Mittwoch 21. Februar 2018

Sieben Millionen Menschenleben in Zentralafrika bedroht

Ohne eine deutliche Aufstockung der humanitären Hilfe bedrohen Hunger und Mangelernährung das Leben von über sieben Millionen Menschen in Zentral- und Westafrika. Davor warnen Oxfam und der Norwegische Flüchtlingsrat im Vorfeld einer Geberkonferenz, die am 24. Februar in Oslo stattfindet. Die Organisationen fordern von Geberländern deutlich mehr Finanzmittel für Nothilfe-Maßnahmen in der Tschadsee-Region.

Ausrichter der Konferenz sind Norwegen, Deutschland, Nigeria und die Vereinen Nationen. Sie veranschlagen eine Summe von 1,5 Milliarden US-Dollar, um die Hungerkrise in den Griff zu bekommen. Im vergangenen Jahr war der entsprechende Hilfsaufruf der Vereinten Nationen mit nur 52 Prozent stark unterfinanziert.

 

Marion Lieser, Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland, die an der Regierungskonferenz in Oslo und am Forum der Zivilgesellschaft am Tag vorher teilnimmt, erklärt dazu: „Die Gefahr einer Hungersnot ist im Nordosten Nigerias ganz real. Nach Jahren der Gewalt sind Millionen Menschen am Ende ihrer Kräfte. Sie können keine Nahrungsmittel anbauen oder kaufen, sind von humanitärer Hilfe abgeschnitten. Viele sind bereits gestorben.“

 

„Humanitäre Hilfe konnte die Lebenssituation vieler Menschen verbessern. Doch ohne zusätzliche Finanzmittel und den dringend nötigen Zugang zu Gebieten, in denen Menschen von Hilfslieferungen abgeschnitten sind, werden Hunger und Mangelernährung zunehmen, was viele Menschen das Leben kosten wird.“

 

Elf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen

 

Ursprung der Krise ist der Konflikt zwischen nigerianischem Staat und der islamistischen Gruppierung Boko Haram. Dieser hat sich in den vergangenen vier Jahren intensiviert und nach Niger, Tschad und Kamerun ausgebreitet. Über 2,6 Millionen Menschen, davon 1,5 Millionen Kinder, sind auf der Flucht, und fast elf Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. In Borno, einem Bundesstaat im Nordosten Nigerias, könnten bis zu 400.000 Menschen Hunger leiden.

 

Zwar haben die nigerianischen Regierungstruppen Gebiete von Boko Haram zurückerobert, die fragile Sicherheitslage und anhaltende Gewalt in diesen Gebieten behindern Oxfam und andere Hilfsorganisationen jedoch dabei, die notleidenden Menschen zu erreichen. Einige Gebiete sind wegen andauernder Kämpfe oder weil sie von Boko Haram kontrolliert werden noch immer völlig unzugänglich für humanitäre Organisationen.

 

Menschenrechtsverletzungen halten an

 

Viele Menschen sind weiterhin Menschenrechtsverletzungen und Bedrohungen ausgesetzt, darunter sexuelle Gewalt, Entführungen, Folter, Mord, Zwangsrekrutierungen und willkürliche Verhaftungen. Im Nordosten Nigerias ist Schätzungen zufolge jede dritte Frau von sexueller Gewalt betroffen.

Militärische und politische Ziele beim Kampf gegen Boko Haram dominieren gegenüber humanitären Zielen. Es hat zu lange gedauert, bis Regierungen, Hilfsorganisationen und Geberländer auf die Krise reagiert haben. Inzwischen ist aber eine große Nothilfeoperation im Gange, durch die viele Menschenleben gerettet werden konnten.

 

(www.oxfam.de)

 
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