Mittwoch 26. September 2018

An interessanten und bewegenden Themen arbeiten

Thorsten Mayr

Thorsten Mayr über das Bewegende des Religionsunterrichts, über kritische Fragen und Diskussionen und die Begleitung bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Ich bin sehr gerne Religionslehrer, da ich mit jungen Menschen an interessanten und bewegenden Themen arbeiten kann ohne viel Notendruck. Weiters, kann ich als Religionspädagoge Schülerinnen und Schülern bei deren Persönlichkeitsentwicklung begleiten.

 

Kritische Fragen und Diskussionen sind auch wesentliche Bestandteile, warum ich gerne Religionslehrer bin, da es im Unterricht auch Raum dafür gibt und ich selbst gerne diskutiere sowie mich die Meinungen der Jugendlichen sehr interessieren.

 

Sehr bewegt hat mich letztes Schuljahr als ein 15-jähriger Schüler sich bei mir bedankte, dass er bei mir sehr viel über sich selbst gelernt hat. Das hat mir gezeigt, wie wichtig der Religionsunterricht bei der Persönlichkeitsbildung sein kann. Auch, dass man Schülerinnen und Schülern in Augenhöhe begegnet und mit ihnen gemeinsam Themen erarbeitet gefällt mir am Religionsunterricht.

 

Es wird immer wieder diskutiert, ob es den Religionsunterricht überhaupt noch braucht. Auch manch kritische Schülerinnen und Schüler haben diese Meinung. Ich bin der Meinung in unserer pluralen und vielfältigen Welt, in der leider Religionen oft missbraucht werden für Gewalt und Diskriminierungen, ist es unglaublich wichtig sich mit Religionen auseinanderzusetzen und auch die jeweils eigene Religion besser kennenzulernen. Denn nur wenn das der Fall ist, können Jugendlichen später als Erwachsene authentisch ihren Glauben leben und auch gegen Diskriminierungen ankämpfen und so zu einem prophetisch-kritischen Stachel in der (kirchlichen) Gemeinschaft werden, der versucht die Welt ein Stück weg zu verbessern. Zudem ist die Kenntnis der eigenen Religion unerlässlich, um in einen interreligiösen und auch ökumenischen Dialog treten zu können.

 

Allerdings braucht es meines Erachtens unbedingt einen verpflichtenden Ethikunterricht für Schülerinnen und Schülern, die sich vom Religionsunterricht abmelden oder ohne Bekenntnis sind. Uns Religionslehrerinnen und –lehrern stellt die Frage der Abmeldungen immer wieder vor große Herausforderungen und ist teilweise durchaus belastend. Weiters, sollte auch diesen Jugendlichen die Chance gegeben werden, sich mit Religionen und ethischen Fragen auseinanderzusetzen, denn diese Themen gehören zu einer ganzheitlichen Bildung, die in Zeiten wie diesen gefragter ist denn je.

 

Mag. Thorsten Mayr, Lehrer für Katholische Religion, Psychologie und Philosophie und Ethik sowie für Deutsch als Zweitsprache (in Ausbildung)

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"Der römisch-katholische Religionsunterricht an unsrer Schule ist sehr interessant. Wir machen oft Gruppenarbeiten oder arbeiten auch öfters mit der Bibel. Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich gestaltet und informativ. Wir diskutieren auch über Themen, die gerade aktuell sind. Jeder darf seine eigene Meinung äußern, das finde ich gut. Was ich auch toll finde ist, dass wir manchmal singen." Gina

 

"Mir gefällt am Religionsunterricht, dass unsere Professorin immer sehr aufmerksam und verständnisvoll ist. Es ist nie langweilig. Wir singen öfters und besuchen die schuleigene Kapelle. Man merkt, dass man uns Gott und Jesus nahe bringen möchte und das finde ich toll. Wir beten auch manchmal mit Schwestern in der Kapelle, wenn es uns schlecht geht. Natürlich wird niemand dazu gezwungen. Ich besuche die FS der Oblatinnen schon das zweite Jahr und weiß daher, dass unsere Professorin sich immer wieder was Neues für den Unterricht ausdenkt." Cristina

 

Gina und Christina besuchen die Fachschulen für wirtschaftliche Berufe der Schwestern Oblatinnen des Hl. Franz von Sales

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