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6. Mai: Apg 17,16–34

   

Foto: Ingrid Penner

Die biblische Erzählfigur des Paulus befindet sich auf dem Areopag, einem Felsen etwas unterhalb der Akropolis von Athen (im Hintergrund zu sehen). Hier wurden in antiken Zeiten Reden gehalten, zu Gericht getagt und neue Ideen bekannt gemacht. Paulus knüpft mit seiner Rede an die philosophische Gedankenwelt der Zeit an und stellt den „unbekannten Gott“ aus christlicher Sicht vor.

 

Wer ist der „unbekannte Gott“?

 

16   Während Paulus in Athen auf sie wartete,

wurde sein Geist von heftigem Zorn erfasst;

denn er sah die Stadt voll von Götzenbildern.

17   Er redete in der Synagoge mit den Juden und Gottesfürchtigen

und auf dem Markt sprach er täglich mit denen, die er gerade antraf.

18   Einige von den epikureischen und stoischen Philosophen

diskutierten mit ihm und manche sagten:

Was will denn dieser Schwätzer?

Andere aber: Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein.

Denn er verkündete das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung.

 

19   Sie nahmen ihn mit, führten ihn zum Areopag und fragten:

Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist,

die du vorträgst?

20   Du bringst uns recht befremdliche Dinge zu Gehör.

Wir wüssten gern, worum es sich handelt.

21   Alle Athener und die Fremden dort taten nichts lieber,

als die letzten Neuigkeiten zu erzählen oder zu hören.

22   Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte:

Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromm.

23   Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah,

fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift:

EINEM UNBEKANNTEN GOTT.

Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.

24   Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er,

der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln,

die von Menschenhand gemacht sind.

25   Er lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen,

als ob er etwas brauche,

er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.

26   Er hat aus einem einzigen Menschen

das ganze Menschengeschlecht erschaffen,

damit es die ganze Erde bewohne.

Er hat für sie bestimmte Zeiten

und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt.

27   Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten;

denn keinem von uns ist er fern.

28   Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir;

wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben:

Wir sind von seinem Geschlecht.

29   Da wir also von Gottes Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen,

das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde

menschlicher Kunst und Erfindung.

30   Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat,

gebietet jetzt den Menschen, dass überall alle umkehren sollen.

31   Denn er hat einen Tag festgesetzt,

an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann,

den er dazu bestimmt und vor allen Menschen

dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.

32   Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen,

andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.

 

33   So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.

34   Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig,

unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit,

außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.

 

Impulsfragen:

  • Wie nimmt Paulus die Lebenswelt seiner Hörer/innen ernst? Was könnte das für Kirche heute bedeuten?
  • Der Umgang mit Gesetzen und Vorschriften konfrontiert uns auch aktuell in der Pandemie. Gibt uns der Verfasser eine Handlungsanweisung, wenn wir hören: „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.“ (Apg 17,28a)?
  • Apg 17,31: „… der den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann (Jesus Christus),…“ – Was braucht es jetzt für ein gutes Zusammenleben?

Daniel Neuböck

 

 

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Versäumte Impulse können Sie hier nachlesen:

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Medieninhaber: Diözese Linz, Herrenstraße 19, 4020 Linz, DVR: 0029874/119
Herausgeber: Dr. Franz Kogler, Bibelwerk Linz, Pastoralamt, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz, Österreich
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Redaktion: Ingrid Penner
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