Monday 1. March 2021

VCÖ: Österreich setzt im Verkehr zu wenige Klimaschutzmaßnahmen

Heute Freitag, dem 4. November,  tritt das Klimaabkommen von Paris in Kraft. Die internationale Staatengemeinschaft hat den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050 beschlossen. Aktuell gibt es bei den Pro-Kopf-Treibhausgas-Emissionen große Unterschiede zwischen den EU-Staaten, macht der VCÖ aufmerksam. So ist Luxemburg pro Kopf für fast viermal so hohe Treibhausgas-Emissionen verantwortlich wie Schweden.

 

 

Pro Kopf und Jahr verursacht Österreich 8,9 Tonnen Treibhausgase, das ist im EU-Vergleich der 16. Rang, macht der VCÖ aufmerksam. Die hohen Emissionen des Verkehrs verhindern eine bessere Platzierung Österreichs. Der VCÖ fordert eine Ökologisierung des Steuersystems sowie verstärkte Klimaschutzmaßnahmen, wie mehr Bahn- und Busverbindungen, den Ausbau der Infrastruktur für Radfahren und Gehen sowie die Forcierung der E-Mobilität auch im innerstädtischen Gütertransport.

Der EU-Schnitt liegt bei 8,4 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr, in Luxemburg sind es 19,2 Tonnen, in Österreich 8,9 Tonnen und in Schweden 5,6 Tonnen. Im EU-Vergleich hat Österreich die 16. höchsten Pro-Kopf-Emissionen. Der VCÖ weist daraufhin, dass die hohen Emissionen des Verkehrs ein besseres Abschneiden derzeit verhindern.

 

Insgesamt belastete der Verkehrssektor Österreichs Klimabilanz mit 21,7 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2014. Laut Umweltbundesamt ist der Personenverkehr für 55 Prozent der Emissionen verantwortlich, der Lkw-Verkehr für 44 Prozent. Das restliche ein Prozent kommt von Schienenverkehr, Schifffahrt und innerösterreichischen Flügen.

 

Sinkender Besetzungsgrad der Autos

 

Die Zunahme des Autoverkehrs in Österreich ist auch eine Folge des deutlich gesunkenen Besetzungsgrads der Autos. Im Jahr 1990 saßen in 100 Autos im Schnitt noch 140 Personen, heute sind es nur 120 Personen. „Um 1.000 Personen zu transportieren waren vor 25 Jahren 714 Autos unterwegs, heute sind es bereits 833“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Die Folge sind mehr klimaschädliche Emissionen und auch Staus und Parkplatzprobleme.

 

Gefordert: Verbesserte Öffis, Radinfrastruktur und Gehwege

 

Der VCÖ fordert einen verstärkten Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, vor allem in den wachsenden Ballungsräumen sowie eine gute Erreichbarkeit von Österreichs 124 regionalen Zentren mit Bahn und Bus. Großen Aufholbedarf hat Österreich bei der Rad-Infrastruktur und einer fußgängerfreundlichen Verkehrsplanung. Immerhin fast die Hälfte der alltäglichen Autofahrten ist kürzer als fünf Kilometer, etwa jede zehnte Autofahrt ist kürzer als ein Kilometer, macht der VCÖ aufmerksam. Auch durch Carsharing ist die Umweltbilanz des Verkehrs zu verbessern.

 

Großen Handlungsbedarf sieht der VCÖ beim Güterverkehr. In den vergangenen Jahren hat der Lkw-Verkehr in und durch Österreich wieder stark zugenommen, auch weil der Lkw-Verkehr für nur einen Teil der verursachten Kosten selber aufkommt und dadurch direkt und indirekt gefördert wird. Durch mehr betriebliche Gleisanschlüsse und verbesserte Rahmenbedingungen bei Betriebsansiedelungen nahe bestehender Schieneninfrastruktur ist der Bahngüterverkehr zu erhöhen. In den Städten ist CO2-freie Güterlogistik durch E-Transporter aber auch durch Cargo-bikes stärker zu fördern.

 

Zielführend: Datum für Ende des Verbrennungsmotor

 

Damit der Verkehr die Klimaziele erreichen kann, sollte möglichst rasch EU-weit ein Datum für ein Ende des Verbrennungsmotors festgelegt werden. „Spätestens ab dem Jahr 2030 sollten keine neuen Pkw mit Diesel- und Benzinmotor verkauft werden. Ein früherer Ausstieg nützt nicht nur der Umwelt, sondern auch der Sicherung zukünftiger Arbeitsplätze. Gerade Österreich hat gute Voraussetzungen Europas Kompetenzzentrum für klimafreundliche Mobilität zu werden und damit viele neue Arbeitsplätze zu schaffen“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

Durch eine umfassende Ökologisierung des Steuersystems - Steuern auf Arbeit senken, auf Energie- und Ressourcenverbrauch erhöhen - kann der Klimaschutz in allen Sektoren wesentlich unterstützt werden.

 

www.vcoe.at

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Autofasten. Heilsam in Bewegung kommen

Die Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Sie hat unsere Tagesordnung auf den Kopf gestellt. Zu Beginn des letzten Jahres war das Thema Umwelt noch weit oben auf der Agenda und nun ist es ziemlich still darum geworden. Der Klimawandel ist ein schleichendes Problem, bedarf aber ebenso großem Engagements wie die Pandemie. Ein Beitrag dazu ist Autofasten.

 

Autofasten heißt von Aschermittwoch, 17. Februar, bis Karsamstag, 3. April 2021, so umweltfreundlich wie möglich unterwegs zu sein. Bewusst so weit wie möglich auf das Auto unter diesen ungewohnten Umständen zu verzichten, um mit öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren, kann uns ein bisschen aus den herrschenden Umständen reißen. Wenn wir uns entschließen, kurze Wege zu Fuß zurückzulegen, dient das der Umwelt und ermöglicht Begegnungen am Weg unter Wahrung der gebotenen Regeln, die Abwechslung in unseren Alltag bringen. Das Rad statt des Autos zu nutzen, kann die Bewegung bringen, die wir nach einem Video-Konferenz-Tag gut brauchen können.

 

 

Der VCÖ ruft zur Teilnahme an der Aktion „Autofasten“ der katholischen und evangelischen Kirche auf, die morgen beginnt. Der VCÖ weist darauf hin, dass die privaten Autos von Österreichs Haushalten im Schnitt 31 Kilometer pro Tag gefahren werden. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Der jährliche CO2-Ausstoß der Autos ist höher als ihr Gewicht: Pro Jahr stoßen die heimischen Autos im Schnitt 1.950 Kilogramm CO2 allein durchs Fahren aus.
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Klimavolksbegehren: Die Forderungen werden im Umweltausschuss besprochen!

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