Thursday 13. August 2020

Zeit für den ökologischen Wandel

Die Maßnahmen sind nicht leicht und treffen jede und jeden. Aber nicht jedeR spürt schon die Auswirkungen und ist bereit zur Veränderung. Aber immer mehr Menschen erfahren persönlich die Problematik. So zum Beispiel die heurige Erfahrung hier in Oberösterreich mit dem Niederschlagsmangel.

Die Bevölkerung wünscht sich vielfach Veränderung. Es braucht aber auch die Politik, um die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, damit eine ökologisch verträgliche Lebensweise nicht komplizierter, teurer und zeitaufwändiger ist.

 

Was wir selbst tun können, ist bekannt: Beim Einkauf fängt es an – mehr Obst und Gemüse, weniger Fleisch, weniger vergeuden. Bei der Mobilität ist es auch klar, aber es braucht die ökologisch verträgliche Rahmenbedingungen, insbesondere am Land. Zugleich müssen wir Druck auf die Politik machen: lokal, auf Bundesebene und international.

 

Es geht nicht darum aufzuzählen, was schon gemacht wurde, denn das genügt nicht wie die Daten der Statistik Austria zeigen, sondern es muss getan werden, was dringend notwendig ist – und das schnell. Wir könnten es noch schaffen. Dazu muss sich die Wirtschaft an den Klimazielen orientieren. Das ist möglich, denn die Wirtschaft ist planbar: das heißt, neue zukunftsweisende Maßnahmen können und müssen umgesetzt werden.

 

Statistik Austria: Energetischer Endverbrauch stieg 2017 um knapp 2%

 

Der energetische Endverbrauch erhöhte sich im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 1,8% auf 1.129,6 Petajoule (PJ), wie aus aktuellen Berechnungen von Statistik Austria zur endgültigen Energiebilanz hervorgeht. Dieser Anstieg wurde vor allem durch eine Zunahme beim Energieverbrauch des Industriesektors (+3,1% auf 337,6 PJ) und des Verkehrs verursacht (+1,3% auf 393,6 PJ). Der Energieeinsatz der Haushalte stieg um 1,2% auf 276,4 PJ. Aufgrund der im Vergleich zu 2016 etwas niedrigeren Außentemperaturen nahm die Heizgradsumme um 0,5% zu.

 

Im Vergleich zu 2016 stieg 2017 bei allen Energieträgern der energetische Endverbrauch: Erdölprodukte +1,9% auf 429,8 PJ, Erdgas +3,4% auf 200,3 PJ, Fernwärme +1,5% auf 75,7 PJ, elektrischer Strom +1,2% auf 226,0 PJ, brennbare Abfälle +2,5% auf 12,4 PJ sowie erneuerbare Energieträger +0,3% auf 167,2 PJ. Die stärkste relative Erhöhung wurde bei Kohle festgestellt (+5,2% auf 18,3 PJ).

 

Laufender Rückgang bei Stromproduktion aus Kohle, mehr Stromproduktion aus Erdgas

 

Die höchsten Produktionsanstiege von elektrischer Energie gegenüber dem Vorjahr wurden bei Erdgas (+29,2% auf 39,5 PJ) und Windkraft, Photovoltaik und Geothermie (+23,8% auf 28,3 PJ) verzeichnet, gefolgt von Kohlegasen (+11,9% auf 7,8 PJ). Die Stromproduktion aus Kohle (-13,7% auf 6,3 PJ) und Öl (-18,2% auf 2,9 PJ) ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Gegensatz zum Vorjahr wies auch die Produktion aus Wasserkraft 2017 einen Rückgang auf (-3,8% auf 138,1 PJ).

Der Endverbrauch von Fernwärme stieg mit +1,5% (auf 75,7 PJ) stärker als die Heizgradsumme (+0,5%).

 

Endverbrauch wegen höherer Kfz-Bestände und kühler Witterung gestiegen

 

Der Anstieg des energetischen Endverbrauchs der Haushalte um 1,2% war ebenfalls höher als jener der Heizgradsumme. Diese Entwicklung ist bedingt durch die Zunahme des Verbrauchs von allen Energieträgern, die für Raumheizung und Warmwasserbereitung verwendet werden; d. h. der Ölverbrauch der Haushalte ist um 3,3% gestiegen, während erneuerbare Energieträger, Fernwärme und Gas um 1,0%, 0,1% bzw. 0,7% zunahmen. Kohle, die praktisch ausschließlich für die Raumheizung verwendet wird, stieg um 0,8%.

 

Die Zunahme des energetischen Endverbrauchs im sonstigen Landverkehr um 1,4% lässt sich mit dem 2017 gegenüber 2016 um 1,8% gestiegenen Kfz-Bestand erklären. Der sinkende Einsatz von biogenen Treibstoffen (-13,4% auf 19,4 PJ) wurde dabei durch den Anstieg der fossilen Treibstoffe (Ölderivate und Naturgas; +2,5% auf 316,2 PJ) kompensiert. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Rückgang von 3,0 PJ bei den biogenen und einem Anstieg von 7,7 PJ bei den fossilen Treibstoffen.

 

Wir können nicht mehr warten, wir brauchen eine Bewegung gegen die Untätigkeit.

 

www.statistik.at /lg

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Christian Hein, Harald Rechberger, Magdalena Schobesberger, Georg Spiekermann, Joachim Sulzer, Sophie Winklberger, Georg Winkler (Stellvertretender Vorsizender), Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Eintragungswoche: 22. bis 29. Juni 2020.

Papst Franziskus hat beginnend mit Mai ein Laudato-Si‘-Jahr ausgerufen. Fünf Jahre nach dem Erscheinen dieser Enzyklika mit dem Untertitel „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ ist ihr Inhalt aktueller denn je. Die öko-soziale Krise wurde zwar durch die Pandemie-Berichterstattung zum Teil überlagert, aber eines machte die aktuelle Krise deutlich: Nämlich wie sehr alle miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Das wird Papst Franziskus nicht müde in diesem Rundschreiben zu betonen. Weiters wurde durch die Krise deutlich – Politiker_innen können das Ruder in die Hand nehmen und gestalten (bei aller Fehleranfälligkeit in der gebotenen Eile). Genau das fordert der Papst von den Politiker_innen, sich nicht durch scheinbare Alternativlosigkeit vor sich hertreiben zu lassen, sondern das Primat der Politik (im Rahmen der Verfassung) wahrzunehmen und die Voraussetzungen für ein gutes Leben für alle zu schaffen. Dazu gehört, sich der Klimakrise zu stellen und Entscheidungen auf ihre Klimaverträglichkeit zu überprüfen. Damit dieses Anliegen im Zuge des Wiederaufbaus nicht scheinbar unabänderlichen Sachzwängen zum Opfer fällt, ist es umso wichtiger das Klimavolksbegehren zu unterstützen.

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Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und...

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