Monday 17. June 2019

Anteil des Verkehrs an Österreichs Erdölverbrauch so hoch wie noch nie

 Der Verkehr ist bereits für 80 Prozent des heimischen Erdölverbrauchs für Energie verantwortlich. So hoch war der Anteil noch nie, macht der VCÖ aufmerksam. Während der Erdölverbrauch für das Heizen in den vergangenen 15 Jahren halbiert wurde, nahm der Verbrauch des Verkehrs um ein Viertel zu. Der VCÖ fordert rasche Maßnahmen, um auch im Verkehr die teure Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern.

"Der Verkehr ist wie kein anderer Sektor vom Erdöl abhängig. Auch wenn derzeit der Erdölpreis relativ niedrig ist, auf die kommenden fünf bis zehn Jahre gesehen, kann diese Abhängigkeit für die privaten Haushalte sehr teuer kommen und den wirtschaftlichen Aufschwung gefährden. Und wird weiterhin so viel Erdöl wie bisher verbrannt, dann kommt das den zukünftigen Generationen teuer, weil damit auch der Klimawandel angeheizt wird",  fordert VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen ein umfassendes Maßnahmenpaket für eine Energiewende im Verkehr.

Der Verkehr ist  bereits für 80 Prozent des heimischen Erdölverbrauchs für Energie verantwortlich, im Jahr 2000 betrug der Anteil 68 Prozent und im Jahr 1995 nur 63 Prozent, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Der Erdölverbrauch des Verkehrs ist seit dem Jahr 1999 um 24 Prozent gestiegen, während im gleichen Zeitraum der Sektor Raumwärme (inklusive Warmwasser) den Verbrauch um 52 Prozent reduzieren konnte.

"Der Sektor Raumwärme hat die Energiewende erfolgreich auf den Weg gebracht und wird den Erdölverbrauch in den kommenden Jahren weiter reduzieren. Diese Energiewende ist auch im Verkehr möglich", weist VCÖ-Expertin Rasmussen auf die Ergebnisse der neuen VCÖ-Publikation "Klima und Energie - Potenziale im Verkehr" hin.

Möglich ist die Energiewende im Verkehr mit einem 3 Säulen-Programm: Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern, Verbrauch verringern, betont der VCÖ. Während die Vermeidung des Verkehrs durch Raumordnung (Stopp der Zersiedelung, Förderung der Nahversorgung, etc.) eine langfristige Maßnahme ist, wirken Maßnahmen zur Verkehrsverlagerung kurzfristig. Immerhin jede zehnte Autofahrt ist kürzer als ein Kilometer, etwa jede zweite Autofahrt ist kürzer als fünf Kilometer und damit in Radfahrdistanz. "Großes Potenzial hat zudem eine Nahverkehrsoffensive in den Ballungsräumen. Hier braucht es für Pendlerinnen und Pendler häufigere Verbindungen und ein dichteres Öffi-Netz", betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

Verschlechtert wird die Energiebilanz durch den hohen Verbrauch der Fahrzeuge. Alle Pkw von Österreichs privaten Haushalten haben einen Durchschnittsverbrauch von rund 6,8 Liter pro 100 Kilometer. Die in den ersten vier Monaten des heurigen Jahres neu zugelassenen heimischen Pkw verbrauchen laut Herstellerangaben im Schnitt 5,1 Liter und sind damit selbst unter Laborbedingungen vom 3-Liter-Auto weit entfernt. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass der tatsächliche Spritverbrauch zunehmend vom Normverbrauch abweicht, EU-weit liegt der tatsächliche Verbrauch im Schnitt bereits um ein Drittel höher als die Herstellerangaben versprechen.

Elektromotoren sind effizienter als Verbrennungsmotoren. "Die Elektrifizierung des Verkehrssystems ist engagierter und rascher voranzutreiben als bisher. E-Mobilität ist dabei umfassend zu betrachten: Vom E-Auto über E-Fahrrad und E-Moped bis hin zum Öffentlichen Verkehr, der überwiegend mit Strom fährt", fordert VCÖ-Expertin Rasmussen forciertere Maßnahmen zur Verringerung der Erdölabhängigkeit des Verkehrs in Österreich. Auch im Güterverkehr ist das Potenzial für mehr Effizienz und damit einen geringeren Energieverbrauch sehr hoch.

 

Alternativen finden Sie auf der Mobilityfair vom 29. bis 31. Mai in Wels: http://mobilityfair.at/

 

Quelle: vcoe.at

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Christian Hein, Harald Rechberger, Magdalena Schobesberger, Georg Spiekermann, Joachim Sulzer, Sophie Winklberger, Georg Winkler (Stellvertretender Vorsizender), Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Vom Wissen zum wirksamen Handeln. Symposium Schöpfungsverantwortung 14.10.2019

Wie kommen wir persönlich und als Entscheidungstragende in Religionsgemeinschaften, in Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik vom Wissen zum wirksamen nachhaltigen Handeln? Wir laden Sie ein, sich beim Symposium Schöpfungsverantwortung mit dieser umweltpsychologischen Kernfrage auseinanderzusetzen. Mit spirituellen Impulsen, interessanten Vorträgen, praktischen Übungen und Dialog.


http://www.schoepfung.at/site/home/aktuelles/article/736.html

Pfarren und Energieberatung

Werden Sie Klimabündnispfarre

Machen Sie mit! Ein Vertreter von Klimabündnis kommt zu Ihnen und informiert und berät Sie, wie Sie...

Klimabündnis: Nachhaltig Veranstalten - Weiterbildung

Diese Seminare im Frühjahr zeigen, wie aus der eigenen Veranstaltung ein Green Event wird! Weiterlesen


Rettet die Bienen!
Petition für den Schutz von Böden und Artenvielfalt.

Auf Österreichs Wiesen und Feldern wird es immer stiller: Biene, Vogel, Schmetterling & Co finden dort oft keine Lebensgrundlagen mehr. Oder sie finden erst gar keine Wiesen und Felder, weil die Bodenversiegelung in Österreich rasant voranschreitet. Stoppen wir dieses gigantische Insektensterben und schützen wir Böden, Artenvielfalt und Ökosystem! Zur Petition

 

Zur Umsetzung der Leitlinie

Beschaffungsordnung der Diözese Linz

Hier lesen Sie die Beschaffungsordnung der Diözese Linz, ab Seite 75.

Energiebuchhaltung für Pfarren

Fordern Sie bei uns die neue Energiebuchhaltung für Ihre Pfarre an. Sie erhalten damit nicht nur einen Überblick über...

Laudato si' Preis für öko-faire Feste in ihrer Pfarre

Sie planen im nächsten Arbeitsjahr ein Fest nach öko-fairen Kriterien in Ihrer Pfarre, dann laden wir Sie ein Ihr...
... und Tat

#gemeinsamgarteln

m Frühjahr 2019 entstehen in oberösterreichischen Pfarren Gemeinschaftsgärten. Drei Jungscharpfarren sind dabei:...

Artenreiche Landwirtschaft auf Kirchengrund

Chancen gelebter Schöpfungsverantwortung. Eine Handreichung zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf kircheneigenem...
... in Wort

Was die Uhr geschlagen hat

Die Schüler*innen-Streiks „Fridays for Future“ sind großartig und umstritten: Was ist mit Schulpflicht? Wem nutzt die...

Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag

Ein Diskussionsbeitrag der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der deutschen Bischöfe: Link
Die Enzyklika lesen: Laudato si

Die Enzyklika...
Arbeitsunterlagen zum Einstieg für Gruppen
Lese- und Reflexionsunterlagen Laudato si'

Lese- und Reflexionsvorschläge zu Laudato si'

Hier finden Sie Vorschläge um alleine oder mit Gruppen zur Enzyklika zu arbeiten. Download Annäherung ans Thema...
Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus

Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus - mit LAUDATO Si' in eine bessere Zukunft.

Eine Initiative der Frauenkommission der Diözese Innsbruck : Download
Kirchliche Dokumente

Päpstliche und vatikanische Dokumente

Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden Kapitel Umwelt im Sozialkompendium (1999) Gemeinsame Erklärungen: Papst...

Dokumente der deutschen Bischofskonferenz

Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und...

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ökumenische Dokumente

Umwelt und Entwicklung. Eine Herausforderung an unsere Lebensstile. Abschlussdokument der Konferenz Europäischer...
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: