Monday 10. August 2020

Wer billig kauft, kauft unfair

Die „Clean Clothes“-Kampagne fordert auf, billig produzierte Bekleidung an Mode-Unternehmen symbolisch zurückzuschicken

KonsumentInnen können über die neue "Living Wage Defect"-Website (http://www.livingwagedefect.eu/de) ihre Bekleidung wegen unzureichender Löhne an Mode-Unternehmen zurückschicken und damit ein Zeichen für Existenzsicherung in der Bekleidungsindustrie setzen. Sowohl in asiatischen als auch in europäischen Bekleidungsfabriken erhalten die ArbeiterInnen nur Hungerlöhne, kritisiert "Clean Clothes" in einer Aussendung am Freitag, 17. Juli 2015. Die Kampagne besteht aus einem Zusammenschluss von entwicklungspolitischen NGOs, darunter die Katholische Frauenbewegung Österreichs und „Jugend Eine Welt“.

In den Produktionsländern unserer Bekleidung sind die Mindestlöhne so niedrig angesetzt, dass die Beschäftigten in einem Leben in Armut gefangen bleiben. Die Bekleidungsindustrie verspreche zwar seit Jahren existenzsichernde Löhne, Clean Clothes konnte aber noch keine Verbesserungen für Arbeiterinnen und Arbeiter feststellen.

Ein Lohn, der die Existenz sichert, sei ein Menschenrecht und diesen sollte Näherinnen für eine normale Arbeitswoche, also ohne Überstunden und Bonuszahlungen, erhalten. Die Realität sehe jedoch anders aus: In den meisten Produktionsländern verdienen die Näherinnen nur 20 bis 30 Prozent eines existenzsichernden Lohnes.

In den letzten beiden Jahren haben mehr als 110.000 EuropäerInnen die Petition der "Clean Clothes"-Kampagne für existenzsichernde Löhne unterschrieben. Diese wird heuer im Rahmen des "Living Wage Now"-Forums von 12. bis 14. Oktober 2015 in Brüssel an Unternehmen und politische Entscheidungsträger übergeben.

 

Weitere Informationen zur Clean Clothes Kampagne:

www.cleanclothes.at

 

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