Sunday 15. September 2019

Diözese Linz steigt als erste Diözese Österreichs auf 100% zertifizierten Ökostrom um

Die Diözese Linz vollzieht als erste Diözese in Österreich den Umstieg auf 100 % zertifizierten Ökostrom nach Richtlinien UmweltZeichen 46 „Grüner Strom“. Als Mitglied des Klimabündnisses haben die Umwelt- und Finanzverantwortlichen der Diözese Linz in den letzten Jahren auf diesen Schritt hingearbeitet.

Gemeinsam mit der Firma ENAMO Ökostrom wird dieses Vorhaben nun in die Wirklichkeit umgesetzt. Am Montag, 8. April 2013 stellten Generalvikar DDr. Severin Lederhilger, Mag. Reinhold Prinz, Ökonom und Direktor der Finanzkammer der Diözese Linz, Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger, Umweltsprecher der Diözese Linz sowie die Vorstände der Firma ENAMO Ökostrom Dr. Leo Windtner, Generaldirektor ENERGIE AG Oberösterreich und Mag. Alois Froschauer, Generaldirektor LINZ AG das Projekt vor.

 

Diözese Linz steigt als erste Diözese Österreichs auf 100 % zertifizierten Ökostrom um. V.l.: Mag. Alois Froschauer, Generaldirektor LINZ AG, Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger, Umweltsprecher der Diözese Linz, Generalvikar DDr. Severin Lederhilger,

 

„Als erste Diözese Österreichs steigt die Diözese Linz ab 2014 auf 100 % zertifizierten Ökostrom nach Richtlinien UmweltZeichen 46 ‚Grüner Strom’ um“, sagte Generalvikar Lederhilger in der Pressekonferenz: „Dieser Schritt freut mich insofern, als er wesentliche strategische Inhalte der Diözese Linz widerspiegelt. Die Schöpfungsverantwortung und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen sind für die Katholische Kirche in Oberösterreich nicht erst seit dem Beitritt zum Klimabündnis 2005 wichtig. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, ausgebildete UmweltberaterInnen und ökologische Bauweise und Energiekonzepte setzt die Diözese seit Jahren Initiativen zum Klimaschutz.“

 

Für den Ökonomen der Diözese Linz ist der Vertragsabschluss ein bedeutender Schritt. Direktor Prinz: „Gemeinsam mit dem Umweltsprecher der Diözese wurde ein Stufenplan – mit dem Ziel ab 2014 auf echten UZ 46 zertifizierten Ökostrom umzusteigen – entwickelt. Neben der ökologischen Frage galt es natürlich auch zu beurteilen, ob der Umstieg unter ökonomischen Aspekten vertretbar ist. Die Verbindung von Regionalität, eine ökologische Schwerpunktsetzung und ein faires Pricing für 2014/2015 konnte mit dem langjährigen Partner Energie AG/Linz AG unter dem Dach der Enamo erreicht werden. Diesen Schritt in Richtung einer noch stärkeren Ökologisierung, die wirtschaftlich hinsichtlich der Kostenbelastung zu vertreten ist, wird die Diözese Linz mit 1. April 2014 als erste Diözese in Österreich umsetzen – ein Gesamtumstieg auf echten UZ 46 zertifizierten Ökostrom mit einem Volumen von 35 Gigawattstunden.“


Umweltsprecher Rosenberger betonte: „Für die Energiewende ist langfristig der vollständige Ausstieg aus atomarer und fossiler Energie notwendig – im Bereich der Erzeugung elektrischer Energie (nach Angaben des Lebensministeriums ca. 19 % des Gesamtenergieverbrauchs in Österreich), aber ebenso in den Bereichen thermischer und kinetischer Energie, also von Wärme und Mobilität. Die Energiewende ist eines der ambitioniertesten gesellschaftlichen Projekte des 21. Jh. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, bedarf es nach allgemeiner Überzeugung einer dreifachen Strategie:

 

  • die Strategie, einen möglichst geringen Energieverbrauch zu erzielen (Suffizienzstrategie), im Sinne von Maßhalten durch eine Veränderung der Konsummuster und Wertpräferenzen zugunsten klimaverträglicher und ressourcensparender Wohlstandsmodelle;
  • die Strategie, durch technische und organisatorische Innovationen eine Erhöhung des Wirkungsgrades der eingesetzten Energie zu erreichen (Effizienzstrategie) und
  • die Strategie, fossile und nukleare Energien durch erneuerbare Energien zu ersetzen (Substitutionsstrategie).

Mit dem Umstieg auf 100 % zertifizierten Ökostrom vollzieht die Diözese Linz als erste in Österreich einen bedeutenden Schritt im dritten Bereich der Substitutionsstrategie.“

„Grundlage für den Vertragsabschluss ist die jahrelange gute Zusammenarbeit der Diözese Linz mit den beiden Vertriebsgesellschaften von ENERGIE AG und LINZ STROM“, sagte Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner. „Die Diözese Linz zeigt mit der Entscheidung für ENAMO Ökostrom ihre große Verantwortung für die Umwelt. Denn das gewählte Stromangebot – „ENAMO Ökostrom UZ 46“ – entspricht den strengsten Anforderungen in Hinblick auf Transparenz und Nachhaltigkeit“, so auch der Generaldirektor der LINZ AG Alois Froschauer.


Der mit dem Umweltzeichen zertifizierte Strom – „Grüner Strom“ - zeichnet sich durch klare definitorische Bestimmungen und transparente Kriterien aus und ist garantiert frei von nuklearen und fossilen Energieträgern.

Die wichtigsten Anforderungen des Umweltzeichens sind unter anderem:

  • mindestens 1 Prozent Anteil an Photovoltaik
  • maximal 79 Prozent Gesamtanteil an Wasserkraft
  • mindestens 10 Prozent Anteil von Strom aus Anlagen, die nicht älter als zehn Jahre sind (ab Erstinbetriebnahme) oder die in den vergangenen Jahren revitalisiert bzw. erweitert wurden, wobei das elektrische Arbeitsvermögen um mindestens 15 Prozent vergrößert wurde.

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Christian Hein, Harald Rechberger, Magdalena Schobesberger, Georg Spiekermann, Joachim Sulzer, Sophie Winklberger, Georg Winkler (Stellvertretender Vorsizender), Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Vom Wissen zum wirksamen Handeln. Symposium Schöpfungsverantwortung 14.10.2019

Wie kommen wir persönlich und als Entscheidungstragende in Religionsgemeinschaften, in Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik vom Wissen zum wirksamen nachhaltigen Handeln? Wir laden Sie ein, sich beim Symposium Schöpfungsverantwortung mit dieser umweltpsychologischen Kernfrage auseinanderzusetzen. Mit spirituellen Impulsen, interessanten Vorträgen, praktischen Übungen und Dialog.


http://www.schoepfung.at/site/home/aktuelles/article/736.html

Die Europäische Mobilitätswoche ist eine Initiative der Europäischen Kommission die im Jahre 1998 mit dem "Autofreien Tag" in Frankreich begann.
Seit dem Jahr 2002 bietet dazu die Europäische Mobiltätswoche die Möglichkeit, Aktionen über mehrere Tage hinweg durchzuführen oder eine Woche lang jeden Tag einen unterschiedlichen Themenschwerpunkt zum Bereich Verkehr zu setzen. 
Weitere Informationen zu Veranstaltungen in Ihrer Region: https://www.mobilitaetswoche.at/

Dieses Jahr fällt der Aktionstag auf den Sonntag, 22. September. Wie immer im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche, sind wir alle aufgerufen mit dem Fahrrad zum Gottesdienst zu kommen. RADLn wir gemeinsam in die Kirche! 
Weitere Informationen, Aktionsvorschläge, Gottesdienstbausteine, Gewinnmöglichkeiten, Veranstaltungen ... finden Sie hier: 
Aktionsvorschläge

Pfarren und Energieberatung

Werden Sie Klimabündnispfarre

Machen Sie mit! Ein Vertreter von Klimabündnis kommt zu Ihnen und informiert und berät Sie, wie Sie...
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Zur Umsetzung der Leitlinie

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Hier lesen Sie die Beschaffungsordnung der Diözese Linz, ab Seite 75.

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Wir rufen alle naturinteressierten Menschen auf, uns Beobachtungen von Tieren in, an und rund um Kirchtürme zu...
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Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus

Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus - mit LAUDATO Si' in eine bessere Zukunft.

Eine Initiative der Frauenkommission der Diözese Innsbruck : Download
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Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden Kapitel Umwelt im Sozialkompendium (1999) Gemeinsame Erklärungen: Papst...

Dokumente der deutschen Bischofskonferenz

Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und...

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Ökumenische Dokumente

Umwelt und Entwicklung. Eine Herausforderung an unsere Lebensstile. Abschlussdokument der Konferenz Europäischer...
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