Monday 23. September 2019

Schöpfungszeit 2019

(20.8.19) Zaghaftigkeit der politischen Elite sei "nicht nur ermüdend, sondern auch erschreckend", sagt die Sprecherin der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs, Hemma Opis-Pieber.
Die Zaghaftigkeit der politischen Elite im Bereich der Umweltpolitik sei "nicht nur ermüdend, sondern auch erschreckend". Nach den Worten der Sprecherin der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs, Hemma Opis-Pieber, sind die Argumentationsmuster mit den Hinweisen auf Erfordernisse der Wirtschaft und dem Schutz von Arbeitsplätzen mittlerweile allzu bekannt, grundlegende Weichenstellungen in Richtung Nachhaltigkeit blieben aber aus.
 
Konkretisierungen gefordert
Gerade im vergangenen Jahr sei genug erklärt, appelliert und aufgerüttelt worden, jetzt brauche es endlich Konkretisierungen in Richtung echte Werte und Zukunftsfähigkeit. Eine Orientierung an einem umfassend verstandenen Gemeinwohl ist für Opis-Pieber nicht nur eine Forderung des Papstes in seiner Enzyklika "Laudato si", sondern "in jeder Hinsicht ein Gebot der Stunde". 
Opis-Pieber bekräftigt zugleich die Unterstützung der kirchlichen Umweltbeauftragten für die Forderungen des Klimavolksbegehrens: Klimaschutz solle in der Verfassung verankert werden, klimaschädliche Treibhausgase gestoppt werden, Klimaschutz müsse großflächig aufgewertet und die Bereiche Verkehr und Energie nachhaltig gestaltet werden. Wann die Unterstützungserklärungsphase für das Volksbegehren startet, ist wegen der bevorstehenden Nationalratswahl noch unklar.
 
Zahlreiche Initiativen in der Kirche
Innerkirchlich gibt es zahlreiche Initiativen, die über die am 1. September beginnenden "Schöpfungszeit" hinausgehen, wie den Religionsgrenzen überschreitenden Schulterschluss im Rahmen der Initiative "religions for future". Darin haben sich Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften mit den Forderungen der Jugend bei "fridays for future" solidarisch erklärt und alle Gläubigen, unabhängig von der religiösen Ausrichtung, zur aktiven Schöpfungsverantwortung aufgerufen.

 

"Ihr seid das Salz der Erde". Unter diesem Motto stehen heuer viele ökumenische Gottesdienste in der Schöpfungszeit, so auch der Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) am 11. September in der Reformierten Stadtkirche, Dorotheergasse, in Wien. Hier finden Sie diesen Liturgievorschlag und weitere Anregungen für die Gestaltung einer Schöpfungsfeier in Ihrer Pfarrgemeinde. 
 
Österreichs Umweltbischof Alois Schwarz würdigte die Bemühungen der Pfarren und kirchlichen Einrichtungen in einer Aussendung der Umweltbeauftragten mit dem Hinweis: "Wer die Schöpfung aus unserer Spiritualität heraus wahrnimmt, wird ihr mit Achtsamkeit begegnen." Er sei dankbar für alle Initiativen in der Schöpfungszeit, weil dadurch auch ein neues Verständnis von Lebensqualität wächst."
Wie viel in der Kirche schon geschieht, zeigt laut Opis-Pieber ein Blick auf die Aktivitäten zur Schöpfungszeit in ganz Österreich. In allen Diözesen werden ökumenische Schöpfungsgottesdienste gefeiert und finden Anstoß gebende Veranstaltungen statt - von einer Schienen-Wallfahrt bis zur Aktion "Wir RADLn in die Kirche". 
 
Schöpfungssymposium als Handlungsanstoß
Einen inhaltlichen Akzent setzen auch die Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirchen selbst mit dem "Symposium Schöpfungsverantwortung" am 14. Oktober in Salzburg. Unter dem programmatischen Titel "Nachhaltigkeit - vom Wissen zum wirksamen Handeln" geben prominente Fachleute wie die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb oder Barbara Alexander-Bittner von der Österreischischen Energieagentur Informationen. Bischof Schwarz wird bei der Tagung einen spirituellen Impuls halten. 

Ein Hauptakzent soll darauf liegen, wie man "vom Wissen zum Tun" kommt, etwa durch den Blick auf die vom kanadischen Umweltpsychologen Robert Gifford formulierten "sieben Drachen der Untätigkeit" - Gründe, mit denen Menschen sich selbst gegenüber entschuldigen, warum sie trotz der Dringlichkeit des Problems Klimawandel nicht handeln.

Anmeldungen für das ganztägige Symposium am 14. Oktober im kirchlichen Bildungszentrum St. Virgil sind noch möglich, der Kostenbeitrag inkl. Mittagessen beträgt 30 Euro (Infos; Anmeldungen unter anmeldung.graz-seckau.at/schoepfung, unter der Rubrik "Als Gast anmelden").
 

www.schoepfung.at

 

Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Christian Hein, Harald Rechberger, Magdalena Schobesberger, Georg Spiekermann, Joachim Sulzer, Sophie Winklberger, Georg Winkler (Stellvertretender Vorsizender), Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Vom Wissen zum wirksamen Handeln. Symposium Schöpfungsverantwortung 14.10.2019

Wie kommen wir persönlich und als Entscheidungstragende in Religionsgemeinschaften, in Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik vom Wissen zum wirksamen nachhaltigen Handeln? Wir laden Sie ein, sich beim Symposium Schöpfungsverantwortung mit dieser umweltpsychologischen Kernfrage auseinanderzusetzen. Mit spirituellen Impulsen, interessanten Vorträgen, praktischen Übungen und Dialog.


http://www.schoepfung.at/site/home/aktuelles/article/736.html

Earth Strike: Streik für die Erde am 27.09.

 

Klimavolksbegehren

Das Klimavolksbegehren ist eine überparteiliche Vereinigung, die durch Privatpersonen betrieben wird. Bereits über 300 Freiwillige setzen sich ehrenamtlich für eine klimafreundliche Zukunft in Österreich ein. Das erklärte Ziel des Klimavolksbegehrens ist es, ab Oktober 2019 Unterstützungserklärungen für eine mutige Klimapolitik zu sammeln, die im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen steht. Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Forderungen an die österreichische Politik. Mehr erfahren: https://klimavolksbegehren.at/

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Auf Österreichs Wiesen und Feldern wird es immer stiller: Biene, Vogel, Schmetterling & Co finden dort oft keine Lebensgrundlagen mehr. Oder sie finden erst gar keine Wiesen und Felder, weil die Bodenversiegelung in Österreich rasant voranschreitet. Stoppen wir dieses gigantische Insektensterben und schützen wir Böden, Artenvielfalt und Ökosystem! Zur Petition

 

Zur Umsetzung der Leitlinie

Beschaffungsordnung der Diözese Linz

Hier lesen Sie die Beschaffungsordnung der Diözese Linz, ab Seite 75.

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