Sunday 20. October 2019

VCÖ: Österreich setzt im Verkehr zu wenige Klimaschutzmaßnahmen

Heute Freitag, dem 4. November,  tritt das Klimaabkommen von Paris in Kraft. Die internationale Staatengemeinschaft hat den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050 beschlossen. Aktuell gibt es bei den Pro-Kopf-Treibhausgas-Emissionen große Unterschiede zwischen den EU-Staaten, macht der VCÖ aufmerksam. So ist Luxemburg pro Kopf für fast viermal so hohe Treibhausgas-Emissionen verantwortlich wie Schweden.

 

 

Pro Kopf und Jahr verursacht Österreich 8,9 Tonnen Treibhausgase, das ist im EU-Vergleich der 16. Rang, macht der VCÖ aufmerksam. Die hohen Emissionen des Verkehrs verhindern eine bessere Platzierung Österreichs. Der VCÖ fordert eine Ökologisierung des Steuersystems sowie verstärkte Klimaschutzmaßnahmen, wie mehr Bahn- und Busverbindungen, den Ausbau der Infrastruktur für Radfahren und Gehen sowie die Forcierung der E-Mobilität auch im innerstädtischen Gütertransport.

Der EU-Schnitt liegt bei 8,4 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr, in Luxemburg sind es 19,2 Tonnen, in Österreich 8,9 Tonnen und in Schweden 5,6 Tonnen. Im EU-Vergleich hat Österreich die 16. höchsten Pro-Kopf-Emissionen. Der VCÖ weist daraufhin, dass die hohen Emissionen des Verkehrs ein besseres Abschneiden derzeit verhindern.

 

Insgesamt belastete der Verkehrssektor Österreichs Klimabilanz mit 21,7 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2014. Laut Umweltbundesamt ist der Personenverkehr für 55 Prozent der Emissionen verantwortlich, der Lkw-Verkehr für 44 Prozent. Das restliche ein Prozent kommt von Schienenverkehr, Schifffahrt und innerösterreichischen Flügen.

 

Sinkender Besetzungsgrad der Autos

 

Die Zunahme des Autoverkehrs in Österreich ist auch eine Folge des deutlich gesunkenen Besetzungsgrads der Autos. Im Jahr 1990 saßen in 100 Autos im Schnitt noch 140 Personen, heute sind es nur 120 Personen. „Um 1.000 Personen zu transportieren waren vor 25 Jahren 714 Autos unterwegs, heute sind es bereits 833“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Die Folge sind mehr klimaschädliche Emissionen und auch Staus und Parkplatzprobleme.

 

Gefordert: Verbesserte Öffis, Radinfrastruktur und Gehwege

 

Der VCÖ fordert einen verstärkten Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, vor allem in den wachsenden Ballungsräumen sowie eine gute Erreichbarkeit von Österreichs 124 regionalen Zentren mit Bahn und Bus. Großen Aufholbedarf hat Österreich bei der Rad-Infrastruktur und einer fußgängerfreundlichen Verkehrsplanung. Immerhin fast die Hälfte der alltäglichen Autofahrten ist kürzer als fünf Kilometer, etwa jede zehnte Autofahrt ist kürzer als ein Kilometer, macht der VCÖ aufmerksam. Auch durch Carsharing ist die Umweltbilanz des Verkehrs zu verbessern.

 

Großen Handlungsbedarf sieht der VCÖ beim Güterverkehr. In den vergangenen Jahren hat der Lkw-Verkehr in und durch Österreich wieder stark zugenommen, auch weil der Lkw-Verkehr für nur einen Teil der verursachten Kosten selber aufkommt und dadurch direkt und indirekt gefördert wird. Durch mehr betriebliche Gleisanschlüsse und verbesserte Rahmenbedingungen bei Betriebsansiedelungen nahe bestehender Schieneninfrastruktur ist der Bahngüterverkehr zu erhöhen. In den Städten ist CO2-freie Güterlogistik durch E-Transporter aber auch durch Cargo-bikes stärker zu fördern.

 

Zielführend: Datum für Ende des Verbrennungsmotor

 

Damit der Verkehr die Klimaziele erreichen kann, sollte möglichst rasch EU-weit ein Datum für ein Ende des Verbrennungsmotors festgelegt werden. „Spätestens ab dem Jahr 2030 sollten keine neuen Pkw mit Diesel- und Benzinmotor verkauft werden. Ein früherer Ausstieg nützt nicht nur der Umwelt, sondern auch der Sicherung zukünftiger Arbeitsplätze. Gerade Österreich hat gute Voraussetzungen Europas Kompetenzzentrum für klimafreundliche Mobilität zu werden und damit viele neue Arbeitsplätze zu schaffen“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

Durch eine umfassende Ökologisierung des Steuersystems - Steuern auf Arbeit senken, auf Energie- und Ressourcenverbrauch erhöhen - kann der Klimaschutz in allen Sektoren wesentlich unterstützt werden.

 

www.vcoe.at

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Christian Hein, Harald Rechberger, Magdalena Schobesberger, Georg Spiekermann, Joachim Sulzer, Sophie Winklberger, Georg Winkler (Stellvertretender Vorsizender), Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Vom Wissen zum wirksamen Handeln. Symposium Schöpfungsverantwortung 14.10.2019

Wie kommen wir persönlich und als Entscheidungstragende in Religionsgemeinschaften, in Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik vom Wissen zum wirksamen nachhaltigen Handeln? Wir laden Sie ein, sich beim Symposium Schöpfungsverantwortung mit dieser umweltpsychologischen Kernfrage auseinanderzusetzen. Mit spirituellen Impulsen, interessanten Vorträgen, praktischen Übungen und Dialog.


http://www.schoepfung.at/site/home/aktuelles/article/736.html

Klimavolksbegehren

Das Klimavolksbegehren ist eine überparteiliche Vereinigung, die durch Privatpersonen betrieben wird. Bereits über 300 Freiwillige setzen sich ehrenamtlich für eine klimafreundliche Zukunft in Österreich ein. Das erklärte Ziel des Klimavolksbegehrens ist es, ab Oktober 2019 Unterstützungserklärungen für eine mutige Klimapolitik zu sammeln, die im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen steht. Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Forderungen an die österreichische Politik. Mehr erfahren: https://klimavolksbegehren.at/

Pfarren und Energieberatung

Werden Sie Klimabündnispfarre

Machen Sie mit! Ein Vertreter von Klimabündnis kommt zu Ihnen und informiert und berät Sie, wie Sie...
Petitionen

Rettet die Bienen!
Petition für den Schutz von Böden und Artenvielfalt.

Auf Österreichs Wiesen und Feldern wird es immer stiller: Biene, Vogel, Schmetterling & Co finden dort oft keine Lebensgrundlagen mehr. Oder sie finden erst gar keine Wiesen und Felder, weil die Bodenversiegelung in Österreich rasant voranschreitet. Stoppen wir dieses gigantische Insektensterben und schützen wir Böden, Artenvielfalt und Ökosystem! Zur Petition

 

Zur Umsetzung der Leitlinie

Beschaffungsordnung der Diözese Linz

Hier lesen Sie die Beschaffungsordnung der Diözese Linz, ab Seite 75.

Energiebuchhaltung für Pfarren

Fordern Sie bei uns die neue Energiebuchhaltung für Ihre Pfarre an. Sie erhalten damit nicht nur einen Überblick über...

Laudato si' Preis für öko-faire Feste in ihrer Pfarre

Sie planen im nächsten Arbeitsjahr ein Fest nach öko-fairen Kriterien in Ihrer Pfarre, dann laden wir Sie ein Ihr...
... und Tat

Schöpfungszeit 2019

(20.8.19) Zaghaftigkeit der politischen Elite sei "nicht nur ermüdend, sondern auch erschreckend", sagt die...

Kirchturmtiere

Wir rufen alle naturinteressierten Menschen auf, uns Beobachtungen von Tieren in, an und rund um Kirchtürme zu...

#gemeinsamgarteln

m Frühjahr 2019 entstehen in oberösterreichischen Pfarren Gemeinschaftsgärten. Drei Jungscharpfarren sind dabei:...
... in Wort

Schmecke die Götterspeise!

Sozialpredigt zum Erntedankfest 2019 von Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger

Papst Franziskus zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung 2019

»Gott sah, dass es gut war« (Gen1,25). Am Anfang der Bibel ruht der Blick Gottes sanft auf der Schöpfung. Vom...

Nachhaltig durch das Kirchenjahr

Andachts-und Gottesdienstsammlung zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)
Die Enzyklika lesen: Laudato si

Die Enzyklika...
Arbeitsunterlagen zum Einstieg für Gruppen
Lese- und Reflexionsunterlagen Laudato si'

Lese- und Reflexionsvorschläge zu Laudato si'

Hier finden Sie Vorschläge um alleine oder mit Gruppen zur Enzyklika zu arbeiten. Download Annäherung ans Thema...
Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus

Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus - mit LAUDATO Si' in eine bessere Zukunft.

Eine Initiative der Frauenkommission der Diözese Innsbruck : Download
Kirchliche Dokumente

Päpstliche und vatikanische Dokumente

Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden Kapitel Umwelt im Sozialkompendium (1999) Gemeinsame Erklärungen: Papst...

Dokumente der deutschen Bischofskonferenz

Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und...

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ökumenische Dokumente

Umwelt und Entwicklung. Eine Herausforderung an unsere Lebensstile. Abschlussdokument der Konferenz Europäischer...
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: