Saturday 22. February 2020

Alles wird gut? Alles kann gut werden

Dieses ermutigende Thema stand heuer über dem schon traditionellen Themennachmittag zum Welttag der Kranken am 11. Februar 2020, veranstaltet von den Elisabethinen in Linz in Kooperation mit der KirchenZeitung. 

Diesmal wich man vom bisherigen Format ab: Der Festsaal der Elisabethinen in Linz verwandelte sich in einen Kinosaal. Auf dem Programm stand Erwin Wagenhofers neuer Film BUT BEAUTIFUL, der Perspektiven aufzeigt, wie wir das Schöne und Gute in unserer Welt finden und erhalten können und wie dadurch ein gutes und gelungenes Leben aussehen könnte.

 

 

275 Jahre Dienst an kranken Menschen

 

Sr. Barbara Lehner, Generaloberin der Elisabethinen Linz-Wien, verwies in ihrer Begrüßung auf die Intention des von Johannes Paul II ausgerufenen Welttags, den kranken Mitmenschen besonderes Augenmerk zu schenken. Ein Auftrag, den die Elisabethinen seit 1745 wahrnehmen. Im Jahr 2020 feiern die Elisabethinen in Linz ihr 275-jähriges Jubiläum. Gute medizinische und pflegerische Betreuung mit Zuwendung und Herzlichkeit erfahren die Patientinnen und Patienten in diesem Haus seit der Gründung. Bis Anfang der 1970er Jahre wurden kranke Menschen im Kloster betreut und lebten sozusagen als Hausgemeinschaft mit den geistlichen Schwestern unter einem Dach. „Das Krankenhaus hat sich stetig weiterentwickelt, die Sorge um kranke Menschen ist nach wie vor ungebrochen“, so Sr. Barbara.

 

Schwester Barbara Lehner
Themennachmittag zum Welttag der Kranken

© Elisabethinen Linz

 

 

BUT BEAUTIFUL –  Filmvorführung und Gespräch mit der Produzentin Sabine Kriechbaum

 

Für dieses zweistündige Werk reiste Erwin Wagenhofer mit seinem Filmteam an unterschiedlichste Orte und spürte Menschen auf, die auf ihre ganz besondere eigene Art zu leben eins mit sich selbst und der Welt sind. „Entstanden ist ein Film über Perspektiven ohne Angst, über Verbundenheit in Musik, Natur und Gesellschaft, über Menschen mit unterschiedlichen Ideen, aber einem großen gemeinsamen Ziel: eine zukunftsfähige Welt“, so zu lesen auf der Homepage zum Film. Wagenhofer  begleitete indische Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen für Dörfer auf der ganzen Welt bauen, eine Familie auf La Palma, die Ödland in eine blühende Permakultur verwandelte, einen Förster, der vom Wald gelernt hat, wie man die gesündesten Häuser der Welt bauen kann und drei Musiker aus verschiedenen Teilen der Welt, die in ihrer Musik die Schönheit zum Klingen bringen. Auch der Dalai Lama kommt mit sehr klaren Botschaften zu Wort, ebenso wie seine Schwester, die sich sehr für die Jugend in Tibet engagiert.

 

Im anschließenden Gespräch, das Mag. Josef Wallner (KirchenZeitung Diözese Linz) mit der Produzentin des Films, Sabine Kriechbaum führte, erfuhr das zahlreich erschienene Publikum aus erster Hand interessante Details zur Entstehung des Films: Die Produktionszeit betrug fünf Jahre, und während der Dreharbeiten, bei der Erwin Wagenhofer zwar einem Drehbuch folgte, ergaben sich immer wieder neue, interessante Ansätze, sodass die Filmcrew letztlich mit über 400 Stunden Filmmaterial nach Hause kam und Wagenhofer vor der großen Herausforderung stand, Material für 120 Minuten auszuwählen. Auch dass der Dalai Lama zu einem Protagonisten wurde, war nicht vorgesehen, eher eine glückliche Fügung, erzählte Sabine Kriechbaum. Im Film wird auch das Projekt „Barefoot College“ in Indien vorgestellt, das Wissen nicht „von oben herab“ durch Experten vermittelt, sondern die Menschen vor Ort „bottom up“ stärkt. Der Gründer, Bunker Roy, sieht besonders in den Frauen die Zukunftsperspektiven und bildet sie zu Expertinnen aus, die dann in ihre Dörfer zurückgehen und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zum Wohl der Gemeinschaft dort einbringen.

 

Angesprochen auf diese Frauenpower spannte Sabine Kriechbaum den Bogen zu den Elisabethinen, wo seit 275 Jahren Ordensfrauen für kranke Menschen da sind, sowie zum eher weiblich besetzten Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege. Abschließend bekräftigte sie noch einmal die Intention des Films, nämlich aufzuzeigen, dass in unserer Welt nichts unabhängig existiert und jeder und jede seinen und ihren kleinen Beitrag leisten kann, etwas zum Guten zu verändern.

 

Filmproduzentin Sabine Kriechbaum im Gespräch mit Josef Wallner von der KirchenZeitung

Filmproduzentin Sabine Kriechbaum im Gespräch mit Josef Wallner von der KirchenZeitung. © Elisabethinen Linz

 

 

Wortgottesdienst mit Krankensegen und Krankensalbung

 

Nach einer Kaffeepause fanden sich viele der BesucherInnen auch zum abschließenden Wortgottesdienst in der Elisabethkapelle ein, der vom Team der Krankenhausseelsorge im Ordensklinikum Linz Elisabethinen gestaltet wurde. Für die musikalische Gestaltung sorgten der Coro con anima unter der Leitung von Judith Hamberger und Ugo Sforza an der Orgel. Die Mitfeiernden waren eingeladen, sich durch Krankensegen bzw. Krankensalbung stärken zu lassen. Am Ende des Gottesdienstes wurde allen BesucherInnen zur Erinnerung eine Spiegelkarte überreicht. In Anlehnung an den Filmtitel war darauf zu lesen:

But you are beautiful.

 

Wortgottesfeier mit Krankensegen
Wortgottesfeier mit Krankensegen und Krankensalbung
Krankensegen
Krankensegen

© Elisabethinen Linz

 

Agnes Retschitzegger | Elisabethinen Linz

Ihre Ansprechpartnerin

Mag. Christiane Roser
Mag. Christiane Roser
Referentin
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Ich habe Angst. Ich habe Schmerzen. Ich fühle mich schwach und verletzlich. Jesus sagt mir zu: "Ich bin und bleibe bei dir. Ich halte das mit dir aus und stärke dich"

Sakrament - Krankensalbung
Herbstblatt. © Markus Lenna

Sichtbares Zeichen

Ich habe Angst. Warum muss gerade mich diese Krankheit treffen, ich sehe keinen Sinn darin. Warum lässt Gott das zu?

Kirchenfenster. © Eva Vogl

Die Feier der Krankensalbung

Wann kann die Krankensalbung gefeiert werden? Wo wird sie gefeiert?

Detail des Deckenfreskos in der Kapelle Maria Haslach. © Regina Ramsebner

Ablauf der Krankensalbung

Übersicht über den Ablauf und die Gebete der Krankensalbung.
Frohe Zeichen der Gegenwart Gottes

"Ich bin euch allen mit meinem Gebet und meiner Ermutigung nahe: den Ärzten, den Pflegekräften, den Freiwilligen und allen im Dienst an den Kranken und Bedürftigen beschäftigten Ordensleuten, den in diesem Bereich tätigen kirchlichen und zivilen Einrichtungen sowie den Familien, die sich liebevoll um ihre kranken Angehörigen kümmern. Allen wünsche ich, dass sie immer frohe Zeichen der Gegenwart und der Liebe Gottes sind und so das leuchtende Zeugnis vieler Freunde und Freundinnen Gottes nachahmen. "

 

(Papst Franziskus, Botschaft zum 25. Welttag der Kranken 2017)

Die Barmherzigkeit Gottes mit Händen greifen!

Sozialpredigten zum Thema
Zeit. © cgiraldez/morguefile.com

Hab Dank für deine Zeit

ein Gottesdienst zum 28. Sonntag im Jahreskreis

Hände reichen

Familie und die Herausforderung der Pflege

Sozialpredigt zum Fest der Hl. Familie, 30. Dezember 2013

Die Begegnung am Brunnen.

Ich war krank. Und ihr?

Predigt zum dritten Fastensonntag, 27. März 2011

Von der Natur gegeben. © earl53/morguefile.com

Zur eigenen Schwäche stehen - eine Chance?

Predigt zur Feier der Krankensalbung und zum 14. Sonntag im Jahreskreis
Heilsame Nähe

da sein

zuhören

die Klagen aushalten

 

nicht billigen Trost spenden

sondern ernst nehmen

was ist

und was quält

 

die Schmerzen

die Fragen

die Ängste

das Nicht-mehr-Können

und Nicht-mehr-Wollen

 

da sein

liebevoll

zugewandt

mitfühlend

 

und so

vielleicht

der Hoffnung Raum geben

dass da einer ist

der mitgeht

und mitleidet

und trägt

und heilt

 

(Barbara Eckerstorfer)

Krankenhauspastoral in der Diözese Linz
Rot. © Krankenhauspastoral

Krankenhausseelsorge

„Ich war krank und ihr habt mich besucht“ (Mt. 25,36)

Gelb. © Krankenhauspastoral

Wer wir sind

Niemals rufst du vergeblich.Der, den du rufst,ist in dir. (Chr. Busta) Auftrag und Selbstverständnis der...

Blau. © Krankenhauspastoral

Was können Sie von Krankenhausseelsorge erwarten?

Dem Wunder leisewie einem Vogel die Hand hinhalten. (Chr. Busta) KrankenhausseelsorgerInnen besuchen und begleiten...

Grün. © Krankenhauspastoral

Mitarbeit

Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug. (H. Domin) In den 20 oberösterreichischen Krankenhäusern arbeiten...
Caritas Oberösterreich
Sonnenblumenfeld. © GarborfromHungary/morguefile.com

Service für pflegende Angehörige

Sie investieren viel Zeit und Kraft in die Pflege eines Angehörigen und fragen sich trotz bereichernder Momente zuweilen: Und wo bleibe ich? Mit einem ganzheitlichen Angebot für pflegende Angehörige ist das Team für Sie da...

Löwenzahn - Zeichen der Vergänglichkeit

Mobiles Hospiz Palliative Care

Die Mobilen Hospiz- und Palliativteams bieten Menschen mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen sowie deren Bezugspersonen eine umfassende Betreuung und Begleitung in der gewohnten, häuslichen Umgebung an.

Lebensmaske: Josef Zotter
Lebensmaske: Josef Zotter
Lebensmaske: Robert Menasse
Lebensmaske: Robert Menasse
Lebensmaske: Barbara Stöckl
Lebensmaske: Barbara Stöckl
Lebensmaske: Karl Markovics
Lebensmaske: Karl Markovics
Lebensmaske: Christiane Hörbiger
Lebensmaske: Christiane Hörbiger
Lebensmaske: Cornelius Obonya
Lebensmaske: Cornelius Obonya
Lebensmaske: Barbara Coudenhove-Kalergi
Lebensmaske: Barbara Coudenhove-Kalergi
Aktionen & Veranstaltungen
V. l.: Josef Wallner (KirchenZeitung), Sr. Barbara Lehner (Generaloberin Elisabethinen), Agnes Retschitzegger (Wertevorstand Elisabethinen) und Filmproduzentin Sabine Kriechbaum

Alles wird gut? Alles kann gut werden

Dieses ermutigende Thema stand heuer über dem schon traditionellen Themennachmittag zum Welttag der Kranken am 11. Februar 2020, veranstaltet von den Elisabethinen in Linz in Kooperation mit der KirchenZeitung. 

Der Kinder- und Jugendchor des Linzer Landestheaters unter Ursula Wincor begeisterte beim Themennachmittag zum Welttag der Kranken bei den Elisabethinen Linz.

Wo hört Gesundheit auf?

Diese Frage stellte am 11. Februar 2019 eine Veranstaltung zum Welttag der Kranken der Elisabethinen Linz in Kooperation mit der Linzer KirchenZeitung. 

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