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24. Mai: Apg 20,13–38

   

Foto: Ingrid Penner

Paulus holt für seine Abschiedsrede in Milet (im Bild das Theater) auch die Bewohner von Ephesus dazu. Er ahnt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, weil die Lage um ihn herum sich mehr und mehr zuspitzt. Der Abschied ist von vielen Emotionen begleitet.

 

Zeit für den Abschied: Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde ...

 

13   Wir gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assos,

wo wir Paulus an Bord nehmen sollten;

so hatte er es angeordnet, weil er selbst zu Fuß gehen wollte.

14   Als er in Assos zu uns stieß, nahmen wir ihn an Bord

und erreichten Mitylene.

15   Von dort segelten wir am nächsten Tag ab

und kamen bis auf die Höhe von Chios.

Am anderen Tag liefen wir Samos an

und landeten am folgenden Tag in Milet.

 

16   Paulus hatte sich entschlossen, an Ephesus vorbeizufahren,

um in der Provinz Asien keine Zeit zu verlieren.

Denn er hatte es eilig, weil er, wenn möglich,

am Pfingsttag in Jerusalem sein wollte.

17   Von Milet aus schickte er jemanden nach Ephesus

und ließ die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen.

 

18   Als sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er:

Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an,

seit ich die Provinz Asien betreten habe,

die ganze Zeit in eurer Mitte war

19   und wie ich dem Herrn in aller Demut diente

unter Tränen und vielen Prüfungen,

die ich durch die Nachstellungen der Juden erlitten habe,

20   wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was heilsam ist.

Ich habe es euch verkündet und habe euch gelehrt,

öffentlich und in den Häusern.

21   Ich habe vor Juden und Griechen Zeugnis abgelegt für die Umkehr zu Gott

und den Glauben an Jesus, unseren Herrn.

22   Und siehe, nun ziehe ich, gebunden durch den Geist,

nach Jerusalem und ich weiß nicht, was dort mit mir geschehen wird.

23   Jedoch bezeugt mir der Heilige Geist von Stadt zu Stadt,

dass Fesseln und Drangsale auf mich warten.

24   Aber ich will mit keinem Wort mein Leben wichtig nehmen,

wenn ich nur meinen Lauf vollende und den Dienst erfülle,

der mir von Jesus, dem Herrn, übertragen wurde:

das Evangelium von der Gnade Gottes zu bezeugen.

25   Und siehe, ich weiß, dass ihr mich nicht mehr

von Angesicht sehen werdet,

ihr alle, zu denen ich gekommen bin

und denen ich das Reich verkündet habe.

26   Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag:

Ich bin rein vom Blut aller.

27   Denn ich habe mich der Pflicht nicht entzogen,

euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkünden.

 

28   Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde,

in der euch der Heilige Geist zu Vorstehern bestellt hat,

damit ihr als Hirten für die Kirche des Herrn sorgt,

die er sich durch sein eigenes Blut erworben hat!

29   Ich weiß: Nach meinem Weggang

werden reißende Wölfe bei euch eindringen

und die Herde nicht schonen.

30   Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten,

die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.

 

31   Seid also wachsam und denkt daran,

dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe,

unter Tränen jeden Einzelnen zu ermahnen.

32   Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an,

das die Kraft hat, aufzubauen

und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.

33   Silber oder Gold oder Kleider habe ich von keinem verlangt;

34   ihr wisst selbst, dass für meinen Unterhalt und den meiner Begleiter

diese Hände hier gearbeitet haben.

35   In allem habe ich euch gezeigt,

dass man sich auf diese Weise abmühen

und sich der Schwachen annehmen soll,

in Erinnerung an die Worte Jesu, des Herrn, der selbst gesagt hat:

Geben ist seliger als nehmen.

 

36   Nach diesen Worten kniete er nieder und betete mit ihnen allen.

37   Und alle brachen in lautes Weinen aus,

fielen Paulus um den Hals und küssten ihn;

38   am meisten schmerzte sie sein Wort,

sie würden ihn nicht mehr von Angesicht sehen.

 

Dann begleiteten sie ihn zum Schiff.

 

Impulsfragen:

  • Welche Ermahnungen legt Paulus (nach seinem Vorbild) den Vorstehern der Gemeinde ans Herz, um gute Hirten für die Herde zu sein?
  • Was sagt Paulus in seiner Abschiedsrede über das Wort Gottes?
  • Was wünschen Sie sich von einer/einem idealen (Gemeinde-)Vorsteher/in? 

Renate Hinterberger-Leidinger

 

 

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Medieninhaber: Diözese Linz, Herrenstraße 19, 4020 Linz, DVR: 0029874/119
Herausgeber: Dr. Franz Kogler, Bibelwerk Linz, Pastoralamt, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz, Österreich
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Redaktion: Mag.a Klara Porsch
Die Rechte von Text und Bild liegen bei den AutorInnen.
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