Saturday 15. August 2020

40 Prozent der Autofahrten in Oberösterreich kürzer als 5 Kilometer

Heute, Aschermittwoch, startet die Aktion „Autofasten“ der katholischen und evangelischen Kirche. Der VCÖ weist darauf hin, dass in Oberösterreich das Potenzial, weniger Auto zu fahren, sehr groß ist. Jede zehnte Autofahrt ist in fußläufiger Distanz, 40 Prozente der Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Auch die Kombination Fahrrad – Bahn kann gerade am Arbeitsweg viele Autofahrten vermeiden und Staus verringern, betont der VCÖ.

Wer meint, es seien vor allem lange Strecken, die mit dem Auto gefahren werden, irrt. Die meisten Autofahrten in Oberösterreich sind kurz, macht der VCÖ aufmerksam. Laut Erhebung des Verkehrsministeriums sind 40  Prozent der Autofahrten in Oberösterreich kürzer als fünf Kilometer, 60 Prozent kürzer als zehn Kilometer und nur 17 Prozent länger als 20 Kilometer. Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, mehr kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. „Bewegung in den Alltag zu integrieren ist gesund, spart Spritkosten und ist aktiver Klimaschutz“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Wer 1.000 Kilometer weniger mit dem Auto fährt, vermeidet rund 200 Kilogramm CO2.

 

Der VCÖ weist darauf hin, dass bei allen Wegzwecken die kurzen Strecken dominieren. Fast zwei Drittel der Fahrten zu Freizeitzielen sind kürzer als fünf Kilometer, aber mehr als die Hälfte wird mit dem Auto gefahren. "Statt mit dem Auto ins Fitnessstudio zu fahren, wäre es für die eigene Fitness besser das Fahrrad zu nehmen", nennt VCÖ-Sprecher Gratzer ein Beispiel.

 

Auch wohnen viele in der Nähe ihres Arbeitsplatzes. So sind 37 Prozent der Arbeitswege kürzer als fünf Kilometer und 56 Prozent kürzer als zehn Kilometer. Dennoch werden in Oberösterreich acht von zehn Fahrten zur Arbeit mit dem Auto gemacht. Viele Staus können vermieden werden, wenn es gelingt, dass für den Weg in die Arbeit mehr Personen das Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel oder die Kombination Fahrrad und Öffentlicher Verkehr nutzen.

 

Die Aktion „Autofasten“ richtet sich an alle, die umsteigen können, es in der Fastenzeit auszuprobieren. Eine typische Reaktion von Personen, die umgestiegen sind, ist: „Warum bin ich nicht schon früher drauf gekommen““, motiviert VCÖ-Sprecher Gratzer zur Teilnahme an der von der katholischen und evangelischen Kirche organisierten Initiative. 

 

Wichtig ist zudem das klimaverträgliche Mobilitätsangebot weiter zu verbessern. „Die Politik ist gefordert, das Angebot zu schaffen, damit jene, die wollen, auch vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr oder das Fahrrad umsteigen können“,  betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Häufigere Bahn- und Busverbindungen sind auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten wichtig, denn die Arbeitszeiten werden immer flexibler, Teilzeitarbeit nimmt zu. Deshalb braucht es tagsüber und auch am späteren Abend ein gutes Angebot. 

 

Damit für Alltagserledigungen häufiger das Fahrrad verwendet wird, braucht es eine gute Infrastruktur. Innerhalb des Ortsgebiets kann mit Verkehrsberuhigung sowie Tempo 30 statt 50 sehr kostengünstig das Radfahren gefördert werden. Außerhalb des Ortsgebiets ist ein Ausbau der Radwege nötig. Derzeit fehlt es häufig zwischen Siedlungen und dem nächsten Ort an sicheren und guten Radverbindungen. 

 

Informationen und Anmeldemöglichkeit zum Autofasten: www.autofasten.at

 

VCÖ: Deutlich mehr kurze als lange Autofahrten in Oberösterreich (Anteil Autofahrten an Werktagen in Oberösterreich)

Bis 2,5 Kilometer: 18 Prozent
2,5 bis 5 Kilometer: 22 Prozent

5 bis 10 Kilometer: 22 Prozent
10 bis 20 Kilometer: 20 Prozent

20 bis 50 Kilometer: 13 Prozent
Mehr als 50 Kilometer: 4 Prozent
Quelle: bmvit, VCÖ 2019

 

VCÖ: Viele Alltagswege sind kurz, aber der Autoanteil sehr hoch (Anteil Pkw, in Klammer Anteil aller Strecken je Wegezweck unter 5 km / unter 10 km) 

Arbeitsweg: 79 % mit Auto (37 % aller Arbeitswege unter 5 km / 56 % unter 10 km) 

Dienstfahrten: 94 % mit Auto (29 % aller Dienstwege unter  5 km / 48 % unter 10 km)

Bring- und Holdienste: 82 % mit Auto (64 % alle Hol-  und Bringdienste unter 5km / 80 % unter 10 km)

Einkaufswege: 65 % mit Auto (65 % aller Einkaufswege unter 5 km / 83 % unter 10 km)

Private Erledigungen: 74 % mit Auto (51 % aller privaten Erledigungen unter 5 km / 72 % unter 10 km)

Freizeitwege: 56 % mit Auto (62 % aller Freizeitwege unter 5 km / 80 % unter 10 km)

Besuche: 71 % mit Auto (58 % aller Strecken unter 5 km / 76 % unter 10 km)
Quelle: bmvit, VCÖ 2019
 

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Christian Hein, Harald Rechberger, Magdalena Schobesberger, Georg Spiekermann, Joachim Sulzer, Sophie Winklberger, Georg Winkler (Stellvertretender Vorsizender), Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Eintragungswoche: 22. bis 29. Juni 2020.

Papst Franziskus hat beginnend mit Mai ein Laudato-Si‘-Jahr ausgerufen. Fünf Jahre nach dem Erscheinen dieser Enzyklika mit dem Untertitel „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ ist ihr Inhalt aktueller denn je. Die öko-soziale Krise wurde zwar durch die Pandemie-Berichterstattung zum Teil überlagert, aber eines machte die aktuelle Krise deutlich: Nämlich wie sehr alle miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Das wird Papst Franziskus nicht müde in diesem Rundschreiben zu betonen. Weiters wurde durch die Krise deutlich – Politiker_innen können das Ruder in die Hand nehmen und gestalten (bei aller Fehleranfälligkeit in der gebotenen Eile). Genau das fordert der Papst von den Politiker_innen, sich nicht durch scheinbare Alternativlosigkeit vor sich hertreiben zu lassen, sondern das Primat der Politik (im Rahmen der Verfassung) wahrzunehmen und die Voraussetzungen für ein gutes Leben für alle zu schaffen. Dazu gehört, sich der Klimakrise zu stellen und Entscheidungen auf ihre Klimaverträglichkeit zu überprüfen. Damit dieses Anliegen im Zuge des Wiederaufbaus nicht scheinbar unabänderlichen Sachzwängen zum Opfer fällt, ist es umso wichtiger das Klimavolksbegehren zu unterstützen.

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