Montag 23. Oktober 2017

Humanitäre Hilfe wegen Klimaphänomen und Kriegen vor dem Kollaps

Die internationale Gemeinschaft ist auf weitere Krisen 2016 nicht ausreichend vorbereitet.

Der sich abzeichnende Mega-El-Niño setzt das durch zahlreiche Kriege ohnehin schon stark unter Druck stehende internationale System der humanitären Hilfe einer beispiellosen Belastungsprobe aus. Regierungen und Geberländer müssten mehr in präventive Maßnahmen wie Bodenschutz oder nachhaltige Landwirtschaft investieren, fordert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam.

Oxfam schätzt, dass ohne präventive Maßnahmen weit mehr als zehn Millionen Menschen im kommenden Jahr wegen des Wetterphänomens El Niño Hunger, Wasserknappheit und Seuchen ausgesetzt sein könnten. In manchen Regionen lässt sich eine Notlage wahrscheinlich nicht mehr vermeiden. So geht die Regierung Äthiopiens davon aus, dass 2016 wegen der durch El Nino verstärkten Dürre 10,2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden. Dies sei mit Kosten von rund 1,4 Milliarden US-Dollar verbunden. Oxfam plant, 770.000 Menschen mit Trinkwasser, Sanitäranlagen, Lebensmittel und Maßnahmen zur Existenzsicherung zu unterstützen, benötigt dafür aber weitere 25 Millionen US-Dollar.

 

Auch in anderen Gegenden verschlechtert sich die Situation zusehends. „Nicht nur in Äthiopien, auch in Haiti und Papua Neuguinea erleben die Menschen die Auswirkungen der globalen Dürre, etwa in Form von Ernteausfällen“, erklärt Jane Cocking, Leiterin Humanitäre Hilfe bei Oxfam Großbritannien. „Wenn die internationale Gemeinschaft nicht handelt, drohen weitere Länder Afrikas und Lateinamerikas in die Krise zu rutschen.“

So wird im südlichen Afrika die Nahrungsknappheit im Februar einen ersten Höhepunkt erreichen. In Malawi werden bis März vermutlich 2,8 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sein. Nach Dürren und anschließenden Überflutungen beziehen in Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua bereits jetzt zwei Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfen und die Situation droht sich ab Januar weiter zu verschlechtern.

Jane Cocking verweist darauf, dass das System der humanitären Hilfe wegen der Kriege in Syrien, Süd-Sudan, Jemen und anderswo stark unter Druck steht. Laut UN sind weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Dennoch müssten Regierungen und Geberländer in präventive Maßnahmen zum Schutz vor Dürren, Überschwemmungen oder Unterernährung investieren. Sie verweist darauf, dass dies die Kosten für Notfallhilfeprogramme um rund 40 Prozent reduzieren kann.  

 

Hintergrund

 

Der El Niño ist ein natürliches Phänomen, das alle sieben bis acht Jahre auftritt, wenn die Ozeane im großen Umfang Hitze an die Atmosphäre abgeben und globale Wettermuster beeinflussen. Forscher sagen voraus, dass besonders intensive El Niños aufgrund des Klimawandels zweimal häufiger als in der Vergangenheit auftreten könnten. Nach Ansicht zahlreicher Klimaexperten könnte der diesjährige El Niño (2015/2016) der stärkste seit 1997/98 werden und sich zu einem „Mega-El-Niño“ entwickeln. Erst in den vergangenen Tagen mussten mehr als hunderttausend Menschen aus der Grenzregion von Paraguay, Uruguay, Brasilien und Argentinien wegen durch El Niño ausgelösten Überschwemmungen ihre Häuser verlassen.

 

(www.oxfam.de)

Soziale Botschaft der Woche

Klimaschutzbericht: „Weiter wie bisher“ ist keine Option

Mit dem Klimaschutzbericht legt das Umweltbundesamt umfangreiche Informationen zu den Treibhausgas-Emissionen in...
Veranstaltungen
Derzeit finden keine
Termine statt.
Frieden
Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker

Pax Christi: "Frieden in Gerechtigkeit" als ökumenisches Anliegen

„Frieden in Gerechtigkeit. Das ökumenische Friedensengagement der Kirchen und ChristInnen“, so lautete das Thema des...

Naher Osten

„Was ist los im Nahen Osten?“

Gudrun Harrer sprach in Linz über die verworrene Situation im Nahen Osten nach dem Arabischen Frühling und äußerte...

Berührende Gedenkfeier in Spital/Pyhrn

Gedenkfeier an im Nationalsozialismus umgekommene Kinder und Säuglinge in Spital/Pyhrn

Viele namenlose Kinder liegen am Spitaler Friedhof begraben. Die Kinder von Zwangsarbeiterinnen starben zwischen 1943...
Die Enzyklika lesen: Laudato si

Praxistag Friedhof, Wolfsegg am Hausruck

Praxistag Friedhof

Samstag, 23. September 2017, 10 bis 16 Uhr, Wolfsegg am Hausruck, Treffpunkt Friedhof

künstlerische Gestaltung einer Werktags- oder Büßerkapelle in Linz/Keferfeld. 2010

verewigt - was Gedenkorte zeigen

Fünf Gedenkorte für verschiedene "Opfer" des nationalsozialistischen Regimes und der Kriege werden vor Ort...

GPT, Puchberg, Geschichte, Wiederholung

Bericht der Gesellschaftspolitischen Tagung

Bericht über die Gesellschaftspolitische Tagung im Bildungshaus Schloß Puchberg vom 26. März 2017
Aktuelle Predigten
weniger reden, mehr tun leben

Weniger reden, mehr tun und leben.

Zeitlose Ansprüche und Zumutungen, nicht für nur Erziehende

Sozialpredigt zum 31. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

 

Mal 1,14b-3,2b.8-10

1 Thess 2,7-9.13

Mt 23, 1-12

Autorin: Mag.a Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer,  Pastoralassistentin

 

Neben dir soll Leben blühen

Neben dir soll Leben blühen

Sozialpredigt zum 30. Sonntag im Jahreskreis

 

Ex 22,20-26 und Mt 22,34-40

 

Autor: Mag. Fritz Käferböck-Stelzer

 

Weinstock, Himmel, Neid

"Bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?"

Eine harte Nuss für uns gefühlte Leistungsträger...

Sozialpredigt zum 25. Sonntag im Jahreskreis (24. September 2017) Lesejahr A

 

Evangelium: Mt 20,1-16a

 

Autor: DSA Mag. Wilfried Scheidl, Leiter RegionalCaritas

Alle Predigten im Jahreskreis
Feste und Gedenktage
Papa Gruber Allerheiligen

Die Seligpreisungen und Martyrium Johann Grubers

Predigtvorschlag zum Allerheiligenfest 1. 11.2017, Lesejahr A Evangelium: Mt 5,1-12a Autor: Dr. Christoph...

Erntedankfest, Nahrung

Himmelsduft und Höllengestank

Predigtvorschlag zum Erntedanksonntag 2017, Lesejahr A, von Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger, Linz Lesung: Gen...
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: