Tuesday 2. March 2021

Die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung stellt sich an die Seite arbeitssuchender Menschen

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Arbeitswelt massiv. Die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung der Diözese Linz bietet Unterstützung und Begleitung für arbeitsuchende Menschen und weist auf deren schwierige Situation hin.

Die Zahl arbeitsloser Menschen ist coronabedingt stark gestiegen. Im November waren es in Oberösterreich mit 42.286 um fast 10.000 oder um 30 Prozent mehr als im November des Vorjahres. Hinzu kommen noch zahlreiche Klein- oder EinzelunternehmerInnen, die keine Arbeit und auch kein Einkommen haben. All das bereitet Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und den Verantwortlichen in der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung große Sorgen.

 

Die Aussichten sind weiter sehr ungewiss; der Winter wird wieder neue Höchstwerte bei der Zahl arbeitsloser Menschen bringen. Besonders schwer haben es jetzt langzeitbeschäftigungslose Menschen. In einem höheren Alter oder mit gesundheitlichen Einschränkungen ist ein passender Arbeitsplatz oft noch schwerer zu bekommen. Neben Hoffnungslosigkeit und Zukunftsängsten leiden diese Menschen nicht selten auch unter Armut.

 

Bischof Dr. Manfred Scheuer: „Die jetzige Krise hat viele Aspekte: Das ‚social distancing‘ setzt massiv älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Kindern und Jugendlichen zu. Aber auch die Arbeitswelt ist durch die Corona-Pandemie in Bewegung geraten. Arbeit ist eine unverzichtbare Dimension menschlichen Lebens. Menschen wollen sich in eine sinnvolle, in eine gute Arbeit einbringen können. Viele Menschen sind gerade jetzt hoher beruflicher Belastung ausgesetzt und leisten unschätzbare Dienste für die Gesellschaft. Die zahlreichen Betriebe und Unternehmen in unserem Land haben in der Vergangenheit viele und gute Arbeitsplätze geschaffen. Die Erwerbsarbeit zu verlieren ist für jeden Menschen ein großer und dramatischer Bruch in seinem Leben. Gerade in den letzten Wochen und Monaten sind viele Menschen mit Arbeitslosigkeit konfrontiert. Diese Not nehme ich mit großer Sorge wahr. Die Kirche muss dort sein, wo die Menschen Hilfe brauchen. Mit unserer Arbeitslosenstiftung unterstützen wir deshalb Hilfesuchende im Rahmen unserer Möglichkeiten und beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfarren, die diese Menschen ebenfalls begleiten. Dankbar bin ich in diesem Zusammenhang über eine belastbare Sozialpartnerschaft sowie eine staatlich garantierte soziale Absicherung in Alter, Krankheit und auch Arbeitslosigkeit.“

 

Mag.a Michaela Pröstler-Zopf, stellvertretende Vorsitzende des Kollegiums der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung: „Die Corona-Pandemie löst gerade eine Wirtschaftskrise aus. Die hohe Arbeitslosigkeit ist eine Folge davon und somit ein Problem unserer Gesellschaft. Die Betroffenen haben ein hartes Los, sie sind aber für diese Situation nicht verantwortlich und dürfen damit nicht allein gelassen werden. Arbeitslosigkeit ist eine tiefgehende menschliche Verlusterfahrung. Der Verlust des Arbeitsplatzes drängt Menschen ins gesellschaftliche Abseits, sie fürchten um ihre Existenz. Das betrifft immer auch ganze Familiensysteme und Freundeskreise.“

 

Christian Winkler, Geschäftsführer der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung: „Arbeitslose Menschen ziehen sich oftmals aus Scham oder aus Furcht vor Beschämung aus ihrer bisherigen Umgebung zurück. Arbeitslos zu sein, macht die Menschen und ihre Umgebung oft sprachlos. Wie es ihnen geht und was ihnen konkret hilft, muss uns als Gesellschaft mehr beschäftigen. Mit entsprechender Betreuung können sie Ausbildungs- oder Arbeitsplätze finden, die es ja auch in der Krise gibt.“

 

Bischöfliche Arbeitslosenstiftung der Diözese Linz

 

Die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung der Diözese Linz unterstützt Projekte, die arbeitslosen Menschen helfen. Die MitarbeiterInnen der Arbeitslosenstiftung sind gut vernetzt und bieten Beratung und Gespräche für arbeitsuchende Menschen an. Auch in den Treffpunkten mensch & arbeit haben die SeelsorgerInnen ein offenes Ohr, vor allem für Menschen in schwierigen Situationen.

 

Beratung und Begleitung ermutigen und bestärken in dieser Krisenzeit arbeitsuchende Menschen, Wege und Lösungen für ihre Situation zu finden. Hier als Beispiel der konkreten Arbeit ein Bericht aus dem Jugendprojekt JU-CAN der Arbeitslosenstiftung:

 

Der Übergang in den Homeoffice-Modus funktionierte beim zweiten Lockdown besser, weil verstärkt Videokonferenzen in der Fernbetreuung eingesetzt werden. So bleibt ein intensiverer Kontakt zu den BetreuerInnen aufrecht, aber auch der Eindruck, in eine Gruppe eingebunden zu sein. Bei JU-CAN wird nun genauso produktiv und zielgerichtet weitergearbeitet wie bisher – nur unter anderen Rahmenbedingungen.

 

Statement einer Teilnehmerin im Jugendprojekt JU-CAN:

„Gut, dass ich den Kontakt zu den Betreuern halten kann, und dass ich mit den Aufgaben den ganzen Tag etwas zu erledigen habe. So weiß ich, was ich nach dem Aufstehen zu tun habe!“

 

„Online-Morgenrunde“ im Jugendprojekt JU-CAN mit der jeder Kurstag in der Fernbetreuung beginnt.

„Online-Morgenrunde“ im Jugendprojekt JU-CAN mit der jeder Kurstag in der Fernbetreuung beginnt. 

 

Jeder Tag startet mit einer Morgenrunde per Videokonferenz mit allen TeilnehmerInnen, die danach ihnen individuell gestellte Aufgaben bearbeiten. Im Laufe des Tages finden in kleineren Gruppen vereinbarte Treffen statt, aber auch regelmäßige Einzelsettings. Themenspezifische Workshops mit den Jugendlichen ergänzen das Programm.

 

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