Samstag 22. September 2018

Religionsunterricht: Raum für menschliche Entwicklung

Im Religionsunterricht Zeit für viele Themen zu haben, ohne den üblichen schulischen Leistungsdruck ausüben zu müssen, hält Religionslehrerin Mag. Maria Hammer, BEd, für wichtig für die Entwicklung eines Menschen.

„Du bist Religionslehrerin? Das hätte ich nicht von dir gedacht, so siehst du ja gar nicht aus.“ Nicht selten werde ich mit solchen Sätzen konfrontiert. Und ja, ich bin Religionslehrerin und das noch dazu gerne, schreibt Mag. Maria Hammer, BEd.

Das System Schule verlangt vieles ab: Tests, Schularbeiten, Wiederholungen ... Schon als Jugendliche empfand ich den Religionsunterricht als einen Gegenstand, in dem ich einfach mal den Stress loslassen konnte und ermutigt wurde, mir Gedanken über Gott und die Welt zu machen. Das tat mir gut und förderte zudem mein vernetztes Denken, von dem ich heute noch profitiere.

Meinen Beruf sehe ich als Berufung. Ich verbringe Zeit mit jungen Menschen, die auf der Suche sind. Auf der Suche nach sich selbst und nach ihrem Platz im Leben. Das ist manchmal gar nicht so einfach, oft sogar herausfordernd.

Auf Tests und auf das Abzapfen von Wissen verzichte ich bewusst, was in der Öffentlichkeit gerne mit einem Lächeln bedacht wird. Keine Tests zu geben, darf man aber nicht gleichsetzen mit: „Da geht’s ja eh um nix“!

Stattdessen versuche ich, die heutigen Lebenserfahrungen der Jugendlichen mit den alten Überlieferungen der Bibel zu verknüpfen. Die erstaunten Gesichter, dass viele Bibelgeschichten doch nicht so verstaubt sind, sondern auch mit heute noch zu tun haben, sind mir wichtiger als jede schriftliche Überprüfung.

Natürlich gehört es auch dazu, dass die Basics unserer Religion, als auch die der anderen Weltreligionen, begriffen werden. Gerade in der heutigen Zeit sehe ich es als wichtige Kompetenz, diskutieren und aus verschiedenen Blickwinkeln analysieren zu können. Was unterscheidet uns in den Religionen, was verbindet uns? Warum bekriegen sie sich und warum werden Anschläge verübt? Auch da bieten aktuelle Zeitungsartikel genug Anlass zur Reflexion.

Werte, Sinn des Lebens, Gemeinschaft, Gott, Gewissen, Religionskriege, Tod. In welchem anderen Fach als im Religionsunterricht kann auf all diese Themen ohne Leistungsdruck eingegangen werden?


Schule und Wissenserwerb sind wichtig – aber genau so wichtig ist die Entwicklung des Menschen in seiner Person, in seinen Ansichten und in seinem individuellen Glauben. Auch das ist Schule und ich bin dankbar, ein Stück dazu beitragen zu dürfen!


Mag. Maria Hammer, BEd, unterrichtet Religion an der Adalbert Stifter Praxisschule

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Schüler/innen zum Religionsunterricht

"Der römisch-katholische Religionsunterricht an unsrer Schule ist sehr interessant. Wir machen oft Gruppenarbeiten oder arbeiten auch öfters mit der Bibel. Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich gestaltet und informativ. Wir diskutieren auch über Themen, die gerade aktuell sind. Jeder darf seine eigene Meinung äußern, das finde ich gut. Was ich auch toll finde ist, dass wir manchmal singen." Gina

 

"Mir gefällt am Religionsunterricht, dass unsere Professorin immer sehr aufmerksam und verständnisvoll ist. Es ist nie langweilig. Wir singen öfters und besuchen die schuleigene Kapelle. Man merkt, dass man uns Gott und Jesus nahe bringen möchte und das finde ich toll. Wir beten auch manchmal mit Schwestern in der Kapelle, wenn es uns schlecht geht. Natürlich wird niemand dazu gezwungen. Ich besuche die FS der Oblatinnen schon das zweite Jahr und weiß daher, dass unsere Professorin sich immer wieder was Neues für den Unterricht ausdenkt." Cristina

 

Gina und Christina besuchen die Fachschulen für wirtschaftliche Berufe der Schwestern Oblatinnen des Hl. Franz von Sales

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