Monday 1. June 2020

Forderungen der Aktionsgemeinschaft

Die Arbeitslosigkeit ist aufgrund der Folgen der Corona-Krise bereits dramatisch angestiegen und sie wird voraussichtlich leider noch weiter steigen.

Existenzängste und die Aussichtslosigkeit, nach der Krise wieder rasch eine Stelle zu bekommen, plagen viele Arbeitslose. Besonders junge Menschen gehören zu den Hauptbetroffenen der Kündigungswelle, älteren Arbeitssuchenden droht Langzeitarbeitslosigkeit. Es braucht wieder mehr Solidarität, besonders auch als Grundprinzip sozialstaatlichen Handelns. Daher fordert die Aktionsgemeinschaft zum Tag der Arbeitslosen – 30. April:
 

Das Arbeitslosengeld beträgt in Österreich nur etwa die Hälfte (55%) des vorigen Nettoeinkommens. Das schützt nicht ausreichend vor Armut.
  • Wir fordern, dass das Arbeitslosengeld auf mindestens 70% erhöht wird.
Als Folge der wirtschaftlichen Krise besteht die Gefahr, dass viele Jugendliche keine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben.
  • Wir fordern, für alle jungen Menschen bis 25 Jahre eine Garantie auf einen tatsächlichen Ausbildungsplatz und bei Bedarf vorbereitende Kursangebote.
Ältere arbeitslose Menschen sind überdurchschnittlich lange arbeitslos und werden bei Stellenbesetzungen oft nicht berücksichtigt. In öffentlichen oder gemeinnützigen Einrichtungen gibt es viele notwendige Tätigkeiten.
  • Wir fordern eine Jobgarantie und ein Förderprogramm für die gesamten Lohnkosten in öffentlichen oder gemeinnützigen Einrichtungen für ältere langzeitarbeitslose Menschen.
Weiterbildungen erhöhen die individuellen Berufschancen und tragen zu einem selbstbestimmten Leben bei.
  • Wir fordern einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung für alle arbeitslosen Menschen.
Menschen mit niedrigem Arbeitslosengeld erhalten eine Aufzahlung aus der Sozialhilfe nur, wenn sie kaum mehr Vermögen besitzen und unter Anrechnung des ganzen Familieneinkommens.
  • Wir fordern die Anhebung der Sozialhilfe über den Armutsgefährdungsbetrag und bei einer Aufzahlung gleiche Bedingungen wie beim Arbeitslosengeldbezug.
Derzeit sind fast 1 Million ArbeitnehmerInnen in Kurzarbeit, die Zahl der arbeitslosen Menschen  wird auf über 700.000 steigen.
  • Wir fordern eine bessere Verteilung der Erwerbsarbeit und eine generelle Arbeitszeitverkürzung, damit alle Menschen selbstständig ihre Existenz sichern können.
 Forderungen der Aktionsgemeinschaft
 

Die Aktionsgemeinschaft:
AUGE - Alternative und grüne GewerkschafterInnen, Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, B7 - Verein Arbeit und Leben, Katholische Jugend OÖ, KAB - Katholische ArbeiterInnenbewegung OÖ, obds Österreichischer Berufsverband der sozialen Arbeit, ÖGB OÖ & Themenforum Arbeitslosigkeit, Sozialplattform OÖ, VSG - Verein für Sozial- und Gemeinwesenprojekte.
 
Bischöfliche Arbeitslosenstiftung
Domgasse 3
4020 Linz
Telefon: +43 732 781370
Telefax:+43 732 781370-4
arbeitslosenstiftung@dioezese-linz.at
DVR: 0029874(10312)
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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