Saturday 17. April 2021

Ratschen

Leitfaden, Stand: 23. März 2021

Dieser Leitfaden soll euch als Hilfestellung für die Organisation der Ratschenaktion 2021 dienen.

Bitte lest es aufmerksam durch und erstellt ein Präventionskonzept nach euren Bedürfnissen, da die Traditionen vom Ratschen oft sehr unterschiedlich sind. Da sich die Maßnahmen auch verändern können, habt bitte regelmäßig einen Blick auf die Website. Bitte beachtet auch die aktuellen Inzidenz-Zahlen und Weisungen in eurem Bezirk!

 

Ratschenkinder in Micheldorf unterwegs: Karfreitag gehen 40, am Karsamstag 20 Jungscharkinder und Firmlinge ratschen. Sie lassen einen alten Brauch wieder aufleben, am Karfreitag und Karsamstag mit den Ratschen von Haus zu Haus zu gehen. Sabine Greim

 

Allgemeines:

Die 4. Schutzmaßnahmenverordnung sieht folgendes für die Außerschulische Jugendarbeit bis 18 Jahre, also auch für das Ratschen, vor:

Den genauen Wortlaut der Regelungen findet ihr hier: §14 4. Novelle zur 4. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung

Leitfaden aus dem Ministerium

 

Außerschulische Jugendarbeit bis 18 Jahre:

  • Darf in geschlossenen Räumen und im Freien unter bestimmten Voraussetzungen und Einschränkungen stattfinden.
  • Die maximale Gruppengröße beträgt 10 Personen, außerdem bis zu 2 Betreuungspersonen, die volljährig sind.
  • ACHTUNG! Sind GruppenleiterInnen unter 18 Jahre – so gelten sie als Kinder/Jugendliche – und werden zu den 10 dazu gezählt. Das heißt z.B. bei 2 unter 18-Jährigen GruppenleiterInnen nur 8 Kinder.
  • Teilt die Gruppe, wenn ihr üblicherweise mehr seid.
  • Die Grundprinzipien zur Hygiene (Händewaschen, in die Armbeuge nießen...) gelten nach wie vor.
  • Es muss ein Präventionskonzept erstellt werden (siehe Vorlage weiter unten).
  • Der Mindestabstand von 2 Meter oder das Tragen von Mund- und Nasenschutz (unter 14 Jahren) bzw. FFP 2-Masken (über 14 Jahren) ist gesetzlich nicht notwendig, wenn ihr es im Präventionskonzept für die Gruppe festlegt. Mit Präventionskonzept könnt ihr euch also entscheiden, auf was verzichtet wird.
  • Findet das Treffen in geschlossenen Räumen statt, brauchen alle unter 18-Jährigen einen negativen Antigentest (behördlich: Teststraße, Apotheke), der nicht älter als 48h (oder PCR-Test nicht älter als 72h). Das gilt für Kinder ab 10 Jahre! Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr müssen kein negatives Testergebnis vorlegen.
  • Im Gesetz heißt es, dass über 18-Jährige (z.B. PastoralassistentInnen) einen negativen Antigentest alle 7 Tage vorweisen müssen, ansonsten ist eine FFP2-Maske zu tragen. Wir empfehlen euch, wie bei den unter 18-Jährigen vorzugehen.
  • Registrierungspflicht: Es ist notwendig, die Kontaktdaten der Kinder und GruppenleiterInnen zu erheben und eine Anwesenheitsliste zu führen. So kann im Fall des Falles verlässlich Auskunft über die betroffenen Personen gegeben werden. Die Daten können nach 28 Tage vernichtet werden.
  • Es können sich auch mehrere Gruppen gleichzeitig treffen, dürfen sich aber nicht vermischen.

 

Vorgaben fürs Ratschen:

 

Grundsätzliches:

  • Bei den Ratschen-Besuchen keine Wohninnenräume betreten
  • Je nach Entscheidung im Hygienekonzept: Abstandsregel von mindestens 2 Meter einhalten oder Mund/Nasenschutz (6-14 Jahren) oder FFP 2 Maske (ab 14 Jahren) tragen
  • Mund/Nasenschutz bzw. FFP 2 Maske mitführen und bei Kontakten (z.B. SpenderInnen) anlegen
  • Allgemeine Hygieneregeln beachten (Hände waschen, in Armbeuge niesen,...)
  • Zusammenkommen der Beteiligten an der Ratschenaktion regeln (z.B. zeitlich staffeln oder örtlich separieren, um Menschenansammlungen zu vermeiden)
  • Namen und Kontaktdaten der Beteiligten an der Ratschenaktion dokumentieren
  • RisikopatientenInnen bitte heuer nicht an der Ratschenaktion beteiligen
  • Bei Corona-typischen Krankheitssymptomen dürfen betroffene Kinder und Erwachsene nicht teilnehmen
  • Corona-Verantwortliche/n für die Ratschenaktion in der Pfarre bestellen, um für die Einhaltung der Regelungen zu sorgen

 

Vorbereitung:

  • Es gilt die Empfehlung, auf Zusammentreffen mit vielen Beteiligten zu verzichten und organisatorische und inhaltliche Infos (auch zu den Sicherheitsmaßnahmen) an Begleitpersonen, Kinder und deren Eltern auf schriftlichem (und digitalem) Weg weiter zu geben
  • Gruppeneinteilung schon im Vorfeld durchführen in  Absprache mit Kindern und Eltern. Sinnvoll ist es, Kinder, die im Kontakt zueinanderstehen (Geschwister, FreundInnen, SchulkollegInnen, Nachbarkinder), in derselben Gruppe zu belassen.
  • Die Eltern werden darüber informiert, dass die Kinder vor dem Pfarrheim zu verabschieden und wieder abzuholen sind.
  • Überlegt euch, wie viele Kinder ihr in einer Gruppe Ratschen schickt. Möglichst kleine Gruppen (auch für evtl. Transport mit Auto) sind sinnvoll (2-4 Kinder + Begleitung).
  • Kontaktdaten aller Beteiligten und Zusammensetzung der Gruppen wegen Nachvollziehbarkeit der Kontakte verschriftlichen (Name, Telefonnummer, Tag und Uhrzeit vom Ratschen, Name und Tel. Erziehungsberechtigten, Ratschengbiet)
  • Je nach Anzahl der verfügbaren Ratschen können diese an die Kinder für die Dauer der Aktion ausgegeben werden oder müssen täglich abgeholt und zurückgebracht werden. Achtet dabei auf die Desinfektion der Ratschengriffe!
  • Alle Begleitpersonen wissen was im Präventionskonzept steht und setzen dieses um.

 

Unterwegs auf Ratschentour:

  • Mund/Nasenschutz (6-14 Jahre) und FFP 2 (ab 14 Jahren) für alle Beteiligten mithaben und bei allen Kontakten zu den Besuchten tragen. Zwischen den Besuchen kann der Mund/Nasenschutz/FFP2 im Freien abgenommen werden, wenn der 2m-Abstand zwischen den Beteiligten eingehalten wird und es im Präventionskonzept vorgesehen ist.
  • Pro Gruppe eine Flasche Desinfektionsmittel und/oder Desinfektionstücher mitführen und wenn notwendig Hände und Materialien desinfizieren.
  • Wohninnenräume nicht betreten.

 

Sprüche:

  • Die Ratschensprüche können wie gewohnt ausgesagt werden.
  • In seltenen Fällen gibt es auch Ratschenlieder, diese bitte entfallen lassen.

 

Übergabe einer möglichen Spende und Süßigkeiten:

  • Begleitperson hält Kassa mit Abstand hin (und trägt Handschuhe) oder stellt sie am Boden ab.
  • Nette Idee: Manche Pfarren basteln „Spendenkescher“ oder verwenden Kescher vom Fischen bzw. Apfelpflücker. (Vielleicht habt ihr da schon Erfahrungen vom Sternsingen!)
  • Süßigkeiten bitte nur in Originalverpackung entgegennehmen. Achtet auch bei der Übergabe auf den Abstand!

 

Verpflegung (wenn vorgesehen)

  • Am besten nur ein Jausensackerl mitgeben, falls so etwas vorgsehen ist.
  • In manchen Pfarren gibt es die Tradition, dass alle Ratschenkinder gemeinsam frühstücken oder jausnen. Das ist heuer schwierig.  Achtet auf die gesetzlichen Regelungen (nicht mehr als 10 Kinder/Gruppe und Raum. Wenn drinnen, dann ist eine Testung aller Beteiligten über 10 Jahre notwendig). Abstand einhalten!
  • Am besten richtet ihr draußen eine Jausenstation (zum Mitnehmen) ein und staffelt diese zeitlich für jeweils kleine Gruppen:
    •  Hygienemaßnahmen wie Händewaschen bei der Ankunft und; Einbahnregelungen bei Ein- und Ausgang sowie beim Zugang zu Sanitäreinrichtungen;
    • Tragen der FFP2 Maske bei Herstellung und Ausgabe des Essens;
    • Desinfektion der Oberflächen nach Beendigung des Essens;
  • Wenn ihr länger unterwegs seid, Lunchpaket und Becher  (beschriftet mit Namen) oder Trinkflasche für jedes Kind mitnehmen.

Transport (siehe Leitfaden Ministerium)

  • Wegstrecken wenn möglich verstärkt zu Fuß absolvieren
  • Masken sind zu tragen. Die Verpflichtung zum Tragen eines MNS gilt ab dem vollendeten 6. Lebensjahr zum Tragen einer FFP2-Maske ab dem vollendeten 14. Lebensjahr.
  • Fahrgemeinschaften: wenn die Insassen nicht im gemeinsamen Haushalt wohnen, dürfen maximal 2 Personen pro Sitzreihe befördert werden.
  • Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, muss ein Abstand von mindestens 2 Meter eingehalten werden. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens 2 Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.

 

Ratschenabschluss:

  • Die Ratschen nach Abschluss des Einsatzes desinfizieren.
  • Die Ratschenkinder teilen sich die Süßigkeiten innerhalb ihrer Gruppe selber auf. Treffen sich mehrere Gruppen beim Abschluss, dürfen sie sich NICHT vermischen.

 

Empfehlungen:

  • Desinfiziert alle Gegenstände zu Beginn und am Ende, die gemeinsam genutzt bzw. von allen berührt werden. (Ratschengriffe, Waschbecken Armaturen, WC Spülungen, …).
  • Beachtet, ob es zusätzliche Regelungen für euer Pfarrheim gibt.
  • Beachtet, sind die Beteiligten (Kinder ab 10 Jahren und auch BegleiterInnen – siehe Verordnung) nicht getestet und es fängt z.B. zu regnen an, könnt ihr nicht in Innenräume gehen (z.B. Jause).
  • Wenn sich Begleitpersonen treffen, muss FFP2-Maske getragen werden.
  • Vergesst nicht, dass immer auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Kinder und BegleiterInnen geachtet werden soll: Das heißt, strengere Maßnahmen sind natürlich auch immer erlaubt.

Alternativen zum klassischen Ratschen:

Natürlich könnt ihr euch alternative Aktionen überlegen:

  • Ratschen vom Kirchturm
  • Ratschenvideo für die Pfarrhomepage oder Social Media Aktivitäten.

 

Präventionskonzept hat folgendes zu enthalten:
1. Schulung der Begleitpersonen,
2. spezifische Hygienemaßnahmen,
3. organisatorische Maßnahmen (Maske tragen, Mindestabstand, Registrierung…)

4. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion.


Am besten druckt ihr dieses aus und hinterlegt es in der Pfarre.

 

Das COVID-19-Präventionskonzept soll auch ein datenschutzkonformes System zur Nachvollziehbarkeit von Kontakten wie beispielsweise ein System zur Erfassung von Anwesenheiten der Kinder und Jugendlichen bzw. Daten der Erziehungsberechtigten bzw. Begleitpersonen beinhalten.

 

 

Vorlage für ein Präventionskonzept fürs Ratschen (Stand: 23.3.21) Diesen Entwurf eines Präventionskonzeptes fürs Ratschen müsst ihr für eure Pfarre anpassen.

 

Leitfaden zum Ratschen als Download

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