Mittwoch 21. November 2018

Von der Kunst, gut zu leben

Dass zu einem guten Leben auch Humor gehört, zeigte Magic Priest Gert Smetanig.

Unter diesem Thema stand am 8. Februar 2018 der Nachmittag zum Welttag der Kranken, der vom Krankenhaus der Elisabethinen in Kooperation mit der Linzer KirchenZeitung veranstaltet wurde. Die BesucherInnen wurde von Magic Priest Gert Smetanig auf humorvolle Weise verzaubert.

Seit neun Jahren findet bei den Elisabethinen anlässlich des Welttages der Kranken, der 1993 von Papst Johannes Paul II ausgerufen wurde, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Elisabethinen – Ort der Begegnung“ ein Themennachmittag mit Impulsen zu Gesundheitsthemen statt. Die Einladung richtet sich an alle Interessierten und ganz besonders an jene, die selbst krank sind oder für kranke Menschen Sorge tragen, in medizinischen Berufen oder in der Pflege und Betreuung Angehöriger.

 

In ihrer Begrüßung stellte die Generaloberin der Elisabethinen Linz-Wien, Schwester Barbara Lehner, die inhaltliche Verbindung des heurigen Mottos zur Intention des Themennachmittags und zur zeitlichen Nähe des Faschingshöhepunkts her, denn die Kunst , gut zu leben, schließe auch ein, etwas für sich selbst zu tun und die eigenen Ressourcen, etwa durch einen impulsgebenden und unterhaltsamen Nachmittag, wieder zu stärken.

 

Generaloberin Schwester Barbara Lehner

Schwester Barbara Lehner begrüßte die BesucherInnen. © Elisabethinen Linz

 

Gedankenreise in fünf Gärten

 

Zum diesjährigen Hauptreferat war Ernst Bräuer, ehemaliger Rektor des Bildungshauses Schloss Puchberg und der Caritas Oberösterreich, geladen. Er zeigte unter dem Titel „Von der Kunst, gut zu leben“ Möglichkeiten eines gelingenden Lebens auf. Bräuer führte das sehr zahlreich erschienene Publikum gedanklich in fünf Gärten, die symbolisch den Nährboden für ein aufblühendes Leben darstellen.

 

Ausgangspunkt dieser spirituellen Reise war der „Garten der Sinne“ einer 84-jährigen Landwirtin, die in ihrem Testament niederschreibt, was sie in ihrem Leben ändern würde, könnte sie es noch einmal leben, wie z. B. sich nicht um Kleinigkeiten viele Sorgen zu machen, öfter auf der Hausbank zu sitzen und in die Sterne zu schauen, die eigenen Gefühle ernster zu nehmen und öfter zu lachen, aber auch zu weinen, die Mahlzeiten in tiefer Dankbarkeit einzunehmen, jeden Tag dankbar anzunehmen, der nächsten Generation viele Ratschläge zu ersparen, sondern ihr mehr Vertrauen entgegenzubringen und den Glauben an Gott in ihr zu wecken. Die Botschaft aus diesem Garten fasste Ernst Bräuer in der Formulierung „Leben mit allen Sinnen“ zusammen, denn über die Sinne erfahren wir Sinn.

 

Der zweite Gedankensprung führte in den Garten der Philosophen, wo es um die Ausbildung und Pflege der Tugenden geht. Die vier Kardinaltugenden, deren Wortstamm eigentlich „Türangel“ bedeutet, sind wichtige Drehmomente eines gelingenden Lebens: Klugheit als die Fähigkeit, richtig zu unterscheiden im Hinblick auf das Gute, das man erreichen will. Gerechtigkeit, im Sinn von „jedem das Seine geben“, Mut im Sinne von „Handeln aus Überzeugung und mit der Stimme des eigenen Gewissens“, Maßhalten im Sinne von „stimmig leben“, denn ein Maß ist nicht für jeden dasselbe, und das Leben gerät aus den Angeln, wenn man jemandem das eigene Maß aufzwingt oder sich ein Maß aufzwingen lässt.

 

Der Gedankenweg führte weiter in den Garten der Theologen, wo die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe genährt werden von jenen, die Menschen in der Seelsorge begleiten und ihnen helfen, sich auf Gott zu verlassen (Glaube), sich in der Zukunft zu verankern durch das Loslassen fixer Vorstellungen (Hoffnung) und die Zuwendung zu anderen Menschen ganz frei von Zwecken (Liebe).

 

Im Garten der Mystiker lernt der Mensch, den Blick im Gebet nach innen zu richten und mit der inneren Stimme stark zu werden, und im Garten der Andacht kann er schließlich ganz still werden.

 

Mit diesen Impulsen ging das Publikum in die Pause, in der man sich auf Einladung des Konvents der Elisabethinen bei Kaffee und Krapfen stärken konnte.

 

Rektor em. Ernst Bräuer
Zahlreiche BesucherInnen waren zum Themennachmittag zum Welttag der Kranken gekommen.

© Elisabethinen Linz

 

 

Magische Stunde

 

Im zweiten Teil des Nachmittags, der traditionell heiter entspannend gestaltet ist, verblüffte Zauberpfarrer Gert Smetanig – er ist Pfarrer in Mauerkirchen und Burgkirchen und Dechant im Dekanat Braunau – mit Zaubertricks, deren Finesse auch von den aufmerksamsten BeobachterInnen nicht zu durchschauen war. Zum Beispiel wanderten Würfel auf seltsame Arte von einem Stoß auf einen anderen, ZuschauerInnen ertasteten Dinge in einem Sack, die dann als etwas ganz anderes zum Vorschein kamen, der Zauberpfarrer konnte die Gedanken des Publikums lesen und dazu den verblüffenden schriftlichen Beweis erbringen, und eine Besucherin zog aus einem Sack voller verschiedener Puzzleteile just jenes Stück heraus, das dem Puzzle der Mona Liza auf einer Staffelei noch fehlte. Nachdem das gute Leben – wie Ernst Bräuer im Vortrag erläutert hatte – auch das Lachen miteinschließt, fügte sich dieser Programmteil sehr gut in das Motto des Nachmittags.

 

 

Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum
Magic Priest Gert Smetanig verzauberte das Publikum

© Elisabethinen Linz

 

 

Gottesdienst mit Krankensalbung

 

Der Themennachmittag endete wie immer beim gemeinsamen Wortgottesdienst in der Elisabethkapelle mit Pfarrer Josef Atteneder, P. Werner Hebeisen und Krankenhausseelsorgerin Birgit Schopf. Beim Gottesdienst wurde auch das Sakrament der Krankensalbung gespendet. Gestaltet wurde diese Stunde vom Seelsorgeteam des Ordensklinikums Linz Elisabethinen, für den musikalischen Rahmen sorgte der Coro con anima unter der Leitung von Judith Hamberger.

 

Zentrales Thema der Feier war die Freude, die sich durch alles Dunkel immer wieder den Weg bahnt. Von der Hl. Elisabeth wird erzählt, dass sie manchmal mitten im Spiel innehielt und in die Kirche trat, um ihren Herrn und Freund zu besuchen. Sie kann Menschen daran erinnern, selber immer wieder innezuhalten, sich bewusst zu machen und sich zu versichern: „Ja, Gott ist da, ich bin in all dem, was ich erlebe und erfahre, nicht allein.“ Diese Haltung ist ein Beispiel für die „Kunst, gut zu leben“ und der Glaube an die Verheißung eines „Lebens in Fülle“ ein wahrer Grund zur Freude.

 

Wortgottesdienst mit Krankensalbung
Wortgottesdienst mit Krankensalbung
Wortgottesdienst mit Krankensalbung

© Sr. Rita Kitzmüller

 

Der Themennachmittag fand in Zusammenarbeit mit der Kirchenzeitung der Diözese Linz statt und wurde in gewohnt sympathischer Weise von Mag. Josef Wallner moderiert.

 

Agnes Retschitzegger / Birgit Schopf | Elisabethinen Linz

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Ich habe Angst. Ich habe Schmerzen. Ich fühle mich schwach und verletzlich. Jesus sagt mir zu: "Ich bin und bleibe bei dir. Ich halte das mit dir aus und stärke dich"

Sakrament - Krankensalbung
Herbstblatt. © Markus Lenna

Sichtbares Zeichen

Ich habe Angst. Warum muss gerade mich diese Krankheit treffen, ich sehe keinen Sinn darin. Warum lässt Gott das zu?

Kirchenfenster. © Eva Vogl

Die Feier der Krankensalbung

Wann kann die Krankensalbung gefeiert werden? Wo wird sie gefeiert?

Detail des Deckenfreskos in der Kapelle Maria Haslach. © Regina Ramsebner

Ablauf der Krankensalbung

Übersicht über den Ablauf und die Gebete der Krankensalbung.
Frohe Zeichen der Gegenwart Gottes

"Ich bin euch allen mit meinem Gebet und meiner Ermutigung nahe: den Ärzten, den Pflegekräften, den Freiwilligen und allen im Dienst an den Kranken und Bedürftigen beschäftigten Ordensleuten, den in diesem Bereich tätigen kirchlichen und zivilen Einrichtungen sowie den Familien, die sich liebevoll um ihre kranken Angehörigen kümmern. Allen wünsche ich, dass sie immer frohe Zeichen der Gegenwart und der Liebe Gottes sind und so das leuchtende Zeugnis vieler Freunde und Freundinnen Gottes nachahmen. "

 

(Papst Franziskus, Botschaft zum 25. Welttag der Kranken 2017)

Die Barmherzigkeit Gottes mit Händen greifen!

Sozialpredigten zum Thema
Zeit. © cgiraldez/morguefile.com

Hab Dank für deine Zeit

ein Gottesdienst zum 28. Sonntag im Jahreskreis

Hände reichen

Familie und die Herausforderung der Pflege

Sozialpredigt zum Fest der Hl. Familie, 30. Dezember 2013

Die Begegnung am Brunnen.

Ich war krank. Und ihr?

Predigt zum dritten Fastensonntag, 27. März 2011

Von der Natur gegeben. © earl53/morguefile.com

Zur eigenen Schwäche stehen - eine Chance?

Predigt zur Feier der Krankensalbung und zum 14. Sonntag im Jahreskreis
Heilsame Nähe

da sein

zuhören

die Klagen aushalten

 

nicht billigen Trost spenden

sondern ernst nehmen

was ist

und was quält

 

die Schmerzen

die Fragen

die Ängste

das Nicht-mehr-Können

und Nicht-mehr-Wollen

 

da sein

liebevoll

zugewandt

mitfühlend

 

und so

vielleicht

der Hoffnung Raum geben

dass da einer ist

der mitgeht

und mitleidet

und trägt

und heilt

 

(Barbara Eckerstorfer)

Krankenhauspastoral in der Diözese Linz
Rot. © Krankenhauspastoral

Krankenhausseelsorge

„Ich war krank und ihr habt mich besucht“ (Mt. 25,36)

Gelb. © Krankenhauspastoral

Wer wir sind

Niemals rufst du vergeblich.Der, den du rufst,ist in dir. (Chr. Busta) Auftrag und Selbstverständnis der...

Blau. © Krankenhauspastoral

Was können Sie von Krankenhausseelsorge erwarten?

Dem Wunder leisewie einem Vogel die Hand hinhalten. (Chr. Busta) KrankenhausseelsorgerInnen besuchen und begleiten...

Grün. © Krankenhauspastoral

Mitarbeit

Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug. (H. Domin) In den 20 oberösterreichischen Krankenhäusern arbeiten...
Caritas Oberösterreich
Sonnenblumenfeld. © GarborfromHungary/morguefile.com

Service für pflegende Angehörige

Sie investieren viel Zeit und Kraft in die Pflege eines Angehörigen und fragen sich trotz bereichernder Momente zuweilen: Und wo bleibe ich? Mit einem ganzheitlichen Angebot für pflegende Angehörige ist das Team für Sie da...

Löwenzahn - Zeichen der Vergänglichkeit

Mobiles Hospiz Palliative Care

Die Mobilen Hospiz- und Palliativteams bieten Menschen mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen sowie deren Bezugspersonen eine umfassende Betreuung und Begleitung in der gewohnten, häuslichen Umgebung an.

Lebensmaske: Cornelius Obonya
Lebensmaske: Cornelius Obonya
Lebensmaske: Barbara Coudenhove-Kalergi
Lebensmaske: Barbara Coudenhove-Kalergi
Lebensmaske: Christiane Hörbiger
Lebensmaske: Christiane Hörbiger
Lebensmaske: Josef Zotter
Lebensmaske: Josef Zotter
Lebensmaske: Karl Markovics
Lebensmaske: Karl Markovics
Lebensmaske: Robert Menasse
Lebensmaske: Robert Menasse
Lebensmaske: Barbara Stöckl
Lebensmaske: Barbara Stöckl
Aktionen & Veranstaltungen
Dass zu einem guten Leben auch Humor gehört, zeigte Magic Priest Gert Smetanig.

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Unter diesem Thema stand am 8. Februar 2018 der Nachmittag zum Welttag der Kranken, der vom Krankenhaus der Elisabethinen in Kooperation mit der Linzer KirchenZeitung veranstaltet wurde. Die BesucherInnen wurde von Magic Priest Gert Smetanig auf humorvolle Weise verzaubert.

Symbole der Religionen

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Themennachmittag zum Welttag der Kranken bei den Elisabethinen Linz

"Du hast mich aus der Tiefe gezogen"

Im Krankenhaus der Elisabethinen fand in Kooperation mit der KirchenZeitung am 9. Februar 2017 ein ökumenischer Begegnungsnachmittag zum Welttag der Kranken statt. Im Zentrum: Psalmen als Schule der Hoffnung.

VertreterInnen der Weltreligionen beim interreligiösen Gebet

Interreligiöses Gebet zum Welttag der Kranken

PatientInnen und Angehörige waren in zwei Linzer Krankenhäusern zu einem interreligiösen Gebet eingeladen. Mit ihnen feierten VertreterInnen von Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus.

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