Friday 5. March 2021

"Umweltbischof" Schwarz und kirchliche Fachleute bei Gewessler

Einigkeit über Wichtigkeit klimaschützenden Handelns auf allen Ebenen - Ministerin: Gemeinsames Ziel ist Schutz des Lebensraums Erde - Schwarz: Rückenwind für Schöpfungsverantwortung geben Papst und auch junge Generation.

Im heutigen hochkarätigen Gespräch zum Thema „Klimaschutz und Katholische Kirche“ betonten sowohl Umweltbischof Alois Schwarz als auch Klimaministerin Leonore Gewessler die Wichtigkeit klimaschützenden Handelns auf allen Ebenen. 


Markus Gerhartinger, Sprecher der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs zeigte sich bei der Vorbereitung dieses Gesprächs erfreut, dass dieser hochrangige Austausch Ministerin – Umweltbischof möglich wurde.  


Am Gespräch nahmen teil von Seiten des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK): Ministerin Leonore Gewessler und Antonia Reininger (Assistenz Klima und Energie im Kabinett BMK), von Seiten der kath. Kirche: Umweltbischof Alois Schwarz, Anna Kirchengast (Fachstelle überdiözesane Umweltarbeit der Kath. Kirche Österreichs) und Arch. DI Harald Gnilsen (Baudirektor der ED Wien und Sprecher der österreichischen kirchlichen Baudirektoren).


Ministerin Leonore Gewessler hob die Notwendigkeit des Einsatzes auf allen Ebenen hervor:  „Um das Großprojekt, das wir vor haben – Klimaschutz im Sinn der Pariser Klimaziele – zu erreichen, müssen wir, allen gemeinsam an einem Strang ziehen: Bund, Länder, Gemeinden, BürgerInnen, Wirtschaft, NGOS,  auch Kirchen bzw. Religionsgemeinschaften. Im Prinzip wollen wir alle dasselbe, auch wenn wir es anders benennen: Ich spreche von Umweltschutz, Kirchen von Schöpfungsverantwortung – gemeinsam geht es uns um den Schutz des Lebensraums Erde. Wir dürfen die globale Ebene nicht aus dem Blick verlieren – Stichwort Klimagerechtigkeit. Die Kirchen weisen sehr stark auf diese globale Verantwortung hin.“ ZITAT noch nicht vom BMK freigegeben
„Wir bekommen Rückenwind für unsere Arbeit von vielen Seiten – von Papst Franziskus und seiner Enzyklika Laudato Si` - aber gerade auch von Kindern und Jugendlichen, die uns kritisch hinterfragen.“ so Alois Schwarz, Referatsbischof für Umwelt in der Österreichischen Bischofskonferenz und Bischof der Diözese St. Pölten.  Er hob laufende Beispiele aus Diözesen wie Energiesparpfarren und klimaaktiv-Projekte hervor und zeigt auch neue konkrete Umstiegsprojekte auf erneuerbare Energie. Es gehe darum, die Umweltziele der Bischofskonferenz weiter umzusetzen. 


Wenn Diözesen, Pfarren, Ordensgemeinschaften, kirchliche Einrichtungen ökologische Maßnahmen setzen, wirken sie als Multiplikator: „Pfarren zeigen vor, wie’s geht“. Und es geschieht bereits viel: sei es im Bereich nachhaltigen Beschaffung, in der ökologischen Bewirtschaftung von Grundstücken, in der klimagerechten Sanierung, bei der umweltfreundlichen Organisation von Veranstaltungen und Bildung.  Anna Kirchengast, Fachstelle überdiözesane Umweltarbeit der katholischen Kirche Österreichs, verwies auf erfolgreiche Beispiele mit Pfarrgemeinden, die vom Ministerium gefördert werden, wie Autofasten, RADLn in die Kirche und das kirchliche Umweltmanagement EMAS.  


Architekt DI Harald Gnilsen, Baudirektor der Erzdiözese Wien und Sprecher der österreichischen kirchlichen Baudirektoren betonte: „Es geht darum, die Balance zu finden zwischen der Erhaltung kultureller Werte und der Bewahrung natürlicher Ressourcen. Das erfordert einen sorgsamen Umgang. Denkmalschutz und Umweltschutz sind kein Widerspruch. Der Denkmalschutz erfüllt viele Klimaschutzbereiche, wie z.B. langer Lebenszyklus, nachhaltige Baumaterialien, Reparierbarkeit.“  Die Bauämter der katholischen Kirche zeigten gegenüber dem Klimaministerium ihre Bereitschaft, ihre Expertise in die Vorbereitung neuer Richtlinien für ökologisches Sanieren denkmalgeschützter Gebäude einzubringen.  


Ministerin Gewessler zeigte sich auch im Zuge der gerade in Vorbereitung befindlichen Green-Finance-Strategie des Bundes interessiert am Good-Practice-Beispiel der Divestment-Beschlüsse der Österreichischen Bischofskonferenz. 


Fördergelder für ökologische Sanierungen sind derzeit in sehr großem Ausmaß von Seiten des Bundes freigegeben – und können auch von Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen verstärkt genutzt werden, betonte die Ministerin. 

 

Kontakt: 
Dr. Anna Kirchengast, Fachstelle Überdiözesane Umweltarbeit der Kath. Kirche Österreichs
Anna.kirchengast@graz-seckau.at, 0676 8742 2617


Architekt DI Harald Gnilsen, Baudirektor der Erzdiözese Wien als Sprecher der kirchlichen Bauämter Österreichs
bauamt@edw.or.at, 0664 51 55 210

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Autofasten. Heilsam in Bewegung kommen

Die Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Sie hat unsere Tagesordnung auf den Kopf gestellt. Zu Beginn des letzten Jahres war das Thema Umwelt noch weit oben auf der Agenda und nun ist es ziemlich still darum geworden. Der Klimawandel ist ein schleichendes Problem, bedarf aber ebenso großem Engagements wie die Pandemie. Ein Beitrag dazu ist Autofasten.

 

Autofasten heißt von Aschermittwoch, 17. Februar, bis Karsamstag, 3. April 2021, so umweltfreundlich wie möglich unterwegs zu sein. Bewusst so weit wie möglich auf das Auto unter diesen ungewohnten Umständen zu verzichten, um mit öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren, kann uns ein bisschen aus den herrschenden Umständen reißen. Wenn wir uns entschließen, kurze Wege zu Fuß zurückzulegen, dient das der Umwelt und ermöglicht Begegnungen am Weg unter Wahrung der gebotenen Regeln, die Abwechslung in unseren Alltag bringen. Das Rad statt des Autos zu nutzen, kann die Bewegung bringen, die wir nach einem Video-Konferenz-Tag gut brauchen können.

 

 

Der VCÖ ruft zur Teilnahme an der Aktion „Autofasten“ der katholischen und evangelischen Kirche auf, die morgen beginnt. Der VCÖ weist darauf hin, dass die privaten Autos von Österreichs Haushalten im Schnitt 31 Kilometer pro Tag gefahren werden. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Der jährliche CO2-Ausstoß der Autos ist höher als ihr Gewicht: Pro Jahr stoßen die heimischen Autos im Schnitt 1.950 Kilogramm CO2 allein durchs Fahren aus.
Pfarren und Energieberatung

Werden Sie Klimabündnispfarre

Machen Sie mit! Ein Vertreter von Klimabündnis kommt zu Ihnen und informiert und berät Sie, wie Sie...
Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Viola Haas,  Christian Hein, Harald Rechberger, Georg Spiekermann (Stellvertretender Vorsitzender), Joachim Sulzer, Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Laudato Si Preis der Diözese Linz 2021
Klimavolksbegehren: Die Forderungen werden im Umweltausschuss besprochen!

Zur Umsetzung der Leitlinie

Beschaffungsordnung der Diözese Linz

Beschaffungsordnung zum Download


Energiebuchhaltung für Pfarren

Fordern Sie bei uns die neue Energiebuchhaltung für Ihre Pfarre an. Sie erhalten damit nicht nur einen Überblick über...

... und Tat

EMAS FÜR PFARREN - VORBEREITUNGSLEHRGANG MODUL III

Wir starten Anfang des Jahres einen neuen EMAS Lehrgang für kirchliche Einrichtungen. Das betrifft alle katholischen...

Kirchturmtiere

Wir rufen alle naturinteressierten Menschen auf, uns Beobachtungen von Tieren in, an und rund um Kirchtürme zu...

#gemeinsamgarteln

m Frühjahr 2019 entstehen in oberösterreichischen Pfarren Gemeinschaftsgärten. Drei Jungscharpfarren sind dabei:...
... in Wort

Tipps: wie man Friedhöfe richtig pflegt und gestaltet

Die Pflege und Gestaltung von Friedhöfen ist ein immer aktuelles Thema in Gemeinden. Wie man richtig pflegt und...

Der Gemeinschaftsgarten in Mondsee

Gemeinschaftsgärten - eine Bewegung »In Oberösterreich sind mittlerweile rund 75 Garteninitiativen aktiv. Dadurch...

Klimagerechtigkeit

Beim Klimawandel handelt es sich zweifellos um die größte und komplexeste Herausforderung, vor der die Menschheit je...
Die Enzyklika lesen: Laudato si

Die Enzyklika...
Arbeitsunterlagen zum Einstieg für Gruppen
Lese- und Reflexionsunterlagen Laudato si'

Lese- und Reflexionsvorschläge zu Laudato si'

Hier finden Sie Vorschläge um alleine oder mit Gruppen zur Enzyklika zu arbeiten. Download Annäherung ans Thema...
Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus

Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus - mit LAUDATO Si' in eine bessere Zukunft.

Eine Initiative der Frauenkommission der Diözese Innsbruck : Download
Kirchliche Dokumente

Päpstliche und vatikanische Dokumente

Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden Kapitel Umwelt im Sozialkompendium (1999) Gemeinsame Erklärungen:...

Dokumente der deutschen Bischofskonferenz

Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und...

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ökumenische Dokumente

Umwelt und Entwicklung. Eine Herausforderung an unsere Lebensstile. Abschlussdokument der Konferenz Europäischer...
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: