Monday 28. September 2020

Widerständig und visionär: Frauen im Krisenmanagement

Die Sommerstudientagung der kfbö im digitalen Raum

Trotz Coronakrise sind rund 80 Mitglieder der Katholischen Frauenbewegung Österreichs vom 24. – 26. August 2020 zur jährlichen Sommerstudientagung zusammengekommen – im digitalen Raum:  „Die Frauen der kfb stellen sich Krisen entgegen, ob Pandemie, Krisen in Gesellschaft oder Kirche“, so Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Als „Gemeinschaft von Frauen, die sich aktiv in Kirche, Gesellschaft und Politik für Frauen einsetzt“, verstehe sich die kfb als wichtiger Teil bei der Bewältigung anstehender Herausforderungen: „Unser Glaube ist uns Ansporn, Krisen für positive Entwicklungen zu nützen, orientiert an der Vision vom guten Leben für alle“. Der Salzburger Erzbischof und Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz Franz Lackner dankte bei der Eröffnung der Sommerstudientagung der kfb für den Mut, die Tagung nicht abgesagt zu haben und richtete weiteren Dank im Namen der Bischofskonferenz an die Frauen in ganz Österreich für ihren System erhaltenden, weit überproportionalen Einsatz zur Bewältigung der Corona-Krise, sei es im Gesundheitswesen, in der Pflege, im Handel oder in den Familien. Zur diesjährigen Sommerstudientagung unter dem Titel „innovativ und wirksam sich einmischen, mitmischen, aufmischen“ hatte die kfb der Erzdiözese Salzburg eingeladen, Grußworte kamen bei der Eröffnung auch von der Pastoralamtsleiterin der Erzdiözese, Lucia Greiner, der KA-Präsidentin Elisabeth Mayer sowie der Salzburger Landesrätin für Frauen und Familie, Andrea Klambauer.

Während der Glaube drohe, „abstrakt“ zu werden, machten Frauen die „Leibhaftigkeit des Glaubens“ sichtbar, so Erzbischof Lackner in seinem Statement. Immer schon seien in der Geschichte „Frauen vorangegangen“, und auch künftig möge die Rückbindung an die Botschaft Jesu Antrieb für das Engagement von kfb-Frauen in Kirche und Gesellschaft bleiben. Kfb-Vorsitzende Ritter-Grepl verwies auf das vielfältige Tun der diözesanen kfbs auf spiritueller wie sozialer Ebene während der vergangenen Monate. Zu den geplanten künftigen Aktionen zählt ein Forumtheater, das zum Thema „Mutprobe: Was, wenn wir es mit der Angst zu tun bekommen?“ in ganz Österreich unterwegs sein wird.

kfbö gibt der Kirche ein Gesicht

Ausdrücklich dankte auch der für die Belange der Katholischen Aktion zuständige Referatsbischof Wilhelm Krautwaschl den kfb-Frauen für ihren „Beitrag, der Kirche ein Gesicht zu geben“: „Wir sind nicht für uns Kirche, sondern weit mehr für die Welt um uns“, so Krautwaschl. Die kfb lebe ihr Motto der heurigen Sommerstudientagung, es sei ihr „von Herzen“ zu danken für „das Wagnis, offen auf Veränderungen einzugehen“, auch im Blick auf kirchliche Prozesse und entsprechende Herausforderungen beispielsweise auf Ebene der Katholischen Aktion Österreichs. Ein „neuer und vertiefter Ansatz“ sei nötig, der Aufruf zur „Bekehrung“ eine Herausforderung für alle: „Und glauben Sie mir: dies sich zuzumuten ist auch für mich eine alles andere als einfach Aufgabe, auch wenn das, was mit ‚Dialog‘ in der Kirche auf allen Ebenen verbunden wird, wichtiger wird“.

Frauen als Grenzüberschreiterinnen

Die Theologin Michaela Quast-Neulinger vom Institut für Systematische Theologie der Universität Innsbruck nannte in ihrem Beitrag zur Sommerstudientagung die Widerständigkeit, einem Ideal zu folgen, einen „der drei Grundvollzüge der Kirche: martyria, durch das Leben Zeugnis ablegen für das in Christus angebrochene Reich Gottes“, für das Recht jedes Menschen auf ein Dasein in Würde und Gerechtigkeit. Biblische Frauengestalten wie Judith, Rut oder Maria hätten das getan, „überschritten die Grenzen des Systems, brachen mit ihrem Mut die ungeschriebenen Regeln ihrer Zeit und legten so den Grundstein für eine neue Zukunft.“

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kfb Zeitung 05/2020 Vollbild

 

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