Mittwoch 25. April 2018

Klimaschutzbericht: „Weiter wie bisher“ ist keine Option

Mit dem Klimaschutzbericht legt das Umweltbundesamt umfangreiche Informationen zu den Treibhausgas-Emissionen in Österreich vor.

Im Klimaschutzbericht analysieren die ExpertInnen Trends und Einflussfaktoren bis 2015. „Österreich hat mit der Ratifizierung des Pariser Übereinkommens die Notwendigkeit anerkannt, auf die Nutzung fossiler Energie bis Mitte des Jahrhunderts weitestgehend zu verzichten. Das ist jedenfalls eine große Herausforderung, für die Mut, Konsequenz und eine langfristige Weichenstellung gefragt sind. Ein „Weiter wie bisher“ ist keine Option,“ betont Jürgen Schneider, Klima-Experte im Umweltbundesamt. „Klimaschutz eröffnet Chancen für zukunftsfähiges Wirtschaften und reduziert volkswirtschaftliche Folgekosten, die durch den Klimawandel entstehen. Klimaschutz zahlt sich aus!“

 

Klimaschutzbericht: Analyse der Treibhausgas-Emissionen bis 2015

 

Im aktuellen Klimaschutzbericht hat das Umweltbundesamt die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen bis 2015 analysiert. Im Mittelpunkt des Berichts stehen Trends und wirtschaftliche Einflussfaktoren der Treibhausgas-Emissionen in Österreich seit 1990. Die rückläufige Entwicklung zwischen 2005 und 2014 konnte im Jahr 2015 nicht weiter fortgesetzt werden. Die Treibhausgas-Emissionen in Österreich sind von 2014 auf 2015 um 3,2 % gestiegen und liegen bei 78,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent. Zurückzuführen ist der Anstieg von rd. 2,5 Mio. Tonnen im Vergleich zu 2014 vor allem auf folgende Faktoren: Im Sektor Energieaufbringung erfolgte witterungsbedingt eine Verschiebung der inländischen Stromproduktion von Wasserkraft zu kalorischen Kraftwerken. Im Verkehrssektor stieg der Absatz von fossilen Treibstoffen. Im Gebäudebereich sowie im Sektor Industrie und Energie (außerhalb des Emissionshandels) kam es im Vergleich zur sehr warmen Wintersaison 2014 witterungsbedingt zu einem höheren Heizbedarf und dadurch zu einem Mehrverbrauch v.a. von Erdgas und Heizöl.

 

Für die Jahre 2013 bis 2020 gelten in Österreich Höchstmengen für die Treibhausgase aus Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und allen weiteren Quellen, die nicht im Emissionshandel geregelt sind. Wie schon 2013 und 2014 wurde das jeweilige nationale Ziel auch 2015 unterschritten: Der Zielwert 2015 liegt bei 51,5 Mio. Tonnen, die tatsächlichen Emissionen dieser Sektoren bei rd. 49,3  Mio. Tonnen und damit um rund 2,2 Mio. Tonnen unter dem Ziel. Die ExpertInnen des Umweltbundesamtes rechnen damit, dass das österreichische Klimaziel bis 2020 erreicht wird.


Ausblick bis 2050

 

Um die Ziele für 2030 – das sind für Österreich lt. EK-Vorschlag minus 36 % gegenüber 2005 (für Emissionsquellen außerhalb des Emissionshandels) – und einen weitgehenden Verzicht auf fossile Energieträger bis 2050 zu erreichen, sind weitreichende Maßnahmen zur Verminderung des Einsatzes fossiler Energie unerlässlich. „Der Klimawandel ist eine große Aufgabe, für die wir gemeinsam Lösungen finden müssen. Damit die Kosten dafür auf einem erträglichen Maß bleiben, müssen wir rasch handeln,“ plädiert Jürgen Schneider. „Bei Investitionen sollte der Fokus insbesondere auf langlebigen Infrastrukturen und zukunftsfähigen Technologien liegen, die einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energie ermöglichen.“


Klimaschutzbericht 2017

 

Das Umweltbundesamt stellt mit dem Klimaschutzbericht das Standardwerk für klimapolitische Analysen und Entscheidungen zur Verfügung. Die Daten dafür stammen aus der österreichischen Treibhausgas-Inventur, die das Umweltbundesamt jährlich erstellt und Mitte Jänner veröffentlicht.

 

(www.umweltbundesamt.at)

Soziale Botschaft der Woche

Rechte der Natur am Menschenrechts-Tribunal

Bei dem bevorstehenden Völkertribunal werden sich die RichterInnen erstmals mit Fragen um die Rechte der Natur...
Frieden
Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker

Pax Christi: "Frieden in Gerechtigkeit" als ökumenisches Anliegen

„Frieden in Gerechtigkeit. Das ökumenische Friedensengagement der Kirchen und ChristInnen“, so lautete das Thema des...

Naher Osten

„Was ist los im Nahen Osten?“

Gudrun Harrer sprach in Linz über die verworrene Situation im Nahen Osten nach dem Arabischen Frühling und äußerte...

Berührende Gedenkfeier in Spital/Pyhrn

Gedenkfeier an im Nationalsozialismus umgekommene Kinder und Säuglinge in Spital/Pyhrn

Viele namenlose Kinder liegen am Spitaler Friedhof begraben. Die Kinder von Zwangsarbeiterinnen starben zwischen 1943...
Die Enzyklika lesen: Laudato si

Angebote
Brüssel, Studienreise

BRÜSSEL - Sozialpolitische Studienreise

Von Fr. 20.4.2018 abends bis Mi. 25.4.2018 morgens findet die sozialpolitsche Reise nach Brüssel statt. Wir treffen...

KSOe

Lehrgang Soziale Verantwortung

2018 - 2020 Die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse erfordern eine aktive Gestaltung, damit sich...

Ein Blick hinter die Kulissen Prags

Die Sozial- und Begegnungs-Reise führte 33 ReiseteilnehmerInnen nach Prag: Wie lebt es sich dort? Was beschäftigt die...
Bericht

Pflege in der Krise

Die Pflegearbeit steht vor Herausforderungen. Das hat mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun...

Demokratie ist möglich

Ein Arbeitskreis in der Pfarre Guter Hirte-Linz setzt gemeinsam mit dem KBW-Treffpunkt Bildung immer wieder...

Praxistag Friedhof, Wolfsegg am Hausruck

Nachlese: Praxistag Friedhöfe

Rund 50 TeilnehmerInnen haben sich am Samstag, 23.9.2017, zum Praxistag " Friedhof“ in Wolfsegg eingefunden, um sich...
Aktuelle Predigten
Verpflichtet zu einem Miteinander, Sozialpredigt zum 6. Sonntag in der Osterzeit, Lesejahr B

Verpflichtet zu einem neuen Miteinander

Joh 15,9-17

Sozialpredigt zum 6. Sonntag in der Osterzeit (6. Mai 2018)

Lesejahr B

AutorInnen: Maria Fischer und Fritz Käferböck-Stelzer, BetriebsseelsorgerInnen Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf

Sozialpredigt Die Not wird abgeschafft

Die Not wird abgeschafft

Aber Solidarität ist auch schwierig....

Sozialpredigt zum 2. Sonntag der Osterzeit (8. April 2018), Lesejahr B

 

Autorin: Mag.a Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer,

Pastoralassistentin in Wels-St. Franziskus

 

 

Fußwaschung, Tür, Relief, Alltag

Ich habe euch ein Beispiel gegeben

Sozialpredigt zum Gründonnerstag (29. März 2018), Lesejahr B

(Joh 13,15a)

 

Autor: Peter Schwarzenbacher, MSc

Ständiger Diakon in d. Dompfarre und Referent für d. Ständige Diakonat

 

 

Alle Predigten im Jahreskreis
Feste und Gedenktage
Papa Gruber Allerheiligen

Die Seligpreisungen und Martyrium Johann Grubers

Predigtvorschlag zum Allerheiligenfest 1. 11.2017, Lesejahr A Evangelium: Mt 5,1-12a Autor: Dr. Christoph...

Erntedankfest, Nahrung

Himmelsduft und Höllengestank

Predigtvorschlag zum Erntedanksonntag 2017, Lesejahr A, von Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger, Linz Lesung: Gen...
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: