Sunday 22. September 2019

Zeit für den ökologischen Wandel

Die Maßnahmen sind nicht leicht und treffen jede und jeden. Aber nicht jedeR spürt schon die Auswirkungen und ist bereit zur Veränderung. Aber immer mehr Menschen erfahren persönlich die Problematik. So zum Beispiel die heurige Erfahrung hier in Oberösterreich mit dem Niederschlagsmangel.

Die Bevölkerung wünscht sich vielfach Veränderung. Es braucht aber auch die Politik, um die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, damit eine ökologisch verträgliche Lebensweise nicht komplizierter, teurer und zeitaufwändiger ist.

 

Was wir selbst tun können, ist bekannt: Beim Einkauf fängt es an – mehr Obst und Gemüse, weniger Fleisch, weniger vergeuden. Bei der Mobilität ist es auch klar, aber es braucht die ökologisch verträgliche Rahmenbedingungen, insbesondere am Land. Zugleich müssen wir Druck auf die Politik machen: lokal, auf Bundesebene und international.

 

Es geht nicht darum aufzuzählen, was schon gemacht wurde, denn das genügt nicht wie die Daten der Statistik Austria zeigen, sondern es muss getan werden, was dringend notwendig ist – und das schnell. Wir könnten es noch schaffen. Dazu muss sich die Wirtschaft an den Klimazielen orientieren. Das ist möglich, denn die Wirtschaft ist planbar: das heißt, neue zukunftsweisende Maßnahmen können und müssen umgesetzt werden.

 

Statistik Austria: Energetischer Endverbrauch stieg 2017 um knapp 2%

 

Der energetische Endverbrauch erhöhte sich im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 1,8% auf 1.129,6 Petajoule (PJ), wie aus aktuellen Berechnungen von Statistik Austria zur endgültigen Energiebilanz hervorgeht. Dieser Anstieg wurde vor allem durch eine Zunahme beim Energieverbrauch des Industriesektors (+3,1% auf 337,6 PJ) und des Verkehrs verursacht (+1,3% auf 393,6 PJ). Der Energieeinsatz der Haushalte stieg um 1,2% auf 276,4 PJ. Aufgrund der im Vergleich zu 2016 etwas niedrigeren Außentemperaturen nahm die Heizgradsumme um 0,5% zu.

 

Im Vergleich zu 2016 stieg 2017 bei allen Energieträgern der energetische Endverbrauch: Erdölprodukte +1,9% auf 429,8 PJ, Erdgas +3,4% auf 200,3 PJ, Fernwärme +1,5% auf 75,7 PJ, elektrischer Strom +1,2% auf 226,0 PJ, brennbare Abfälle +2,5% auf 12,4 PJ sowie erneuerbare Energieträger +0,3% auf 167,2 PJ. Die stärkste relative Erhöhung wurde bei Kohle festgestellt (+5,2% auf 18,3 PJ).

 

Laufender Rückgang bei Stromproduktion aus Kohle, mehr Stromproduktion aus Erdgas

 

Die höchsten Produktionsanstiege von elektrischer Energie gegenüber dem Vorjahr wurden bei Erdgas (+29,2% auf 39,5 PJ) und Windkraft, Photovoltaik und Geothermie (+23,8% auf 28,3 PJ) verzeichnet, gefolgt von Kohlegasen (+11,9% auf 7,8 PJ). Die Stromproduktion aus Kohle (-13,7% auf 6,3 PJ) und Öl (-18,2% auf 2,9 PJ) ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Gegensatz zum Vorjahr wies auch die Produktion aus Wasserkraft 2017 einen Rückgang auf (-3,8% auf 138,1 PJ).

Der Endverbrauch von Fernwärme stieg mit +1,5% (auf 75,7 PJ) stärker als die Heizgradsumme (+0,5%).

 

Endverbrauch wegen höherer Kfz-Bestände und kühler Witterung gestiegen

 

Der Anstieg des energetischen Endverbrauchs der Haushalte um 1,2% war ebenfalls höher als jener der Heizgradsumme. Diese Entwicklung ist bedingt durch die Zunahme des Verbrauchs von allen Energieträgern, die für Raumheizung und Warmwasserbereitung verwendet werden; d. h. der Ölverbrauch der Haushalte ist um 3,3% gestiegen, während erneuerbare Energieträger, Fernwärme und Gas um 1,0%, 0,1% bzw. 0,7% zunahmen. Kohle, die praktisch ausschließlich für die Raumheizung verwendet wird, stieg um 0,8%.

 

Die Zunahme des energetischen Endverbrauchs im sonstigen Landverkehr um 1,4% lässt sich mit dem 2017 gegenüber 2016 um 1,8% gestiegenen Kfz-Bestand erklären. Der sinkende Einsatz von biogenen Treibstoffen (-13,4% auf 19,4 PJ) wurde dabei durch den Anstieg der fossilen Treibstoffe (Ölderivate und Naturgas; +2,5% auf 316,2 PJ) kompensiert. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Rückgang von 3,0 PJ bei den biogenen und einem Anstieg von 7,7 PJ bei den fossilen Treibstoffen.

 

Wir können nicht mehr warten, wir brauchen eine Bewegung gegen die Untätigkeit.

 

www.statistik.at /lg

Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Univ. Prof. Dr. Michael Rosenberger
Umweltsprecher
Mag.a Lucia Göbesberger
Mag.a Lucia Göbesberger
Referentin
T.: 0732/7610-3255
M.: 0676/8776-3255

Fachausschuss Schöpfungsverantwortung des Pastoralrates

Mitglieder:

Hermann Deisenberger, Josef Froschauer (Vorsitzender), Josef Gruber, Christian Hein, Harald Rechberger, Magdalena Schobesberger, Georg Spiekermann, Joachim Sulzer, Sophie Winklberger, Georg Winkler (Stellvertretender Vorsizender), Michael Rosenberger (Umweltsprecher), Lucia Göbesberger (Referentin für Umweltfragen).

Vom Wissen zum wirksamen Handeln. Symposium Schöpfungsverantwortung 14.10.2019

Wie kommen wir persönlich und als Entscheidungstragende in Religionsgemeinschaften, in Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik vom Wissen zum wirksamen nachhaltigen Handeln? Wir laden Sie ein, sich beim Symposium Schöpfungsverantwortung mit dieser umweltpsychologischen Kernfrage auseinanderzusetzen. Mit spirituellen Impulsen, interessanten Vorträgen, praktischen Übungen und Dialog.


http://www.schoepfung.at/site/home/aktuelles/article/736.html

Die Europäische Mobilitätswoche ist eine Initiative der Europäischen Kommission die im Jahre 1998 mit dem "Autofreien Tag" in Frankreich begann.
Seit dem Jahr 2002 bietet dazu die Europäische Mobiltätswoche die Möglichkeit, Aktionen über mehrere Tage hinweg durchzuführen oder eine Woche lang jeden Tag einen unterschiedlichen Themenschwerpunkt zum Bereich Verkehr zu setzen. 
Weitere Informationen zu Veranstaltungen in Ihrer Region: https://www.mobilitaetswoche.at/

Earth Strike: Streik für die Erde am 27.09.

 

Pfarren und Energieberatung

Werden Sie Klimabündnispfarre

Machen Sie mit! Ein Vertreter von Klimabündnis kommt zu Ihnen und informiert und berät Sie, wie Sie...
Petitionen

Rettet die Bienen!
Petition für den Schutz von Böden und Artenvielfalt.

Auf Österreichs Wiesen und Feldern wird es immer stiller: Biene, Vogel, Schmetterling & Co finden dort oft keine Lebensgrundlagen mehr. Oder sie finden erst gar keine Wiesen und Felder, weil die Bodenversiegelung in Österreich rasant voranschreitet. Stoppen wir dieses gigantische Insektensterben und schützen wir Böden, Artenvielfalt und Ökosystem! Zur Petition

 

Zur Umsetzung der Leitlinie

Beschaffungsordnung der Diözese Linz

Hier lesen Sie die Beschaffungsordnung der Diözese Linz, ab Seite 75.

Energiebuchhaltung für Pfarren

Fordern Sie bei uns die neue Energiebuchhaltung für Ihre Pfarre an. Sie erhalten damit nicht nur einen Überblick über...

Laudato si' Preis für öko-faire Feste in ihrer Pfarre

Sie planen im nächsten Arbeitsjahr ein Fest nach öko-fairen Kriterien in Ihrer Pfarre, dann laden wir Sie ein Ihr...
... und Tat

Schöpfungszeit 2019

(20.8.19) Zaghaftigkeit der politischen Elite sei "nicht nur ermüdend, sondern auch erschreckend", sagt die...

Wir RADln in die Kirche 22.9.

Dieses Jahr fällt der Aktionstag auf den Sonntag,22. September. Wie immer im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche,...

Kirchturmtiere

Wir rufen alle naturinteressierten Menschen auf, uns Beobachtungen von Tieren in, an und rund um Kirchtürme zu...
... in Wort

Schmecke die Götterspeise!

Sozialpredigt zum Erntedankfest 2019 von Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger

Papst Franziskus zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung 2019

»Gott sah, dass es gut war« (Gen1,25). Am Anfang der Bibel ruht der Blick Gottes sanft auf der Schöpfung. Vom...

Nachhaltig durch das Kirchenjahr

Andachts-und Gottesdienstsammlung zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)
Die Enzyklika lesen: Laudato si

Die Enzyklika...
Arbeitsunterlagen zum Einstieg für Gruppen
Lese- und Reflexionsunterlagen Laudato si'

Lese- und Reflexionsvorschläge zu Laudato si'

Hier finden Sie Vorschläge um alleine oder mit Gruppen zur Enzyklika zu arbeiten. Download Annäherung ans Thema...
Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus

Sorge der Frauen um das gemeinsame Haus - mit LAUDATO Si' in eine bessere Zukunft.

Eine Initiative der Frauenkommission der Diözese Innsbruck : Download
Kirchliche Dokumente

Päpstliche und vatikanische Dokumente

Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden Kapitel Umwelt im Sozialkompendium (1999) Gemeinsame Erklärungen: Papst...

Dokumente der deutschen Bischofskonferenz

Zehn Thesen zum Klimaschutz: Ein Diskussionsbeitrag. Die deutschen Bischöfe. Kommission für gesellschaftliche und...

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ökumenische Dokumente

Umwelt und Entwicklung. Eine Herausforderung an unsere Lebensstile. Abschlussdokument der Konferenz Europäischer...
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: