Monday 1. March 2021

Die COP21 von Paris – ein Erfolg?

Die Verhandlungen aus der Sicht Benno Zenkers. Er ist Referent der Katholischen Jugend und nahm an den zivilgesellschaftlichen Kundgebungen in Paris teil.

Paris war in den vergangenen Wochen ein stets präsenter Ort, vorhersehbar durch die anstehende Klimaverhandlung COP21– und leider durch die Anschläge auch aus unvorhersehbaren Gründen. Eine Gemeinsamkeit von beiden ist bei einem fortschreitenden Klimawandel sicher eine wuchernde Ungerechtigkeit. Eine erste waren die drastisch eingeschränkten Möglichkeiten der Zivilgesellschaft sich dort öffentlich zu positionieren.

 

Demonstrationsverbot: Kein Platz für die Ideen der NGOs

 

Offiziell gab und gibt es immer noch ein Demonstrationsverbot, dass sicher viele Menschen davon abhielt, sich auf der Straße mit ihrer Meinung zu zeigen. Die Lösungswege den Klimawandel zu stoppen, sind seitens der Wirtschaft und seitens der Zivilgesellschaft sehr konträr. Erstere präsentiert sich offiziell auf dem weitläufigen Gelände der COP21 mit ihren kreativen Ideen, wie sie branchenspezifisch gewinnbringend davon profitieren können. Denn ihr Geschäft soll natürlich nicht geschmälert werden.

 

Der „gemeinen“ Zivilgesellschaft blieb es verwehrt ihre Meinung am Verhandlungsort selbst kund zu tun. Nachdem jedoch Beschwerden seitens einiger Organisationen wuchsen, dass auch anderes öffentliches Leben, wie Weihnachtsmärkte, stattfinden, wurden Aktionen am „D12“ geduldet. An diesem letzten Samstag der COP21 (12. Dezember) konnte letztlich für einen Wandel in Politik und Gesellschaft demonstriert werden. Die Zusammenhänge wurden dabei ganz deutlich dargelegt: ohne unser System zu ändern, werden wir den Klimawandel nicht aufhalten können. Der Vertrag des Abkommens wurde unterdessen nur noch in Nuancen zurechtgeschustert und der zivilgesellschaftliche Einfluss war demnach nicht mehr gegeben.

 

Keine konkreten Maßnahmen und Konsequenzen

 

Kurz darauf wird in vielen Medien und sogar bei größeren NGOs der endgültige Vertrag gelobt, immerhin haben es viele Vertragspartner geschafft sich zu einigen – wir möchten keine dramatische Erderwärmung, am besten soll sie sogar unterhalb von 1,5°C bleiben. Doch konkrete Maßnahmen und notwendige Konsequenzen wurden nicht verhandelt. Der Frage unser Wirtschafts- und Konsumsystem zu überdenken bleibt ebenfalls unbeantwortet.

 

Nächster Schritt für die jeweiligen Regierungen ist nun einen verbindlichen nationalen Plan auszuarbeiten. Es bleibt also nur zu hoffen, dass zumindest dort ambitionierte Maßnahmen beschlossen werden. Doch ohne den verbindlichen Vertrag wird dies schwierig. So bleibt es derweil wieder an der Zivilgesellschaft selbst Alternativen zu stärken, regional zu agieren, globales Wissen zu nutzen und fair miteinander zu wirtschaften um ein gesundes Miteinander von Mensch und Natur, unserer Umwelt, zu leben.

 

Benno Zenker

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Autofasten. Heilsam in Bewegung kommen

Die Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Sie hat unsere Tagesordnung auf den Kopf gestellt. Zu Beginn des letzten Jahres war das Thema Umwelt noch weit oben auf der Agenda und nun ist es ziemlich still darum geworden. Der Klimawandel ist ein schleichendes Problem, bedarf aber ebenso großem Engagements wie die Pandemie. Ein Beitrag dazu ist Autofasten.

 

Autofasten heißt von Aschermittwoch, 17. Februar, bis Karsamstag, 3. April 2021, so umweltfreundlich wie möglich unterwegs zu sein. Bewusst so weit wie möglich auf das Auto unter diesen ungewohnten Umständen zu verzichten, um mit öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren, kann uns ein bisschen aus den herrschenden Umständen reißen. Wenn wir uns entschließen, kurze Wege zu Fuß zurückzulegen, dient das der Umwelt und ermöglicht Begegnungen am Weg unter Wahrung der gebotenen Regeln, die Abwechslung in unseren Alltag bringen. Das Rad statt des Autos zu nutzen, kann die Bewegung bringen, die wir nach einem Video-Konferenz-Tag gut brauchen können.

 

 

Der VCÖ ruft zur Teilnahme an der Aktion „Autofasten“ der katholischen und evangelischen Kirche auf, die morgen beginnt. Der VCÖ weist darauf hin, dass die privaten Autos von Österreichs Haushalten im Schnitt 31 Kilometer pro Tag gefahren werden. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Der jährliche CO2-Ausstoß der Autos ist höher als ihr Gewicht: Pro Jahr stoßen die heimischen Autos im Schnitt 1.950 Kilogramm CO2 allein durchs Fahren aus.
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Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Viola Haas,  Christian Hein, Harald Rechberger, Georg Spiekermann (Stellvertretender Vorsitzender), Joachim Sulzer, Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Laudato Si Preis der Diözese Linz 2021
Klimavolksbegehren: Die Forderungen werden im Umweltausschuss besprochen!

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