Freitag 14. Dezember 2018

Wenn mein Kind stirbt

Blume. © anitapeppers/morguefile.com

Der Tod des eigenen Kindes, noch dazu am Anfang des Lebens, ist eine der schlimmsten Erfahrungen, mit der Eltern konfrontiert werden können. Er bedeutet häufig einen dramatischen Einschnitt für das weitere Leben. Die Konfrontation mit dem Leiden eines jungen Menschen kann unser Gottesbild gehörig ins Wanken bringen.

Heilende Begegnung

In diesen Notsituationen bieten die SeelsorgerInnen in den Krankenhäusern und in den Pfarrender Diözese Linz Begleitung an,  im Besonderen KH-SeelsorgerInnen in KH mit Geburtsstationen. Diese sind offen für Gespräche und spenden durch ihre Präsenz Trost. Vorbild für diesen Dienst ist Jesu heilende Begegnungen mit kranken und ausgegrenzten Menschen, vor allem sein behutsamer, zärtlicher Umgang mit Kindern. Durch Dasein, durch Gespräche und durch Rituale und liturgische Feiern wollen sie ein wenig von dieser liebenden Zuwendung Gottes spürbar machen.

  

Orte der Stille

Im Erdgeschoss der Frauen- und Kinderklinik Linz befindet sich eine Kapelle. Sie ist als Ort der Stille und des Gebetes jederzeit zugänglich. Hier befindet sich auch eine Gedenkstätte für frühverstorbene Kinder. Dieses Kunstprojekt zu den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft wurde von Frau Irma Kapeller aus Linz ausgeführt. Auf einer Unterkonstruktion aus gerostetem Stahl, wo innen die Worte „Erfahrung“, „Liebe“ und „Dankbarkeit“ hineingelasert sind und mit blauem Licht beleuchtet werden, ruht eine Edelstahlwanne, gefüllt mit Erdreich, und darauf eine mit Wasser gefüllte sandgestrahlte Glasschale für Schwimmkerzen.

 

Information und Hilfe

  • Die Broschüre "Vergiss mein nicht" (download), gibt Müttern die ihr Kind im ersten Schwangerschaftsdrittel verloren haben, Hilfestellungen und Adressen, wohin sie sich mit ihrer Trauer wenden können.
  • Die Broschüre "Gute Hoffnung - Trauriges Ende" (download) spiegelt Erfahrungen betroffener Eltern wider und soll ihnen bei der Bewältigung ihrer Trauer und dem Organisatorischen helfen.

 

Arbeitshilfen

Die Deutsche Bischofskonferenz hat für diese schwierige pastorale Situation Arbeitshilfen herausgegeben.

Die Arbeitshilfe "Wenn der Tod am Anfang steht. Arbeitshilfe zur Begleitung, Seelsorge und Beratung trauernder Eltern" (download)   bzw. "Eltern trauern um ihr totes neugeborenes Kind"  enthalten Hinweise für die seelsorgliche Begegnung mit und Begleitung von trauernden Eltern und Angehörigen. Weiters enthalten sie Textvorschläge für das persönliche Gebet und Anregungen zur Gestaltung von liturgischen Begräbnisfeiern, bei denen Eltern und Angehörige von ihrem Kind Abschied nehmen können.

Sie greifen auch die Sorge vieler gläubiger Eltern auf, deren Kind ohne Taufe gestorben ist, und gibt in einer theologischen Reflexion Antwort auf ihre Fragen. Ein Überblick über die rechtlichen Bestimmungen der einzelnen Bundesländer zum Bestattungswesen von Tot- und Fehlgeburten, Kontaktadressen sowie weiterführende Literaturhinweise und Materialien für die Praxis runden die Handreichung ab.

 

Weitere Arbeitshilfen der Deutschen Bischofskonferenz zu Begräbnis und Bestattungskultur 

  

Einen guten Überblick über tröstende Rituale beim Tod eines Kindes vor der Geburt hat Gunda Brüske vom liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz zusammengestellt.

 

 

Quellenangabe:

(Erz-)Bischöfe Deutschlands und Österreichs und dem Bischof von Bozen-Brixen (Hg.): Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangsbuch Ausgabe für die (Erz-) Diözesen Österreichs. Verlag katholisches Bibelwerk-Stuttgart, Wiener Dom-Verlag

 

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