Wednesday 11. December 2019

Kunst im Advent: Menschheitszukunft

Rückschau auf die Eröffnung

Wunder in Stahl
Menschheitszukunft - KindVor Beginn mussten im Deep Space noch zahlreiche Sessel zusätzlich aufgestellt werden, weil erfreulich viele Kunstinteressierte zur Präsentation des einmaligen Kunstwerkes „Menschheitszukunft“ ins Ars Electronica Center gekommen waren. Der Direktor der HTL-Steyr, Dr. Franz Reithuber, dankte für diese einmalige Möglichkeit, das zentrale Kunstwerk des Steyrer Künstlers Michael Blümelhuber, Bildhauer in Stahl (1865–1936) in diesem Rahmen zu präsentieren. Im Jahr 1922 wurde es vom Meister aus einem 3,5 Kilogramm schweren, rund 12,5 Zentimeter hohen Manganstahlblock geschnitten. Weltweit gibt es kein vergleichbares Werk, das aus einem derart harten Stahl gefertigt worden wäre.

 

Meisterwerk der Zwischenkriegszeit
Der KunMenschheitszukunft Rosettesthistoriker Dr. Lothar Schultes stellte die Entwicklung Blümelhubers und dessen internationale Kontakte gekonnt dar. Der Theologe Dr. Michael Zugmann arbeitete die von Blümelhuber verdichteten Motive heraus.
Nur wenige Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges entstanden zeigt es ein Kind, das eine Weltkugel in der Hand hält und mit einer segnenden und heilenden Geste den Riss der Welt schließen will. Dieser Riss zeigt sich exakt an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich und „gipfelte“ 17 Jahre später im Zweiten Weltkrieg. Das Kind trägt an Händen und Füßen die Wundmale Jesu.

 

 

 

Politische und Religiöse Motive
DiePräsentation Menschheitszukunft: Ing. Leo Sturm; DI Fritz Eichhorn, Dr. Franz Kogler Metallskulptur ruht auf zwölf kunstvoll gearbeiteten Säulen mit einer Bodenrosette, die den innenliegenden Hohlraum abschließt. Erst im Juni 2019 konnte mit der modernsten in Österreich verfügbaren CT-Anlage für Metall bei der Firma Haidlmair analysiert werden, dass diese Rosette zwar aus dem gleichen Werkstück hergestellt, aber erst sekundär eingesetzt wurde.
Das Kunstwerk lässt an Röm 11,18 denken: „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“ Es bleibt offen, ob hier der tiefgläubige und auch politisch sehr engagierte Künstler (er hat den Schlüssel für den Linzer Mariendom gestaltet und u.a. einen sehr kritischen Brief an Adolf Hitler geschrieben) schon 60 Jahre vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil das Judentum als das Fundament des Christentums darstellen wollte.
Auf alle Fälle ist die „Menschheitszukunft“ ein unvorstellbar wertvolles „Zeitdokument“ von höchstem handwerklichen und künstlerischen Wert.

 

 

Erlebnis bis in kleinste Detail

BMenschheitszukunft - Kind. Detail: Wundmale Jesu und Riss zwischen Deutschland und Frankreichei der Präsentation konnten die Besuchenden durch die zum Teil 10.000-fache Vergrößerung Details entdecken, die bisher allen Bewunderern verborgen blieben – und auch mit der Lupe nicht zu entdecken waren, wie zum Beispiel die Seitenwunde Jesu oder die Inschrift samt Jahreszahl. Das erstellte 3D-Modell gab zudem einen plastischen Eindruck. Dieses einmalige Kunstwerk kann noch an den Sonntagen im Advent 2019 im AEC in Linz jeweils um 11:00 Uhr bis ins kleinste Detail bestaunt werden (8. und 15. Dez.). Das (hoch versicherte) Original ist bis 2. Feb. 2020 im Schlossmuseum Linz im Rahmen der Sonderausstellung „Christkinder“ zu besichtigen.

 

 

Den Vortrag von Dr. Michael Zugmann können Sie hier herunterladen!

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