Montag 23. April 2018

30 Jahre Bischöfliche Arbeitslosenstiftung

Die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung feierte am 17.10.2017 ihr 30jähriges Jubiläum. Unter dem Motto: "Würde & Gerechtigkeit - Menschen in der Arbeitswelt" wurde nachgedacht und diskutiert, auch der Dank für die vielfältige Tätigkeit wurde von den Ehrengästen übermittelt.

 

  • Eindrücke und Stimmen zu "30 Jahre Bischöfliche Arbeitslosenstiftung"
  • Ausbildungspflicht bis 18
  • Ein Lehrling im Bischöflichen Ordinariat stellt sich vor
  • Informationen zum Mobbing-Telefon der Diözese Linz
  • Einladung zum Jugendforschungsseminar am 30. 1. 2018
  • Einladung zur 11. Armutskonferenz, 6. - 7. 3. 2018

Diözesanbischof Manfred Scheuer betonte in seiner Begrüßung, die Bedeutung von Erwerbsarbeit für den einzelnen Menschen: „Arbeit ist eine wichtige Säule für ein gesundes Leben. OB und WIE Menschen bezahlt werden, entscheidet wesentlich darüber, ob ein Leben in Würde möglich ist. Wird aber ein Mensch arbeitslos, zerbröselt diese Säule - Arbeitslosigkeit macht krank.“

 

Dialog

Im Dialog mit Diözesanbischof Manfred Scheuer betonte Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer: „Arbeit hat eine wichtige Bedeutung in der Gesellschaft, persönlich und für’s WIR-Gefühl. Arbeit steht für Sinngebung, Selbstverwirklichung, Existenzsicherung, Dabei-Sein und Zugehörigkeit. Die Finanzierung sozialer Sicherungssysteme ist ein wichtiges Zukunftsthema. Aus welchen Formen von Einkommen sind diese in Zukunft finanzierbar, wenn Arbeitsplätze weniger werden? Wird das Gemeinwohl nicht gesichert, entstehen andere massive Probleme. Wie dann die Gesellschaft organisieren?“ Entscheidend ist, wie wir uns als Gesellschaft zu den Menschen stellen, die „draußen“ gelandet sind. Ein gutes, Würde zurückgebendes Modell ist für sie die neue „Aktion 20.000“ für arbeitslose Menschen über 50.

Diözesanbischof Manfred Scheuer wies darauf hin, dass Arbeit ein Gefühl von Zugehörigkeit und Selbstwert vermittelt. Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens, wobei jedoch insgesamt auf eine sinnvolle Lebensgestaltung zu achten ist. Diese Notwendigkeit einer Balance betrifft sowohl die persönliche als auch die gesellschaftliche Ebene mit ihrem Ungleichgewicht der Verteilung von Arbeit. Durch die radikalen Veränderungen der „digitalen Revolution“ ist zu erwarten, dass traditionelle Arbeitsplätze verloren gehen. Daher ist ein Nachdenken über eine Art von Grundeinkommen nötig. Weitere Herausforderungen unserer Gesellschaft sieht Bischof Scheuer in der Ausbildung der Jugend, die Forderung nach lebenslangem Lernen und die Entwicklung einer neuen Ethik. Im Weiteren hob er besonders hervor, dass jeder Mensch eine Würde besitzt, er muss sich diese nicht erwerben. Gerechtigkeit muss jedoch von Politik, Kirche und Gesellschaft geschaffen werden.

 

Resümee des Dialoges

Die von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen sind nicht selbst schuld an ihrer Situation. Wenn Arbeitslosigkeit als ein Geflecht aus verschiedenen Ursachen und Faktoren gesehen wird, dann ist ein Leben in Würde möglich.

Einige BesucherInnen sprachen in ihren Statements unter anderem die Fragen der Integration, der Umverteilung von Reichtum sowie die Ausgrenzungs- und Neiddebatte an. In den folgenden Gesprächsrunden dankten Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer, die Linzer Stadträtin Regina Fechter und die stellvertretende AMS Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt allen Engagierten in der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung für die wertvolle Arbeit und verweisen auf die Wichtigkeit von sozialen Einrichtungen, die Menschen am Rande der Gesellschaft eine Stimme geben.

Für Bischof em. Maximilian Aichern gehören Religion und soziales Engagement stets zusammen. Edeltraud Addy-Papelitzky, Kollegiumsvorsitzende, sieht als besondere Aufgabe der Arbeitslosenstiftung die konkreten Bedürfnisse der Menschen aufzunehmen.

 

JU-CAN Theaterprojekt

Als unter die Haut gehender Abschluss folgte die Premiere des Theaterstückes, das von den Jugendlichen von JU-CAN in Begleitung des Theaterpädagogen Markus Hopf selber entwickelt worden ist. Das Thema war Homophobie und Mobbing. Ein Theaterprojekt berührt nicht nur Oberflächliches, es kann den Beteiligten einiges aufzeigen. Oft werden die Leisen laut und die Lauten

leise. Das spürte auch das Publikum.

 

INFOS 116

 

 

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