Sunday 16. June 2019

Sport- und Olympiakaplan Pater Johannes Paul Chavanne

Pater Johannes Paul Chavanne

Pater Johannes Paul Chavanne betreut seit 2014 Österreichs Sportlerinnen und Sportler seelsorglich.

Zu den Aufgaben des "Olympiakaplans" gehört es, Gottesdienste mit den Sportlern zu feiern, die Athleten bei Wettkämpfen, Trainings und abseits des Sportgeschehens zu besuchen und für Gespräche aller Art zur Verfügung zu stehen. In dieser Funktion erlebt er Siege und Niederlagen aus nächster Nähe mit.

 

Seelsorge, Gebet und Gottesdienst

 

P. Johannes Paul Chavanne sieht seine Rolle vor allem als Ruhe-Pol: "Mir geht es weniger um den Geschwindigkeitsrausch, sondern dass ich die Sportler vielleicht zu einer inneren Ausgewogenheit, zu einem inneren Gleichgewicht und zu einer Ruhe verhelfen kann". Und dabei setze er stets auf Seelsorge, Gebet und Gottesdienst - und die Begegnung von Herz zu Herz und auf Augenhöhe... und zwar bei allen und jedem.

 

Im Zuge der Olympischen Spiele in Sotschi 2014 verriet er: "Hochtheologische Gespräche" habe er mit den Sportlern bisher noch nicht geführt, "aber ich habe schon den Eindruck, dass es von sehr vielen positiv gesehen wird, dass ein Seelsorger mitfährt", denn gerade Spitzensportler, die "immer an die Grenzen gehen müssen", hätten oft einen "leichteren Zugang" zum Glauben. Wer konstant Spitzenleistungen erbringen müsse, wisse, dass das nicht nur die eigene Leistung ist, sondern auch immer "etwas mehr" mitspielt, so Chavanne.

 

Vorfreude auf Fußball-Europameisterschaft

 

Groß ist die Vorfreude auf die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich... und er ist zuversichtlich, dass das österreichische Nationalteam dort große Erfolge feiern kann. Einen großen Erfolg feiert die Nationalmannschaft bereits jetzt: als Mannschaft mit vielen Spielern mit Migrationshintergrund illustriere sie, so Chavanne, besonders gut, wie sehr Sport zu gelingender Integration, persönlicher Entwicklung junger Menschen und einem solidarischen Klima in der Gesellschaft beitragen könne. 

 

Werdegang von Johannes Paul Chavanne

 

Chavanne wurde 1983 in Wien geboren. Nach der Matura und dem Präsenzdienst arbeitet er zunächst bei einer Rettungsorganisation, engagierte sich bei einem Straßenkinderprojekt in Indien und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien. 2006 trat er in das Zisterzienserstift Heiligenkreuz ein, wo er an der Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz auch sein Theologiestudium absolvierte. Im April 2013 wurde er zum Priester geweiht.

 

P. Chavanne ist im Stift Heiligenkreuz u.a. für Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Seit 1. September 2013 wirkt er zudem als Kaplan in der niederösterreichischen Pfarre Würflach. Schließlich ernannte ihn die Österreichische Bischofskonferenz zum Seelsorger für Olympische und Paralympische Spiele. Chavannes Vorgänger ist der Salesianer P. Bernhard Maier, der diese Funktion von 1984 bis 2014 ausübte und die österreichischen Mannschaften zu 16 Olympischen Sommer- und Winterspielen, mehreren Weltmeisterschaften und sieben Paralympics begleitete. 

 

 

Quellenangabe:

kathpress.at: Neuer österreichischer "Olympia-Kaplan" für Sotschi 2014. URL: https://www.kathpress.at/goto/meldung/1218155/neuer-oesterreichischer-olympia-kaplan-fuer-sotschi-2014 [Stand: 04/2016]

kathpress.at: Olympia-Kaplan: "Will für innere Ruhe der Athleten sorgen". URL: https://www.kathpress.at/goto/meldung/1218805/olympia-kaplan-will-fuer-innere-ruhe-der-athleten-sorgen [Stand: 04/2016]

kathpress.at: Olympiakaplan: Vorfreude auf Fußball-Europameisterschaft. URL: https://www.kathpress.at/goto/meldung/1296245/olympiakaplan-vorfreude-auf-fussball-europameisterschaft [Stand: 04/2016]

 

(sp)

Gebet

Guter Gott,
es sind nicht immer nur die großen und tiefen
Probleme des Lebens,
die uns bewegen.


In diesen Tagen denken viele von uns
vor allem an sportliche Ereignisse.


Wir genießen die Spannung beim Zuschauen,
die Begeisterung beim Siegen,
und wir sind gerührt von den Tränen der Verlierer.


Hilf, dass die weltweite Übertragung der Wettkämpfe
uns auch weltweit miteinander verbindet;
dass die sportlichen Begegnungen dazu beitragen,
Vorurteile zu überwinden
und Verhärtungen im Verhältnis der Völker aufzulösen.


Verhindere, dass aus der Trauer über Niederlagen
Aggression wächst.


Gott, Dir sei gedankt,
dass uns aus so vielen Ereignissen Lebensfreude zuwächst.
Dir sei heute einmal für den Sport gedankt.

 

Amen.

 

(Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, leicht modifiziert)

 

Quellenangabe: 

© Text: Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland. In: Pfarrbriefservice.de. URL: http://www.pfarrbriefservice.de/file/gott-wir-danken-dir-fur-den-sport [Stand: 12/2017]

[Aus: Ein starkes Stück Leben. Ideen und Entwürfe für die kirchliche Arbeit anlässlich der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland.]

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