Sunday 7. March 2021

Klimaschutz braucht Verkehrswende – auch in OÖ!

Univ. Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb unterstrich einmal mehr: Neue Megastraßen wie die geplante A26-Westringautobahn verbauen uns im wahrsten Sinn des Wortes unsere Zukunft.

Rund 100 BesucherInnen kamen am 25. November 2015 zur Veranstaltung „Klimaschutz braucht Verkehrswende – auch in OÖ“, bei der die renommierte Umwelt- und Klimaexpertin Univ-Prof. Drin Helga Kromp-Kolb von der Universität für Bodenkultur in Wien referierte.

 

Helga Kromp-Kolb zeigte eingangs auf, welche fatalen sozialen und politischen Auswirkungen, die durch den Menschen verursachte Erderwärmung nach sich zieht: So ging etwa dem Krieg in Syrien eine fünf-jährige Dürreperiode voran, die Millionen von Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubte. „Der Klimawandel hat nicht den Krieg, aber er hat die verheerende Dürre und die explosive soziale Situation verursacht, ohne die es vielleicht nicht zum Krieg gekommen wäre“, so Kromp-Kolb.

 

2015 wird voraussichtlich zum heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden. Wir müssen jetzt sofort handeln, wenn wir verhindern wollen, dass die Erderwärmung um nicht mehr als zwei Grad über das Niveau vor der Industrialisierung steigt. Denn jenseits dieser Grenze muss – so die Umwelt- und Klimaexpertin - mit einer völligen Destabilisierung des Klimas mit unabsehbaren ökologischen Folgen gerechnet werden. 

 

In Österreich zählt der Kfz-Verkehr zu den Hauptverursachern klimaschädlicher Emissionen. Hier muss daher – so Kromp-Kolb – auch schwerpunktmäßig angesetzt werden. Die Umwelt-und Klimaexpertin zeigte eine Reihe von notwendigen Klimaschutz-Maßnahmen im Verkehrsbereich auf, um die Verbrennung fossiler Energieträger zu senken – von einer verkehrsvermeidenden Raumplanung bis hin zur Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Sie betonte: „Die Zeit für eine Wende ist extrem knapp. Auf keinen Fall dürfen wir ‚Lock-in‘-Investitionen setzen, also Investitionen, die uns in eine fossile Entwicklungsrichtung ‚einsperren‘“.

 

Der Bau neuer Autobahnen und Megastraßen wie der A26-Westringautobahn, der Linzer Ostumfahrung, der Westspange Steyr usw. sind aber gerade solche „Lock in“-Investitionen, die den Autoverkehr und damit die Verbrennung fossiler Energieträger weiter ankurbeln. Angesichts der kurzen Zeit, die uns noch bleibt, um das Ruder in Richtung Klimaschutz herumzureißen, ist dieser Straßenbauwahn völlig verantwortungslos. Diese Megastraßen verbauen uns im wahrsten Sinn des Wortes unsere Zukunft. Im Sinne der Losung „Global denken, vor Ort handeln!“ unterstreicht die „Initiative Verkehrswende jetzt!“ daher ihr Nein zu diesen Megastraßenprojekten und fordert die Umlenkung der Mittel in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und der sanften Mobilität. Klimaschutz braucht Verkehrswende – auch in Oberösterreich!

Die INITIATIVE VERKEHRSWENDE JETZT! ist ein Netzwerk von mittlerweile 17 Bürgerinitiativen und Vereinen, die sich für eine umwelt- und menschenfreundiche Verkehrswende in Oberösterreich einsetzt. www.verkehrswende-jetzt.at . Die Verantstaltung wurde vom Sozialreferat der Diözese Linz unterstützt.

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Autofasten. Heilsam in Bewegung kommen

Die Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Sie hat unsere Tagesordnung auf den Kopf gestellt. Zu Beginn des letzten Jahres war das Thema Umwelt noch weit oben auf der Agenda und nun ist es ziemlich still darum geworden. Der Klimawandel ist ein schleichendes Problem, bedarf aber ebenso großem Engagements wie die Pandemie. Ein Beitrag dazu ist Autofasten.

 

Autofasten heißt von Aschermittwoch, 17. Februar, bis Karsamstag, 3. April 2021, so umweltfreundlich wie möglich unterwegs zu sein. Bewusst so weit wie möglich auf das Auto unter diesen ungewohnten Umständen zu verzichten, um mit öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren, kann uns ein bisschen aus den herrschenden Umständen reißen. Wenn wir uns entschließen, kurze Wege zu Fuß zurückzulegen, dient das der Umwelt und ermöglicht Begegnungen am Weg unter Wahrung der gebotenen Regeln, die Abwechslung in unseren Alltag bringen. Das Rad statt des Autos zu nutzen, kann die Bewegung bringen, die wir nach einem Video-Konferenz-Tag gut brauchen können.

 

 

Der VCÖ ruft zur Teilnahme an der Aktion „Autofasten“ der katholischen und evangelischen Kirche auf, die morgen beginnt. Der VCÖ weist darauf hin, dass die privaten Autos von Österreichs Haushalten im Schnitt 31 Kilometer pro Tag gefahren werden. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Der jährliche CO2-Ausstoß der Autos ist höher als ihr Gewicht: Pro Jahr stoßen die heimischen Autos im Schnitt 1.950 Kilogramm CO2 allein durchs Fahren aus.
Pfarren und Energieberatung

Werden Sie Klimabündnispfarre

Machen Sie mit! Ein Vertreter von Klimabündnis kommt zu Ihnen und informiert und berät Sie, wie Sie...
Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Viola Haas,  Christian Hein, Harald Rechberger, Georg Spiekermann (Stellvertretender Vorsitzender), Joachim Sulzer, Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Laudato Si Preis der Diözese Linz 2021
Klimavolksbegehren: Die Forderungen werden im Umweltausschuss besprochen!

Zur Umsetzung der Leitlinie

Beschaffungsordnung der Diözese Linz

Beschaffungsordnung zum Download


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Hier finden Sie Vorschläge um alleine oder mit Gruppen zur Enzyklika zu arbeiten. Download Annäherung ans Thema...
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Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus - mit LAUDATO Si' in eine bessere Zukunft.

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Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden Kapitel Umwelt im Sozialkompendium (1999) Gemeinsame Erklärungen:...

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Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und...

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Umwelt und Entwicklung. Eine Herausforderung an unsere Lebensstile. Abschlussdokument der Konferenz Europäischer...
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