Mittwoch 22. November 2017

Als ich Syrien verlassen hatte, dachte ich, ich hätte alles verloren!“

Kusai ist 23 Jahre alt. Den Großteil der Strecke nach Österreich legte er zu Fuß zurück. Wochenlang. „Ich habe so viele Menschen gesehen, die getötet wurden, überall war Zerstörung.“

"Ich bin 23 Jahre alt. Ich habe in meinem Leben schon alles gesehen. Aber ich habe noch keine Menschlichkeit gesehen. Jeden Tag sah ich Mord, überall in meinem Land. Jeden Tag sah ich viele Menschen sterben. Viele Städte und Dörfer wurden zerstört weil die Menschlichkeit in meinem Land gestorben ist. Als ich Syrien verlassen hatte, dachte ich, ich hätte alles verloren: meine Famile und meine Freunde... Aber als ich nach Österreich kam hatte ich ein gutes Gefühl. Ich sah Demokratie und Ordnung. Als ich nach Zwettl kam sah ich alles - Ich sah Menschlichkeit. Ich habe mich getröstet gefühlt. Ich fühlte mich, als wäre ich wieder in meiner Familie. 

 

Vielen Dank an alle die mir geholfen haben und die mich gestärkt haben. Als ich ein Kind war, sah ich Wien immer im Fernsehen. Ich habe es sehr gemocht. Ich träumte davon Wien zu besuchen. Ich habe nie gedacht, dass ich in Österreich leben würde. Ich kam nach Österreich und sah alles wie ich es erwartet hatte aber mit den Menschen in Zwettl habe ich nicht gerechnet. Ich habe noch nie solche Menschen getroffen. Sie sind voll von Liebe, geben Respekt, Menschlichkeit und großartige Gefühle. Ich kann sie nicht beschreiben. Sie haben mir sehr viele schöne Gefühle beschert. Ich bin stolz darauf in Zwettl zu sein. Ich bin stolz darauf die Chance zu bekommen diese Menschen kennen zu lernen. So gut es mir möglich ist, möchte ich diesem schönen Ort auch etwas zurück geben!“ (Kusai)

übersetzt von Isabella Unfried

 

„I lived 23 years. I saw everything in my life. I did not see humanity. Every day I see murder everywhere in my country. Every day a lot of people die. Many cities, towns and villages were destroyed, because of he death of humanity in my country. When I came out of Syria, I thought I lost everything, my family and my friends … But when I came to Austria I felt a sense of good. I saw democrazy and order. And when I came to Zwettl I saw everything – I saw humanity. I felt comfortable. I felt like I‘m with my family.

 

Thank you so much to everyone who has helped me and who has made me strong again. When I was a child, I saw Vienna always on TV. I liked it soo much. I had a dream to visit Austia only. I didn't think that I will live in Austria. I came to Austria and I saw everything as I expected, but what I didn't expected were the "the people in Zwettl“. I didn't saw people like thosebefore. They are full in love , giving respect, humanity and great feelings. I can't describe them . They gave me a great feelings. I am proud to be in Zwettl. I am proud to get a chance to know those people. I will try as much as I am in the possibility to give back to this beautiful village.“ (Kusai)

 

In seiner Heimat hat Kusai Pharmazie studiert, möglichst bald möchte er dieses Studium in Wien fortsetzen. In Zwettl lebt er gerne, nach dem Studium würde er gerne hierher zurückkommen.

 

Quellenangabe:

Kusai (o.A.): "Als ich Syrien verlassen hatte, dachte ich, ich hätte alles verloren!“. In: Pfarre Zwettl an der Rodl (Hrsg.): Zwettler Pfarrbrief 1 (103) 2015. (leicht modifiziert; Übersetzung: Isabella Unfried)

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Sprachlos vor Entsetzten wollen wir beten

Barmherziger Gott, sprachlos vor Entsetzen wollen wir Worte finden, wenn wir zu dir beten:


In diesen Tagen sind wieder hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer und mitten in Europa gestorben.


Diese Menschen starben nicht nur, weil ihre Boote zu alt und die Schlepper zu skrupellos sind - sondern letztlich auch deshalb, weil ihnen ein sicherer Weg nach Europa verwehrt bleibt.


Für all die Toten dieser Woche möchten wir beten - auch für die, von denen wir nichts wissen, die unbemerkt "verschwinden".


Stehe den Angehörigen und Freunden bei, die nun diesen schweren Verlust verarbeiten müssen.


Begleite auch diejenigen, die in den Heimatländern voll Ungewissheit auf Nachrichten von ihren geflüchteten Angehörigen warten.


Gott, dein Sohn Jesus Christus war nach seiner Geburt selbst ein Flüchtling.


Du kennst die Situation der Millionen Menschen, die auf der Flucht vor Gewalt, Verfolgung und Hunger sind. Beschütze sie und sei ihnen Zuflucht und Heimat, wenn sie nicht mehr weiter wissen.

 

Gewähre allen Geflüchteten, dass sie ihr Ziel in Dir finden.

 

Wir möchten auch für uns und unsere Mitmenschen beten:

Wir danken für alle, die sich für Flüchtlinge einsetzen und ihnen in der Liebe Jesu begegnen.


Gib uns und allen Gläubigen Kraft und Mut, den Heimatlosen eine Heimat und den Stummen eine Stimme zu geben.


Öffne unsere Herzen für all jene, die bei uns ihre Zuflucht suchen.


Bewirke eine Veränderung bei uns und unseren Politikern, damit wir bessere Wege des Zusammenlebens in der Einen Welt finden. Denn es gibt keine Fremden in Deiner Familie, nur Brüder und Schwestern,

die füreinander Verantwortung tragen.


Amen.


Gebet entnommen von katholisch.de, leicht abgeändert von Monika Weilguni; Arbeitskreis FLÜCHTLINGSHILFE der Pfarre St. Georgen/Gusen - VEREIN FÜR MICH UND DU

Gebet für die Flüchtlinge

Gott des Lebens

Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Sie wurden vertrieben von Krieg, Hunger und Not.

Ihre Lebensperspektive haben sie verloren.

Sie mussten ihr Land, ihre Heimat verlassen.

 

Gott der Liebe,

traurig und mitfühlend denken wir an diese Menschen.

Wir legen sie dir ans Herz.

Sei ihnen nahe mit deinem Schutz,

mit deiner Kraft und deiner bergenden Liebe.

 

Gott der Hoffnung,

stärke unsere Kraft und unseren Mut,

Vertriebenen - Heimat

und Verstummten - eine Stimme zu geben.

Unsere Herzen wollen wir öffnen.

Mit unserem Gebet sie begleiten.

 

Amen

 

(Pfarre Steyr -St. Michael)

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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