzweigen zeigen auch wir unsere Freude über Jesus.
Darum bitten wir:

Guter Gott, segne (Kreuzzeichen machen) du diese Zweige.

Lass sie Zeichen unserer Freude, unserer Hoffnung und unseres Glaubens sein.
Sie sind uns ein lebendiges Zeichen in dieser Heilige Woche.

A: Amen.

(Besprengung der Zweige mit Weihwasser - falls vorhanden)

 

mit Kindern

 

 

Mitsprech-Evangelium: Jesus wird verhaftet und verurteilt

Die wichtigsten Sätze (mit * gekennzeichnet) werden wieder gemeinsam wiederholt. Es kann aber auch in verteilten Rollen gelesen werden (ErzählerIn, Jesus, Judas, Oberster Priester, Pilatus).


Wir wollen nun gemeinsam hören, wie es Jesus weiter ergangen ist:
Schnell aber schlägt in Jerusalem die Stimmung um, als sich zeigt, dass Jesus anders handelt als erwartet. Jesus will einen friedlichen Weg gehen – ohne Waffen und Gewalt. Er will zeigen, dass die Liebe das Wichtigste ist und dass der Tod nicht das Ende bedeutet. Nach dem letzten gemeinsamen Abendmahl geht Jesus mit seinen Jüngern in den Garten Getsemane um zu beten.

Jesus sagt: „Ich will nach dort drüben gehen und beten. Wartet auf mich.

* Betet auch ihr, und bleibt wach!“ *

Ev. Liedruf: Bleibet hier und wachet mit mir (Taizé, Gotteslob 286)
 

Jesus geht tiefer in den Garten hinein. Er ist allein. Er wirft sich zur Erde. Er betet. (…)

Da kommt schon Judas mit einem Trupp Soldaten.
Sie haben Fackeln und Waffen. Judas ist der Jünger, der Jesus verrät.
Er deutet auf Jesus: * „Der ist´s!“ *

Die Soldaten nehmen Jesus gefangen.

Sie bringen Jesus zum Obersten Priester.

Der fragt Jesus: *„Hat dich Gott zu uns gesandt? Bist du der Sohn Gottes? *

Jesus antwortet: „Ja!“
Der Oberste Priester sagt: „Habt ihr das gehört?
Er macht sich selbst zum Sohn Gottes. Dafür muss er sterben.“

 

Sie bringen Jesus zum römischen Statthalter. Der Statthalter heißt Pilatus. Nur Pilatus darf jemand zum Tod verurteilen. Die Soldaten ziehen Jesus einen Königsmantel an.

Sie setzen ihm eine Krone aus Dornen auf. Sie machen sich über ihn lustig.

Pilatus sagt zum Volk: „Da seht ihr euren König!“

Aber alle rufen: * „Ans Kreuz, ans Kreuz mit ihm!“ *

Pilatus sagt: * „Gut, er soll gekreuzigt werden.“ *

Die Soldaten führen Jesus ab.
 

Text aus: Das große Bibel-Bilderbuch, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, mit freundlicher Genehmigung. (Vgl. Mt 26,14-27,66)

 

Lied:  

Jesus geht in die Stadt hinein, 5.+6.+7. Str.

 

Fürbitten:

Mit den Kindern werden aus den kleinen Ästen Kreuze gelegt oder zusammengebunden.
Mit diesen kleinen Kreuzen denken wir an alle, denen es gerade nicht so gut geht.
Wir denken an alle, die jetzt einsam sind.
Wir denken an alle, die keine Arbeit haben.
Wir denken an alle, die dafür sorgen, dass die Menschen wieder gesund werden.

An wen denkst du?
Kinder dürfen nun selbst Fürbitten sagen.


Vater unser:

Mit Jesus beten/singen wir:

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name,

dein Reich komme,

dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Amen.

 

Schlussgebet:

Gott, du bist wie ein Vater, eine Mutter. Wir danken dir für diese Feier.

Wir danken dir für Jesus, deinen Sohn, der uns deine Liebe schenkt.

Wir bitten dich:

Lass uns nie vergessen, was Jesus für uns getan hat.

Er stärkt uns für unseren Weg zu dir und zu den Menschen.

Dafür danken wir dir heute und in Ewigkeit.

Alle: Amen.

 

mit Kindern

 

Segen:

Bitten wir um Gottes Segen:
Guter Gott,
Jesus hat Freude und Leid erlebt wie wir!

Stärke unsere Hoffnung und gib uns Halt in dieser Zeit.

Segne uns auf unserem Weg durch die Karwoche.
Öffne unser Herz für das Wunder von Ostern.
So segne du uns, guter Gott, heute und alle Tage.

Die Eltern und die Kinder zeichnen sich gegenseitig ein Kreuz auf die Stirn. Dazu kann auch Weihwasser verwendet werden.

Alle: Amen.

 

Weitere Liedvorschläge:

  • Jesus geht in die Stadt hinein (Lob 755, Liederquelle Nr. 172)
  • Einer ist unser Leben (Liederquelle Nr. 76)
  • Eines Tages kam einer (Liederquelle Nr. 78, speziell 6. Und 7. Strophe)
  • Herr, du bist mein Leben (Liederquelle Nr. 123)
  • Jesus, ich bau auf dich – Karwoche (Kurt Mikula, https://www.mikula-kurt.net/)
  • Hosanna, du bist unser König - ein Lied zum Mitsingen für Palmsonntag. © Alfred Hochedlinger https://www.youtube.com/watch?v=C-g4jB7FK-o Kirchenmusikreferat Linz

 

Symbole im Palmbuschen

 

Teilweise aus: KGG Nr. 98 Vom Jubel zur Trauer - Kindergottesdienste zum Palmsonntag, Kath. Jungschar Linz/Kinderpastoral

 

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